Shewolf – stairways to haven

 

Die Tränen der Erschöpfung und Überforderung  fließen immer in der Einsamkeit.

Nicht in der Einsamkeit einer Palmblätterhütte am Amazonas oder der Stille einer Berghütte. Unsere Einsamkeit sieht anders aus. Ist moderner. Urbaner. Unsere Tränen fließen beim Befüllen der Waschmaschine, im Feierabendstau in der Dunkelheit des Autos oder im Wald beim Joggen, nur von hechelnden Hunden unterbrochen.

Jede Geschichte braucht einen Helden. Meine Dauer-Heldin ist Anna. Anna, die immer herhalten muss für meine und deine Befindlichkeiten. Doch heute brauche ich Anna nicht.  Ich kann Susi, Tina oder einfach Eva nehmen. Eva passt perfekt. Eva ist die Mütter aller Frauen. Eva steht für das, was uns vereint, nicht für das was uns trennt. Eva ist der kleinste gemeinsame Nenner.

Eva liegt im Bett, kommt nicht zur Ruhe. Gedanken rasen in ihrem Kopf hin und her, wie kleine,  wilde Springmäuse, rauf und runter. Nein, es sind doch eher Meerschweinchen; sie quieken immerzu. Es gibt keinen Moment der Stille. Eva wünscht sich nichts mehr als Schlaf. Doch sie kann nicht Hinübergleiten in das andere Reich. Sie spielt die Szenarien durch. Sieht die Sequenzen wie Filme ablaufen. Sie ist so müde. Nicht die wunderbare Müdigkeit des Abends nach einem erfüllten Tag. Nein, eine bleierne Müdigkeit hält sie gefangen, nimmt ihr den Atem.

Eva, unsere Mutter, fühlt sich erschlagen vom Druck der Verantwortung. Vom Druck des Gebens. Sie hat das Gefühl, dass sie mehr geben muss als sie zu geben hat. Eva kann nicht mehr unterscheiden zwischen geben aus vollem Herzen und Aufgesaugtwerden.

Eva weiß nicht, wie sie trotz dieses Drucks, dieses zerren und ziehen, sein soll. Sie selbst sein. Scheinen.

Sie sucht ihren Weg. Eva liebt ihren Job, ihre Kinder, ihren Mann, alles. Sie liebt ihren Sport, ihren Tribe.

Doch sie hat das Gefühl zu viele Arme reißen an ihr:

Sei klug, sei schön, sei fit, sei erfolgreich und gib mir, gib mir immer mehr. Mehr. Komm schon, du bist gut. So gut, dir fällt es doch leicht. Komm Eva, nur noch ein kleines bisschen. Fahr mich hierhin, schreib mir dieses, organisiere jenes. Höre mir zu. Verstehe mich.

Eva ist müde. So müde. Und sie ist jämmerlich. Sie will jämmerlich sein und sich bedauern. Die Tränen laufen ihr über das Gesicht.

 

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Endstation Happiness

Die Suche nach dem Perma-Glück nervt!

Das, was als sinnstiftender Mindshift begonnen hat, endet oft in einer frustrierten und katzenjämmerlichen Fruststimmung.

Doch lass mich dir erzählen, was passiert ist. Und zwar Anna, meiner süßen, virtuellen Freundin, die für alles herhalten muss, wo ich nicht die Hosen runterlassen will.

Anna schlägt die Augen auf. Aufschlagen ist übertrieben, sie klimpert sich mit müden und etwas nervösen, noch ganz schwachen, schmetterlingsgleichen Augenaufschlägen aus dem Traumreich in die reale Welt zurück. Wie jeden morgen dreht sie den Kopf zur Balkontür, nimmt die Dunkelheit wahr, die schon von den bläulichen Streifen der Morgendämmerung durchzogen wird.

