Warum du aufhören solltest, die beste Expertin sein zu wollen oder die Krux mit dem Kümmer-Gen

Ich kann so nicht arbeiten.

Ich brauche mehr Infos. Mehr Input. Einfach mehr von allem, um wirklich gut liefern zu können.

Kürzlich war Anna als Expertin zu einer Präsentation eingeladen. Gemeinsam mit einigen anderen handverlesenen Experten, um den Kandidaten knackige, effektive und lösungsfokussierte Tipps zur Bewältigung bei einer aktuellen Herausforderung zu geben. Die Zeit der Kandidaten war limitiert, doch ein hoher Output ziemlich sicher, da es eine Bewerbungsphase mit Motivationsschreiben und konkreten Fragen gab. Anna bereitete sich auf die Kandidaten vor, um in der Kürze der Zeit, quick and dirty zu liefern.

Dann blieb sie hängen an dieser einen Bewerbung in der – NICHTS – stand. Kein Projekt wurde vorgestellt, kein Konzept präsentiert und natürlich wurden auch keine Fragen formuliert. Anna wandte sich etwas verärgert  an den Organisator des Events und bat ihn, die Kandidatin zu bitten, die notwendigen Infos nachreichen, damit das Event auch effektiv vorbereitet und durchgeführt werden kann.

Die Antwort des Veranstalters ließ Anna sprachlos zurück. Denn der Veranstalter weigerte sich schlichtweg Infos nachzufordern. Er wies die Verantwortung zurück an den Kandidaten. Es sei nicht Job der Experten oder des Veranstalters diese Challenge optimal vorzubereiten, sondern Aufgabe und Chance des Kandidaten. Wenn er diese Chance nicht optimal nutze, so sei das auch seine Entscheidung. Es sei seine Aufgabe das Maximum aus dem Event rauszuholen.

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Mit flinken Besen gegen Mindset-Unrat

 

Glaub nicht den Mist, den du dir selbst erzählst in den ersten Aha-Momenten.

Wir lieben sie alle so sehr: Diese Durchbruch-Momente, Situationen des Erkennens, wenn alles plötzlich so klar ist.

Auf dieser Welle schwimmen ist wirklich herrlich. Die Welle kommt, du springst hinein in das kühle, aber nicht zu kalte Nass, lässt dir die Beine von der Kraft der Welle wegspülen. Du fällst lachend in die Fluten.

Es ist ein Spiel. Das weißt du. Dieses prickelnde, erfrischende Erfasstwerden von den Fluten hat nichts zu tun mit dem, was du empfinden würdest, wenn dich echte Wellen überrollen. Da ist kein Wasser, dass in deinen Mund strömt, dir den Atem nimmt, dich zum Verschlucken bringt. Da ist nicht der Schmerz und nicht die Dramatik. Da ist keine Angst.

Da ist nur Lebensfreude. Ein Prickeln. Und da ist dein Gefühl die gesamte Situation zu beherrschen.

Du WEISST, dass du in diesem wasserschäumenden Spiel jederzeit aufstehen kannst. Du spielst lediglich mit dem Gefühl, dass dich die Welle überrollt. du genießt die Lebensfreude, die dieses Spiel in dir auslöst.

Es ist nur die Oberfläche, an der du gekratzt hast.

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Warum 6-stellig kein Ziel, sondern dein Problem ist

 

Du glaubst, was du glauben möchtest.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnten wir gemeinsam darüber lachen. Denn als Allheilmittel gegen alle Ängste und jeden Schmerz, wird voller Sehnsucht alles gekauft, was dir das Geheimrezept für  6-stelligen Umsatz verspricht.

Dies ist keine Anklage gegen jene, die dir beibringen wollen 6-stelligen Umsatz einzufahren. Denn dagegen ist nichts einzuwenden. Weder gegen den Verkauf noch gegen den Umsatz selber. Es ist super, Wissen zu verkaufen.  Das „How to ..“ zu versilbern, das es anderen ermöglicht, genau das zu bekommen, was sie wollen.

Für mich ist das absolut okay und natürlich kann es funktionieren. Wenn und falls und sofern … Alles kein Problem. Wir kaufen schließlich auch Anti-Cellulite-Creme und verdammen nicht den Anbieter der Creme. Warum auch? Er verkauft uns, was wir uns wünschen zu kaufen. Er arbeitet mit seinem Produkt, seiner Kompetenz und den Gesetzen des Marktes

und mit deiner Sehnsucht. Deinem größten Schmerz.

Denn das Problem hast  du. Du hast das Problem zu glauben, dass das Erreichen der Umsatzgröße X dein Ziel ist  Dass dort,  bei der Zahl X mit 5 Nullen dahinter, das Ende des Regenbogens ist,  der Goldtopf steht, der dich glücklich macht.

Ich muss dir etwas verraten: Ein Scheiß wird passieren, wenn du das erste Mal 6-stelligen Umsatz erreichst. Im Gegenteil, wenn das dein Ziel ist, wirst sich dein Problem erst so richtig und in voller Größe präsentieren.

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Das große Maurerkellen 1 x 1 – Effektive Tricks für deinen Durchbruch

 

 

Unsere eigenen Geschichten glauben wir doch am allerliebsten.

Denn wir sind so sehr mit ihnen vertraut. Es ist so kuschelig mit ihnen, diese Geschichten, die wir uns so oft selber erzählt haben. Ach, es ist viel mehr als nur Vertrautheit. Die Geschichten stimmen einfach, höre ich dich schon empört einwenden. Ja, irgendwie hast du Recht. Klar stimmen sie. Sie sind deine Wahrheit. Nur um Missverständnissen vorzubeugen – ich nehme mich da nicht aus. Auch ich liebe meine klebrigen, altvertrauten Wahrheiten und ich weiß, dass sie einfach wahr sind.

Aber lass mich dir lieber von Anna erzählen. Süße, kleine Anna. Für alles muss sie herhalten, damit du und ich von der Last der unangenehmen Wahrheit ein bisschen entlastet werden. Gut, dass wir sie haben.

Es geht also um Anna und ihre Schwester. Selbstverständlich liebt Anna ihre kleine Schwester. Sie würde alles für sie tun. Dennoch gerät sie sich regelmäßig mit ihrer Schwester in die Haare. Anna kennt den musterhaften Ablauf jeder Begegnung, A-B-A-B-A- und dann kommt der Riesen Knall. So sehr Anna es sich auch vornimmt, sie schafft es nicht aus diesem klischeehaften Muster auszubrechen. Aber sie will  (Gott, wie nenne ich jetzt bloß die Schwester?) Pia mit ihrer Masche, andere Menschen so zu manipulieren, dass sie genau das tun, was sie will, einfach nicht mehr durchkommen lassen. Diese ganz besondere Art, die Pia drauf hat. Sie tut hilflos. Tatsächlich hat sie einfach keinen Bock. Anna weiß das. Pia weiß das. Jeder weiß das.

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Females Heaven – With a little help for you

 

 

Weil Frauen nicht sagen, was sie wollen, kriegen Frauen nicht, was sie wollen.

Das soll das ganze Geheimnis sein? Das Geheimnis, das zwischen der Realität für Frauen und einer Welt, in der Frauen vollkommen gleichberechtigt sind, steht?

Ja, denn es ist der Anfang von allem. Dein Wille, den du in Worte hüllst und an die adressiert, die es angeht, haben Macht.

Lass mich dir dazu eine kleine Geschichte von Anna und ihren Mädels erzählen. Anna ist eine Frau, die ihren Wert kennt. Eine kluge Frau. Eine gebildete, sehr gut ausgebildete Frau. Sie hat ganz viel Herz und Empathie, hat Ecken und Kanten. Als sie jünger war, war sie ein wildes, lebensgieriges Ding. Sie war sich sicher, dass sie alles erreichen kann, was sie will. Sie dachte nicht über Gleichberechtigung nach. Sie war gleichberechtigt. In ihrem Denkmodell gab es nicht einmal die Idee, dass ein Mann besser sein könnte, mehr Rechte haben oder die Rollen in einer ihrer zukünftigen Beziehung ungleich verteilt sein könnten.

Natürlich war Anna  nicht dumm. Sie hatte Augen, um zu sehen. Sie wusste, dass es noch viel zu tun gab bis es eine komplette Gleichberechtigung in der Welt geben würde. Es gab noch viele Mißstände. Doch für sie oder ihre Freundinnen galt das alles nicht. Sie würden ihren Weg in dieser Welt mit Leichtigkeit gehen, mit schlafwandlerischer Sicherheit würde sie ganz wunderbares Leben mit einem fantastischen Partner in einer gleichberechtigten Beziehung mit einem erfüllenden Job und ganz zauberhaften Kindern oder Hunden leben.

Und sie würden andere Frauen unterstützen, die dieses wunderbare Leben nicht hätten. Die sich mit Machomännern im Haus und im Job würden rumschlagen müssen.