Anna ist irritiert. Sie wartet. Sie wartet auf das sanfte, müde und leichte Lächeln, dass ihre Mundwinkel nach oben ziehen sollte. Dieses süße Morgenritual, dass sie so verinnerlicht hat, dass es einfach passiert. Einfach da ist. Diese ersten Minuten, die der Dankbarkeit für drei besonders schöne Momente des gestrigen Tages gewidmet sind. Anna tut normalerweise nichts, um dieses Ritual in Gang zu setzen, es passiert einfach .

Ya know: 66 days routine creates a habit.

Danach wird’s einfach wie Zähneputzen.

Anna begreift nicht was da passiert. Wie ein Außenstehender beobachtet sie sich selbst. Sieht, dass sich  ihre Mundwinkel nicht zu einem zarten, elfengleichen Lächeln nach oben ziehen….

(Na ja, ich übertreibe etwas: Sooo elfengleich sieht es nicht  aus; schließlich ist Anna nicht mehr  14. Doch so fühlt es sich für sie an.)

…stattdessen sieht Anna heruntergezogene Mundwinkel. Sieht ihre traurigen Augen.

Anna quält sich aus dem Bett. Sie schlürft mit müden Schritten ins Badezimmer. Die Schultern hängen. Sie ist müde und mutlos. Am liebsten würde sie direkt wieder ins warme Bett krabbeln und die ….na ja, sagen wir, nächsten  100 Jahre schlafen. Nie mehr aufstehen.

Müde, mutlos, traurig.

Fu*ck, was ist hier los? Anna ist doch mein alter ego und ich bin die Glücks-Mentorin, die Mrs Happiness und Erfolg und alles easy und wo ist die nächste Herausforderung? Warum hängt jetzt mein verdammter Mundwinkel und warum könnte ich einfach losheulen?

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Cyrano und fremde Federn

Zutiefst berührt von den unendlich romantischen Zeilen, die vermeintlich ihr Mann ihr zweimal täglich an die Front schreibt, eilt Roxane durch die belagerten Linien, um eben diesem Geliebten zu gestehen, dass sie nun erkannt habe, dass ihre Liebe für ihn unendlich ist und unabhängig von seinem zweifellos schönen Äußeren. Sie liebe vielmehr seine Seele.

„So, eine verdammte Scheiße!“,

so oder so ähnlich, wird  Neuvillette in diesem Moment empfunden haben.

Denn die Romanfigur wusste, dass nicht er der wahrhaftige und berechtigte Empfänger der hingebungsvollen Liebe dieser anbetungswürdigen Frau war. Seinem väterlichen Freund Cyrano gebührte die Liebe der wunderschönen Roxane, denn er war der Verfasser der Zeilen, die Roxanes Seele berührt hatten.

Er hatte sich mit fremden, mit Cyranos Federn, geschmückt. Er hatte getäuscht, geblendet und sich die Liebe und Bewunderung Roxanes  erschlichen.

Ich sage es nicht gerne und ich sage es nicht leicht: So wie dem betrügerischen Neuvillette ging es mir kürzlich. Mich hat  lange das Kartoffelsalat-Chaos im Kopf geplagt, bis ich es erkannt habe. Doch die bittere Wahrheit ist: Ich hatte Angst, nicht zu genügen.

„Puh, das ist ja mal etwas ganz Neues, Frau Münster! Diese Angst kennen wir doch alle.“

Dieses Unbehagen steht ganz oft in direkter Verbindung zu seinem dunklen  Kumpel „Vergleich“, den wir auch alle kennen und fürchten.

Das ist wirklich nix Neues, nix für meinen Blog, nicht geeignet, um dich vom Gähnen abzuhalten.

Oder vielleicht doch? Vielleicht ist es doch interessant. Denn der Vergleich, den ich gescheut habe, der Anspruch, dem nicht zu genügen ich befürchtete, war der Vergleich mit

MIR.

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Der Glücksmeister Marathon

Es gibt die üblichen Miesepeter und es gibt dich. Du machst nicht mit beim kollektiven Jammerwettbewerb.

Wer sich runterziehen lässt, weil er es  einfach nicht hin bekommt den Grad des eigenen Glücklichsein  zu beeinflussen, ist selber schuld, ist deine Devise

und Annas.

Anna öffnet die Tür mit dynamischem Elan, streift sich klischeehaft die Heels von den Füßen, wirft ihre knallrote Louis-Vuitton schwungvoll auf den Stuhl und schmeißt sich strahlend wie ein Gücksschweinchen in ihr rotes Samtsofa. Sie ist so dermaßen euphorisch. Ihre Vision ist so groß und die Gespräche heute liefen nur für sie. Sie ist ihrem Traum ein großes Stück näher gekommen.

Anna lächelt breit wie Schweinchen Babe und ist glücksbeseelt. Neben diesem Etappensieg, der für ihr Business echt bedeutend ist, ist das Wichtigste für sie, dass sie glücklich ist. Sie weiß zwar nicht, was in einem Jahr sein wird, aber dennoch ist sie heute stolz und glücklich und zufrieden. Sie ist unendlich dankbar, dass dieser ganze Dankbarkeits-Selbstliebe-Krams endlich Früchte trägt und sie wirklich glücklich ist. Ganz tief drinnen. Aus sich heraus.

ANNA!!!!

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Meine erprobten INSIDERS: Diese vier Dinge unterlassen Frauen, die erfolgreich UND glücklich sind, garantiert

 

Es ist unmöglich erfolgreich UND glücklich zu sein! ODER?!!

Es gibt wahnsinnig erfolgreiche Frauen. Und es gibt Frauen, die unsagbar glücklich sind. Aber Frauen, die glücklich UND erfolgreich sind, gibt es nicht ganz so oft. Das passt irgendwie nicht. Fast vermessen erscheint der Wunsch.

Erfolgreich und glücklich. Pffff.

„Frau, bist du jeck?“

Es gibt immer zahllose Prediger, die gerade uns Frauen gern sagen, was geht und was nicht geht. Erfolg und Glück zu bekommen, gibt’s halt nicht.

Ich sage dir: Es geht so ziemlich alles, denn es ist dein Leben. Du kannst Kinder oder  Hunde oder keines von beidem haben. Du kannst in einer Beziehung leben oder Single sein. Du kannst in der hippen Großstadt oder zurückgezogen und vegan auf dem Land leben. Yogi oder Tabata-Anhänger. Offline oder online unterwegs. Selbstständig oder angestellt. Du kannst erfolgreich sein in deinem Leben und du kannst auch glücklich sein. Es ist alles möglich.

Ich weiß, wenn du dich umschaust, gibt es tatsächlich wenige Frauen, die beides hinbekommen.

Doch du musst nicht auf die schauen, die es nicht hinbekommen. Lass uns auf die Frauen schauen, die glücklich UND erfolgreich sind. Frauen, die ihren Traum leben. Frauen, die an ihren Traum glauben. Frauen, die bekommen, was sie wollen.

Was eint diese Frauen?

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Kampfansage an die Zeiträuber: Diese 11 Tipps sind dein Kickstarter

Du wärst schon längst auf dem Zenit deines Erfolgs, wenn es diese verdammte Zeit-Kiste nicht gäbe!

Die Zeit, von der einige Oberschlaue (das sind garantiert Singles, ohne Familie, ohne Job, ohne Freunde, ohne Sport, ohne Irgendwas und lügen tun sie auch) sagen, dass sie für alle gleich sei und jeder von uns exakt die gleichen 24 Stunden habe, ist der Killer Nummer 1. Wenn es diese fiese Zeitmisere nicht gäbe, hätte ich mein Buch schon zu Ende geschrieben, hätte ich einen Waschbrettbauch, wäre meine Website schon längst mal wieder up-gedatet und wäre ich mit meiner Mama schon längst in einen Wellnesstempel gegangen.