Und so lebten Anna und ihre Mädels ihr Leben, sie hatten süße Kinder oder auch nicht, liebevolle Männer, einen interessanten Job und genossen jetzt den eisgekühlten Rosé aus hauchdünnen Weingläsern in denen leise das Eis klirrte, auf der chilligen Terrasse  des gemieteten Appartements auf Mallorca. Sie genossen die gemeinsame Woche Urlaub unter Frauen, den sie sich jedes Jahr einmal gönnten.

Ihr Leben war perfekt. Und warum heulte Anna dann wie Schlosshund? Warum hielten ihre Freundinnen sie fest umschlungen, streichelten ihre Hände und versuchten sie zu beruhigen? Warum war Anna so zusammengebrochen?

Weil ihr perfektes Leben eben nicht perfekt war. Sie war nicht perfekt. Sie war müde und überfordert. Der Drahtseilakt den Job, die Kinder, den Haushalt und den ganz normalen Wahnsinn auf die Reihe zu bringen ließ sie jeden Abend todmüde ins Bett fallen.

Und manchmal war sie so wütend. Wütend auf ihren Mann, der bei allem Engagement, den er für die Familienbelange einbrachte von Chauffeur-Fahrten bis Wochenendeinkäufen und notfall-versorgten aufgerissenen Kinderknien, schon deutlich weniger Energie und Zeit aufwandte um das komplizierte Familien-Job-Work-Life Balance am Laufen zu halten. Sie hatte das Gefühl, dass alle an ihr zerrten und ihre unbedingte Aufmerksamkeit wollten. Sie hatte die Schnauze voll.

Doch worüber sie am meisten wütend war, war ihre eigene Dummheit. Ihre Dummheit, die sie immer so weitermachen ließ. Ihre Dummheit, die sie wie zwanghaft danach streben ließ, alles zu schaffen. Ihre Dummheit, sich ihren Freundinnen gegenüber immer mal wieder ein bisschen Gejammer zu gestatten, aber niemals das wirkliche Ausmaß ihres Frusts und  ihrer Gefühle wirklich mit ihnen zu teilen. Da war die Angst, dann als Versagerin da zu stehen. Die Befürchtung, dass sie als einzige ihr Leben nicht perfekt im Griff hat, und sich wie  halt- und willenlos immer weiter durch das Leben hetzen ließ, anstatt einfach auf die Bremse zu treten und das Steuer endlich wieder zu übernehmen.

Nun saßen da diese Frauen, die sich schon ein halbes Leben kannten, heulten und lachten miteinander. Sie lachten, als sie erkannten, dass es ihnen allen gleich ging. Es war kein leichtes, freudiges Lachen. Es war das Lachen des Erkennens. Aber auch ein Lachen der Hoffnung.

Das kleine Pony-Traumschloss

Als Töchter der 68-iger und Post-68iger Eltern, sind wir die Generation von Frauen, die die Errungenschaften unsere Mütter als  selbstverständlich voraussetzen. Niemand stellt in Frage, dass ein Mädchen die bestmögliche Ausbildung erhält, ihre Werte und Ziele leben und erreichen darf, die gleichen Rechte wie ein Junge hat. All das würde niemals in Frage gestellt oder diskutiert werden. Ein dumm-dreistes frauenverachtendes Statement, wie z.B. das des verrückten EU Abgeordneten  lässt Frauen und Männer gleichermaßen fassungslos, aber primär belustigt zurück. So jemand wird nicht erst genommen. Ein Irrer.

Doch genau das ist die Tücke unserer Wahrnehmung, denn wir leben mitnichten in einer gleichberechtigten Welt. Es ist ein fataler Irrtum, das zu glauben.  Denn tatsächlich ist noch so viel zu tun. Frauen einen gleichberechtigten Zugang in alle Bereichen zu ermöglichen und eine gleichberechtigte Rollenverteilung innerhalb der Familienverbände und der Gesellschaft, ist eine der vorrangigen Aufgaben des 21. Jahrhundert.

Wir leben in einer Welt, in der die Bezeichnung Feministin fast ein Schimpfwort ist. Eine Bezeichnung, die an lustfeindliche und verbiesterte Ewiggestrige denken lässt. Eine aggressive Alice Schwarzer. Doch Feministinnen sind auch die elfengleiche  Emma Watson oder die streitbare und kämpferische Madonna. Frauen, die ihre Stimme erheben. Wieder  und wieder.

Ja, es ist heute möglich, dass du als Frau beruflich sehr erfolgreich bist. Doch es ist ein Fehler, die Gleichberechtigung nur auf beruflichen Erfolg zu reduzieren. Gleichberechtigung ist viel mehr als das.

Die hinterhältige Tücke des Selbstbilds

Da sitzt du nun als gebildete und gleichberechtigte Frau, dein Dekolleté willst du auch noch hübsch einpacken, bist charmant und eloquent. Du weißt um deinen Wert und kämst nie auf Idee weniger als ein Mann erreichen zu können oder wert zu sein.

Und gerade dieses Selbstbild, diese Überzeugung, die ebenso großartig wie richtig ist, ist auch eine kleine Bitch. Wie eine Zauberfee streut sie dir Sand in die Augen. Sand, der verhindert, dass du siehst. Sand, der dafür sorgt, dass dein Blick verschwommen ist, die Augen tränen und schmerzen und du nicht mehr ganz genau hinschaust. Doch genau das ist wichtig. In einer Partnerschaft und in deinem Leben solltest du hinschauen. Von Zeit zu Zeit solltest du überprüfen, ob die Dinge in deinem Leben so laufen, wie du es dir wünschst, wie es deinem Lebensplan und deinen Zielen entspricht.

Nur weil du weißt, dass du ein gleichberechtigter Mensch bist, bist du nicht auch gleichberechtigt. Du bist gleichberechtigt, wenn du gleichberechtigt lebst.

Deshalb muss dein Leben kein Kampf gegen das andere Geschlecht sein. Himmel, nein. Männer sollen Männer bleiben. Es geht nicht darum, die Macht über Männer zu erlangen,  sondern was zählt ist, dass du Macht über dich selbst und über dein Leben erhältst.

Dass du das Leben lebst, das du dir wünschst. Und wenn da die Dinge aus dem Ruder gelaufen sind, dann lohnt es sich mal wieder in den Ring zu steigen und zu hustlen, falls das offene und zugewandte Gespräch nichts ändert. Egal, ob im Job oder der Beziehung.

Und zwar damit dein Leben wieder leicht und wunderbar und fröhlich wird. Damit du das Leben lebst, dass du dir mal gewünscht hast.

Du erinnerst dich? 😉

Females Heaven not Hell

Frauen sollten einander unterstützen, motivieren, Mutmachen und miteinander reden, offen und ehrlich. Wie viel leichter wäre es für Anna und ihre Freundinnen gewesen, wenn sie sich ein paar Mal öfter ihre Überforderung, ihre Ängste und Herausforderungen eingestanden hätten. Wenn sie erkannt hätten, dass sie das nicht alles schaffen müssen. Wenn sie sich dabei unterstützt hätten, Lösungen zu finden statt zu Funktionieren.

Wieviel einfacher hätten es Frauen, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und fördern würden. Was wäre möglich, wenn Frauen füreinander die Stimme erheben würden.

Ich habe kürzlich von mehren jungen Paaren gehört, bei denen die Ehemänner unter der Woche aus dem ehelichen Schlafzimmer ausgezogen sind, um nicht von Baby’s Geschrei und Still-Routinen gestört zu werden, weil sie ja morgens fit und ausgeruht ins Office müssen. Diese Geschichten erzählten mir Freundinnen, Schwestern, Mütter voller Verständnis und mit großen Selbstverständnis.

Kein Gefühl dafür, dass diese klebrige Männer-Schutzmaßnahme das Mittelalter und nicht gleichberechtigt ist. Na ja, zum Glück muss die junge Mutti ja nur zu Hause bleiben und sich die Nägel lackieren, da muss sie nicht so fit sein Ironie aus

Madeleine Albright sagte einmal

„There is a special place in hell for women who don’t help women.“

Also ich will nicht in die Frauenhölle und deshalb unterstütze ich dich, wann immer ich kann, damit du die Frau bist, die du sein möchtest.

Die Macht der Gefühls-Manifestation

Wenn du einmal ausgesprochen hast, was du willst, wird sich etwas verändern.

Nein, nein, natürlich werden allein dadurch nicht die Rollen umgehend neu verteilt und Claims widerstandslos aufgegeben. Du bist doch kein Träumerle. Also ich würde jedenfalls keine liebgewonnene Gewohnheit einfach hergeben. Es ist ein Prozess, mit kleinen, minikleinen, nano-winzigen Schritten, aber es ist dennoch ein Prozess.

Ein Prozeß der sofort alles verändert. Sofort. In deinem Kopf. Du musst keine Schlachtpläne, keine perfekten Antworten, keine wunderbaren Lösungen parat haben. Du hast eine Entscheidung getroffen. Du hast auf deine Intuition gehört. Auf die Stimme aus deinem Inneren. Auf das wilde Ding, das du mal warst. Du hast die Fragen aufgeworfen.