Doch Anna a.k.a. me, myself and I, weiß, wie es läuft: Eigentlich ist alles perfekt durchorganisiert. Ein langer Tag mit 1.000 Aktionen voller Liebe, Business und auch mit Alltäglichem, wie Spülmaschine ausräumen, neigt sich dem Ende zu. Anna hat noch ein wunderbares Bio-Mais-Hühnchen im Ofen gebraten, hübsch H.A.P.P.Y Challenge mäßig angerichtet, nett geplaudert beim Dinner. Vor dem Yoga hat sie noch das hippe Ofenselbstreinigungsprogramm auf den Weg gebracht, um dann in vollkommener Entspannung ihre Yoga-Session zu absolvieren. Doch dann holt sie das Leben ein: Das Selbstreinigungsprogramm bedeutet dann doch wohl eher, dass sie vor dem Start deselben schon mal  selber putzen soll, was sie nicht getan hat. Leichte Rauchschwaden suchen sich ihren Weg  und der Rauchmelder löst zuverlässig Alarm aus. Der Mann weiß überhaupt nicht, was los ist, der Hund heult  in Panik erbärmlich wie ein Disney-Wolf, dem Mutter, Vater und alle Geschwister in einer Nacht genommen wurden.

Chaos pur.

Anna bricht hektisch ihre Yoga Sitzung ab, ihre Ooom-Entspannung ist dahin und der Puls von gefühlt 22 (gibt es sowas?) auf gefühlt 3.000 (und das gibt es; ich bin mir so sicher),  versucht den heulenden Hund zu beruhigen, dem Mann in kargen Worte zu erklären was los ist und dann  reißt sie hektisch die Terrassentür auf und versucht auf dem Tisch hüpfend an den verdammten Rauchmelder zu kommen und das Ding zum Schweigen zu bringen.

Und ihre Planung und Entspannung ist dahin. Nicht zum ersten Mal.

Zeit ist das Dauerbrenner-Thema, aber für Frauen irgendwie ein bisschen mehr. Liebe Klischee-Polizei, verzeiht mir: Ich weiß, dass es auch Männer gibt, die dieses Problem haben. Und ja, ich weiß auch, dass es Frauen gibt, die diese Zeit-Kiste taff durchziehen. Ersetzt bitte einfach das Geschlecht, so wie es für euch passt. Ich nehme schlichtweg die Regel und nicht die Ausnahme.

Okay, Frauen und Zeit. Also, wir Frauen haben einfach häufiger das Problem unsere Bedürfnisse als Priorität Nummer 1 vor die Bedürfnisse anderer zu setzen. Also in meiner Welt jedenfalls. Und meine Welt ist voll von den talentierstesten, wunderbarsten, klügsten und lustigsten  Frauen ever. Doch alle eint, dass sie etwas (wieder Klischee-Alarm) Mütterliches haben. Dabei ist es vollkommen unwichtig, ob sie Mütter sind, waren oder überhaupt werden wollen. Es geht einfach nur um das, was ich mit mütterlich meine: Eine große, empathische Fähigkeit andere Menschen zu verstehen, abzuholen und zu unterstützen.

Ich weiß nicht, warum man diese Fähigkeiten mit dem Begriff des Mütterlichen verbindet. Ist aber auch wurscht. Wir können auch statistisch an das Thema gehen und dann wird meine These zu 100% bestätigt. Im dieswöchigen Spiegel wird  aufgerollt, wie sehr in Deutschland Frauen noch im Geschlechterklischee feststecken und wie stark das die Karriere und den Erfolg und die Finanzen von Frauen beeinträchtigt.

Und weil sich so viele Frauen mit dem leidigen Thema Zeit  herumschlagen, habe ich meine 10 besten Tipps gegen die Zeitfalle zusammengestellt – bullshit-frei, ohne Klugschnack und alltagserprobt:

Tipp 1 – Easy, aber effektiv: Drei Freunde, das sind wir

Ich überlege mir jeden Tag meine TOP 3. Die Dinge, dir mir wirklich wichtig sind und die ich unbedingt erledigen will. Ich schreibe diese Herzens-Aufgaben am Abend – ganz old-school – per Hand auf ein Blatt Papier und gleiche diese smarten Aufgaben am nächsten Morgen noch mal dahingehend ab, ob irgendein Feintuning notwendig ist (z.B. Kind krank, Kollege krank, Wellensittich tot, usw…) . Und dann GO!