Die Antworten kommen. Da kannst du dich drauf verlassen.

xoxo

 

Claudia

Vier erprobte Tipps für garantiert mehr Glück in deinem Leben

 

Es gibt niemanden, zu dem du kritischer bist als zu dir selber.

Also, außer du bist ein Narziss. In dem Fall kann es durchaus anders sein. Aber das ist Stoff für einen separaten Post.

Ansonsten passt diese Schublade und zwar ohne nur eine Floskel zu sein,  für jung und alt, für Frauen und Männer. Wenn dir etwas mißlingt, bist du ein Versager. Wenn du in einer Gesprächsrunde etwas nicht weißt, fühlst du dich ungenügend. Wenn du Cellulitis an den Oberschenkeln hast, glaubst du am Strand guckt die halbe Mannschaft nur dort hin und denkt, dass du besser in einer Burka statt im Bikini am Strand erscheinen solltest. Wenn du eine  halbe Tafel Schokolade aufgegessen hast, empfindest du dich als halt- und disziplinlos.

Welchen Bereich deines Lebens du auch  betrachtest, es ist immer der gleiche Ablauf: du genügst deinen eigenen Ansprüchen nicht und beurteilt mit der Missbilligung eines Fräulein Rottenmeier deine Leistungen, dein Aussehen und dein Sein.

Du weißt, dass das falsch ist. Oh ja, du weißt es so sehr. Natürlich propagierst du auch etwas anders. Schließlich bist du ja nicht doof. Ob im Gespräch mit deinen Freundinnen oder in blumigen Posts auf Social Media, du reichst die Schale der Selbstliebe und Akzeptanz, des Annehmen und  der Leichtigkeit, sanft lächelnd weiter. Ja, du willst entspannter sein – auch dir selbst gegenüber. Auch mal herzhaft über dich lachen. Dich nicht so wichtig nehmen und es dir leichter machen.

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Die 10 Tage Be-Brave-Detox

 

 

„Der Druck ein besserer Mensch zu sein,  er ist immer da. Und wird größer und größer und größer.“  – Greys Anatomy

Sie wacht nach einem tiefen, erholsamen, vierstündigen Schlaf auf, öffnet die Augen und schwingt im nächsten Moment voller Elan die schlanken, sexy gebräunten Beine aus dem Bett. Im Bad ist sie nach einem 10 Kilometer Lauf schnell fertig. Die eiskalte Dusche bringt pure Energie und pulsierendes Leben in ihren Körper und Geist und obendrein ihren langen schwarzen Haaren den ultimativen Glow.

Rasch und genussvoll  noch dem Powerdrink mit Superfoods gesättigt, macht sie sich auf, in einen Tag mit neuen Herausforderungen, weiteren Siegen und nie endenden  Erfolgen. Sie ist umgeben von Menschen, die sie lieben, respektieren und unterstützen, sich in ihrem Glanz und ihrer Großartigkeit sonnen und hoffen, einen Augenblick ihrer Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Als der Tag sich dem Ende zuneigt und sie glücklich und mit sich im Reinen in ihr frisch bezogenes Heavenly Bett schlüpft, lächelt sie beseelt. Sie ist unendlich glücklich darüber, dass ihr Leben und ihre Entwicklung einem Traum gleicht. Sie wird ihrem Anspruch, jeden Tag besser  zu werden – innen und außen  –  jeden Tag ein bisschen mehr gerecht. Sie wird klüger, fokussierter, erfolgreicher, strategischer, einfach besser in allem.

Mit einem Gefühl der tiefen Befriedigung schläft sie ein.

Irgendwie habe ich das Gefühl etwas Entscheidendes vergessen zu haben…..Was war das nur?..

Oh ja, jetzt weiß ich es: Gerade ging es nicht um Anna. Es ging um Lara

Lara Croft.

Lara, abenteuerlustige, eloquente, erfolgreiche,  selbstbewusste, eigenständige und starke Frau mit einer atemberaubenden Figur.

Nun will vermutlich keiner von uns  wirklich Lara Croft sein. Doch die Ansprüche an uns selbst ähneln denen, die an eine Comic-Helden- Figur angelegt werden. Schneller, besser, schöner, erfolgreicher, klüger, empathischer.

Du musst ein Ziel haben. Du musst dich entwickeln. Du darfst nicht stillstehen.

Da ist er:

Der Druck, ein besserer Mensch zu sein

Du kannst nix lesen, gucken oder machen, ohne dass es dir – zart oder hart – kühl oder heiß – aber immer verläßlich um die Ohren gehauen wird, was für ein fantastischer Mensch du bist. Du bist einmalig , fantastisch, genial. Du kannst eine Delle ins Universum hauen, den Unterschied machen. Die extra Meile gehen. Eine heißblütige Liebhaberin sein. Eine verständnisvollere Frau werden. Im Business durchstarten. Den perfekten Body haben. Den kreativsten und innovativsten Shit entwickeln. Geld scheffeln. In Heels stöckeln und in Sneakers rennen.

Das alles wohnt schon in dir. Da ist nur ein bisschen Aufschiebitis im Weg. Ein paar limitierende Glaubenssätze im Weg. Ach das kriegen wir hin. Du musst einfach nur jeden Tag ein bisschen weiter an dir arbeiten. Und das ist wirklich easy. Das sind Tricks und Tools.

Denk einfach dran und vergiss es nie:

Am Ende bekommst du deinen Lohn. Du wirst dann das leben, was du eh schon  in dir hast. Du wirst deine Genialität leben. Du wirst in deinem Bereich die Beste sein, die Schönste, die Klügste.

Einfach weil du weiter gemacht hast.

Toll, oder?

Es geht doch darum deine Genialität zu leben. Das Besondere wachsen zu lassen. Das Mittelmaß hinter dir zu lassen. Der Welt deine Genialität zu schenken.

Ist das die Aufgabe, die wir alle haben?

Der Druck, erfolgreicher sein zu müssen

Das ist alles gar nicht negativ gemeint, denn es ist ja eine feine Sache ein guter Mensch sein zu wollen. Es ist gut, die Dinge die dir wichtig sind, gut machen zu wollen. Deinen Kindern das Beste geben zu wollen für ihren Weg. Deinen Job, so gut zu machen wie es geht.

Einfach im Leben mehr lernen, als zu vergessen.

Das Perfide daran ist, dass dieser Wunsch allzu leicht in Relation gesetzt wird. Auch wenn du  selbstverständlich weißt, dass der  Vergleich eine ganz böse Sache ist. Also wirklich böse. Das wissen wir alle. Aber dennoch willst du natürlich deinen Job besser erledigen. Und wenn du dich schon nicht nicht mit XY vergleichst (you remember: böse Sache!), so bleibt doch immer noch der Vergleich mit dir. Mit deinem Ideal.

Wenn du heute also gut bist, willst du morgen besser sein. Genau hier sitzt das Problem. Denn das geht nur, wenn du die Peitsche schwingst. Denn unter uns – so easy ist es nicht sich im permanenten Raketenschubmodus zu befinden. Tatsächlich ist es sogar menschlicher zu denken, dass, wenn du heute gepowert hast,  du morgen die Beine hochlegen willst. Ermattet. Chillen. Loslassen.

Ich weiß das. Und ich weiß, dass es stimmt, auch wenn es uns gern anders vermittelt wird:

Da wird propagiert, dass jeder Erfolg, jede Verbesserung, Euphorie auslöst, Hormon-Cocktails, innere Pusher und Unstoppables. Stimmt alles auch. Doch es gibt eine  außerdem eine andere Wahrheit, die gerne voller Contenance verschwiegen wird.

Okay, jetzt wird es wehtun.

Rein statistisch betrachtet gehören wir alle zum Mittelmaß. Das ist eine einfache Kurve. Also etwa 2% sind außerordentlich schlecht, 2% außerordentlich gut. Die 96% dazwischen sind Mittelmaß. Innerhalb dieses Mittelmaßmischmasch steigt natürlich diese Mittelmaßkurve an, hat einen Peak, fällt wieder ab.

Dennoch – es ist Mittelmaß.

Puh. Das ist eine kaum zu akzeptierende Wahrheit.

Ich bin vermutlich auch Mittelmaß. Du wahrscheinlich auch (hättest du sonst Zeit so etwas Mittelmäßiges wie meinen Blog zu lesen? 😉  Du würdest wahrscheinlich stattdessen ein gutes Fachbuch über DEIN Thema lesen, damit du morgen  etwas besser wüsstest als heute (Notiz für mich: Ich sag es doch immer wieder: SCHREIB DEIN VERDAMMTES BUCH ZUENDE, FRAU MÜNSTER. SONST WIRD DAS NIX).