Emails, Telefonate, Outlook-Erinnerungen, usw.. an jedem einzelnen  Tag können (und werden – that’s for sure) alle möglichen TO DO’s runterfallen, aber diese magischen Drei werden erledigt. Das hilft mir besonders, wenn ich eigentlich zu viele To Do’s  auf dem Zettel habe und schon vorher klar ist, dass ich nicht alles erledigen kann. FOKUS hilft immer.

Tipp 2 – Ungewohnt zwar, geht aber doch

Ich mache nicht alles selber. Hört sich ganz klar und einfach an, ist es aber nicht für jeden. Wenn mir jemand etwas abnehmen will, nehme ich einfach an. Gegen meinen ersten Impuls. Gegen den Gedanken, dass der andere Stress haben könnte, sich organisieren oder länger arbeiten muss. Meinem Mutti-Instinkt, der das kaum annehmen kann, verbiete ich den Mund:

„Klappe!“

Oder ich bitte sogar  um Hilfe oder  delegiere – was dann allerdings schon manchmal mit hart unterbundener Schnappatmung verbunden ist. Doch  ich halte es aus. Und ich halte es auch aus, wenn es dann etwas anders läuft, als ich es geplant hatte. Ich halte es auch aus, wenn es nur zögerlich erledigt wird. Und ich falle niemals in die Falle

„Ach, dann mach ich es lieber selbst!“

Das durchzuziehen schaffe ich nicht immer allein. Manchmal sind es die helfenden Hände meiner Töchter oder Freundinnen, die ein Zurückfallen in alte Muster verhindern.

Tipp 3 – Ehrlich, wen interessiert es, wer den Kuchen gebacken hat?

Nicht alles so wichtig nehmen. Es ist nicht relevant, ob der Kuchen am Wochenende gekauft oder von dir selbst gebacken ist.

Check mal vollkommen wertfrei, welche Arbeiten, die du gar nicht magst, du einfach weglassen oder verschlanken kannst. Da verbergen sich riesige, vollkommen unnötige Zeiträuber. Das alles sind Zeitfenster, die du für dich besser nutzen kannst.

Tipp 4 – Manifest gegen permanente Aktion

Tue einfach mal nichts. Nimm dir im  absoluten Chaos 10 Minuten nur für dich. Meditiere. Geh spazieren oder mach Yoga. Mehr dazu kannst du hier lesen.

So bekommst wieder den Fokus und bist überhaupt erst in der Lage, vernünftig zu liefern.

Tipp 5 – Vergiss die klugen Tipps (also außer meine)

Definiere DEINE Prioritäten und schenke genau diesen deine Zeit aus vollem Herzen. Denn die anderen haben keine Ahnung davon, was dir wichtig ist und was für dich Erfolg und Glück bedeutet. So habe ich kürzlich auf einer Seite für männliche Freiberufler den Tipp gelesen, dass sie ihrer Familie verbieten sollten, in den  definierten Ruhezeiten das Arbeitszimmer zu betreten.

In einem Bericht für weibliche Unternehmerinnen stand hingegen, dass sie der Familie immer Prio vor dem Job einräumen sollten.

Lösung: Die Wahrheit kennst nur du. Und wenn du  genau auf dein Herz hörst, machst du es richtig.

Tipp 6 – Einen Scheiß muss ich

Ich arbeite konsequent daran,  die Worte „Ich muss“ aus meinem Wortschatz zu streichen.