Wenn also die meisten von uns sich innerhalb dieses unaussprechlichen, weil so austauschbaren  Mittelmaß bewegen, ist das natürlich mit der Exzellenz ein bisschen doof. Mega-Doof. Tatsächlich baut das Streben nach immer höher, immer besser, immer sexier einen extrem blöden Druck auf, wenn du unter statistischen Aspekten eben eher eine ganz wunderbare und kluge und auch erfolgreiche Frau, aber eben  Durchschnitt-Frau,  als eine Marie Curie sein wirst.

Vom großen Irrtum über Ziel und Ergebnis

Ja und jetzt? Ich hasse das immer, wenn alles runtergemacht wird. UND JETZT??! Was bringt mir das jetzt, wenn ich weiß, dass ich mit dem ganzen Streben nach mehr und höher aufhören los?

Sollen wir jetzt alle selbstzufrieden die Hände über dem Bauch falten und uns feist lächelnd zurücklehnen und das Schlechteste in uns rauslassen?

Nein.

Es geht vielmehr darum Ziele nicht mit Ergebnissen zu verwechseln. Es geht darum, mal die Zügel locker zu lassen und den großen Zusammenhang zu sehen. Es geht darum, dir den Druck vom Kessel zu nehmen.

Es ist ein wunderbares Ergebnis, wenn du am Ende deines Lebens zurückblickst und weißt, dass du nicht stehenbleiben wolltest. Dass du bereit warst immer wieder zu lernen, zu erkennen, zu revidieren, neugierig wie ein Kind Neues auszuprobieren, Altes auch mal loszulassen. Zu lieben, zu versagen, weiter zu lieben. Liebe anzunehmen. Verständnisvoll und gut zu sein zu dir und anderen. Die Umwege des Lebens zu nehmen. Dich unbändig zu freuen, wenn etwas klappt. Und nach einen Tritt gegen die Wand auch schulterzuckend hinzunehmen, wenn du was versammelt hast.

Wie sagte mir neulich meine liebe Freundin Doro von Nowshine: Und wenn du Fehler im Kundengespräch machst, ist das kein Problem. Die Menschen lieben Fehler. Weil sie selber welche machen.

Tja, so einfach ist das. Kein großes Ding.

Was wäre also möglich, wenn wir einfach akzeptieren, dass wir nicht an dem einen oder anderen Ende der Exzellenz-Kurve sind. Sondern ganz normale Menschen. Mittelmaß. Ein ungeheurer Druck würde abfallen, weil du nicht mehr den Maßstab der Perfektion, des ständigen Wachstums an dich anlegen müsstest.

Was wäre möglich, wenn deine Vorbilder nicht die perfekten, makellosen perma-erfolgreichen Brain- und Body-Ikonen wären. Wenn du vielleicht ein bisschen mehr die unperfekte Kate Moss in dir akzeptieren würdest, anstatt immerzu nach der perfekten Jackie O. zu suchen.

Und weißt du was? Ich mag dich genauso wie du bist. Ich weiß, dass ist schwer. Ich weiß es wirklich, schließlich schreibt hier Mrs-Looking-For-Perfection-Each-And-Every-Day (wenn ich mich so lassen würde,  wie mein Ego will). Lasse ich aber nicht. Denn ich weiß es besser.

Also, wie wäre es, wenn du und ich einfach mal die #10daysbebravedetoxchallenge machen? Wir versuchen es einfach. Wir versuchen es einfach mal zehn Tage lang nicht besser, klüger, schöner, erfolgreicher, lustiger, sexier, dranbleibender oder whatever zu sein.

Lass uns einander gegenseitig und liebevoll unterstützen, einfach mal #justme zu sein.

Xoxo

 

Claudia

Du weißt, dass du weißt oder wie du deinem Glück selbst im Weg stehst

 

Warum tust du so, als wenn du die Antwort nicht kennen würdest? Warum verscheißerst du dich und spielst die Ahnungslose?

Ich weiß, du bist dir dessen nicht bewusst. Ich weiß das, weil ich es kenne. Nur allzu gut kenne. Doch eigentlich wissen wir, dass wir die Antwort kennen. Wir kennen die Antworten auf all die Fragen, die uns quälen.

Immer wieder treffe ich Frauen, die ratlos sind, wenn es um die elementaren Fragen in ihrem Leben geht.  Berufliche und familiäre Entscheidungen. „Was soll ich nur tun? Ich weiß es auch nicht…“ Die Fragen werden hin und her gerollt, wie kleine Mistbällchen vom Skarabäus. Türmen sich immer weiter auf. Werden  irgendwann zu enorm großen Bällen. Du fühlst dich wie der kleine Käfer, der hinter den Kugeln kaum noch zu sehen ist. Er selbst sieht schon lange nicht mehr, was hinter den Mistkugeln passiert. Der sieht nur die Mistbälle, die immer größer werden. Immer größer. Und er dreht seine Kugeln. Immer weiter.

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Wie du dich von Mißtrauen befreist und dein Leben dadurch bunter wird

Die beste Möglichkeit herauszufinden, ob du jemandem vertrauen kannst, ist es, ihm zu vertrauen.

Vertraue einfach jemanden. Mit offenem Herzen. Ohne Netz. Den Rest erledigt das Leben: Entweder du hast zu Recht Vertrauen geschenkt oder eben nicht. Du bekommst Klarheit. So oder so.

Das hört sich für dich banal an? Ist es aber nicht. Ich erzähle dir eine Geschichte. Eine sehr alte Geschichte.

Der geschäftstüchtige Mann, lass ihn uns wieder Karl nennen – und lass uns die online Welt für einen Moment verlassen –  hatte eine geniale Geschäftsidee. Sein Ansatz war komplett neu und revolutionär für seine Zeit. Er hatte den Fokus komplett auf den Kunden ausgerichtet. Er fragte sich, was genau das Problem seines potentiellen Kunden ist.  Er fragte sich, worin er ein Experte war. Immer spitzer drang er in diese Fragestellungen ein.

Ratten. Häßliche, gierige Nager, waren das Problem. Eine wahre Plage. Sie breiteten sich aus. Waren überall. Jeder Versuch, die Situation zu beherrschen, scheiterte.

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Erfolgs-Manifest einer Bitch – Teil 3: Die Magie der Verweigerung

 

Um JA sagen zu können, musst du NEIN sagen.

Das ist nicht schön. Das ist sogar ziemlich hart und ausschließlich. Was auch immer du dagegen einwenden willst, es ist dennoch so. Unumstößliche Wahrheit. Bittere Realität. Klarer Wegweiser.

Anna sitzt mühsam lächelnd im Restaurant mit einer ganz lieben Freundin. Diese Freundin ist so wundervoll. Wie eine Schwester. Sie gehört zu Annas Leben. Diese Freundin erzählt sehr gern. Sie erzählt lieber als sie zuhört. Anna weiß das. Es nervt sie manchmal. Sogar sehr. Aber sie nimmt es hin. Denn – ach, nennen wir diese Freundin Eva – ist es wert. Doch in den letzten Monaten hat Anna das Gefühl, dass die Balance nicht mehr stimmt. Sie weiß alles von Evas Nachbarn, kennt deren Krankheiten, ist über die Familiengeschichten auf dem Laufenden, Geschichten aus dem Job. Es gibt keinen Bereich über den Anna von Evas Nachbarn nicht Bescheid weiß.

Doch Evas Nachbarn interessieren Anna nicht. Eva interessiert sie. Evas Gedanken. Evas Pläne, Wünsche und Erlebnisse. Anna spürt seit Monaten einen Widerwillen in sich aufsteigen, wenn sie Eva immerzu über Menschen reden hört. Wozu? Was soll das? Sie hat das Gefühl ausgesaugt zu werden von dieser Energiewelle des Nutzlosen. Es stört sie immer mehr, dass zugunsten Evas Litaneien über Hinz und Kunz immer mehr die wirklichen Gespräche weichen müssen.

Deshalb trifft sie  eine Entscheidung. Das muss aufhören. Sie will nicht gedanklich abschweifen während Eva vor sich hinplappert. Sie ist unzufrieden und sie will das artikulieren. Aus der Welt schaffen.

„Liebste Eva, ich will das nicht mehr hören. Es interessiert mich nicht. Es zieht mich total runter immer wieder Geschichten über Menschen zu hören, die mich nichts angehen. Ich möchte mit DIR reden.“

Ungläubigkeit, Entsetzen überzieht Evas Gesicht. Totales Unverständnis.

Ich weiß nicht, wie die Gespräche zwischen Eva und Anna weitergegangen sind. Doch was Anna getan hat, ist, ein eindeutiges und  unmißverständliches NEIN in die Welt zu bringen. Sie hat sich dieses kleine machtvolle Wort mühsam abgerungen. Hat wochenlang Diskussionen mit sich selber gefühlt. Abgewogen zwischen Frauen-Loyalität, Selbstliebe, das-kann-man-nicht-machen und ich-halt’s-nicht-mehr-aus. Nach diesem mühevollen, schmerzhaften und zähen Prozess des Abwägen, wusste Anna , dass dieses NEIN in die Welt musste.

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