Wie meine liebste Accounty-Dingens-Partnerin Christina Baier zu sagen pflegt:

„Einen Scheiß muss ich.“

Hinter diesem Satz steckt eine große Wahrheit. Wie oft verstecken wir uns hinter dem, was wir vermeintlich müssen, um dem, was wir wollen, nicht oberste Priorität einzuräumen? Ich ertappe mich dabei ständig. Die Worte „ich muss…“ strömen wie selbstverständlich aus meinem Mund und nehmen mir vermeintlich die Entscheidungsmöglichkeit über meine Zeit.

Doch mit dieser bittersüßen Formulierung delegieren wir die Verantwortung und kuscheln uns in die Opfer-Ecke. Einen Scheiß musst du. Streich „ich muss“ rigeros aus deinem Vokabular und entscheide dich bewusst: Ich möchte meinen Sohn vom Fußball abholen, ich will diese Auswertung nochmal durchgehen, ich möchte mit dem Hund Gassi gehen, ich möchte erst die Wäsche waschen, bevor ich diesdas mache. Du triffst die Entscheidung. Nicht immer voller Liebe. Aber immer in voller Verantwortung. Und das Süße, gibt dir echte Zeit-Hoheit. Denn du kannst selbstverständlich auch sagen:

„Nein, ich möchte nicht kochen. Ich möchte erst dieses Angebot zu Ende schreiben.“

Indem du jeden Tag auf’s Neue daran arbeitest „ich muss“  zu canceln, erlangst du immer mehr Hoheit über deine Zeit – und ja,  dieses klebrige „ich muss“ rutscht mir auch ständig heraus. Gerade deshalb arbeite ich umso härter daran, diesen fiesen, unerwünschten Bewohner „ich muss“  aus meiner Hütte zu schmeißen – egal wie oft ich drüber stolpere.

Tipp 7 – Routine versus Abenteuer light

Routine wird eigentlich als hoch effektives Time-Tool gehandelt. Das ist auch bis zu einem gewissen Grad richtig, doch irgendwann hast du so viele Rituale, dass du für die Erledigung aller den ganzen Tag brauchst und abends das Gefühl hast, überhaupt nicht zu deinen Sachen gekommen zu sein. Die Quintessenz ist, dass  Routine allein  nicht immer hilft.

Ich versuche deshalb stattdessen  gelegentlich etwas Neues zu machen. Es ist egal, was das ist. Lad den Strassenmusikanten zu euch zum Dinner ein. Färbe dir die Haare grün. Sag einen Tag lang nur 100% die Wahrheit.

Okay, so krass muss es nicht sein. Manchmal reicht es schon, dass du einfach einen anderen Weg ins Office fährst. Spontan im Café frühstückst. Oder Killer Heels trägst, wenn du sonst eher zur Sneakers Fraktion gehörst.

Gewinnst du damit wirklich Zeit? Nicht unbedingt. Aber dein Gefühl zu deiner Zeit-Hoheit verändert sich. Du erkennst, dass du die Königin deiner Zeit bist.

Top 8 – Dreimal ist Bremer Recht

Einer meiner Lieblings-Tricks. Ich bin darin zwar noch keine Expertin, aber ich arbeite daran – weil es sich lohnt.

Ich sage dreimal nein, bevor ich einmal ja sage. Sounds stupid? Ja, vielleicht, aber für mich funktioniert es. Wenn es dir so geht wie mir, prasseln täglich zahllose Bitten auf dich ein: „Kannst du das mal quer lesen?“, „Kannst du das Geschenk besorgen?“, „Würdest du bitte xy anrufen?“. Ich sage gern und ich sage oft ja. That’s me.

Doch ich weiß auch, dass ich meine Zeit will. Für mich, für meine Projekte, für meine Ziele. Darum verteile ich „Neins“. Das fällt mir schwer. Manchmal verschlucke ich mich fast daran. Aber ich ziehe es durch.

Und neben der Zeit, die ich dadurch gewinne, mache ich manchmal sogar andere Menschen happy, die sich freuen endlich einmal mir etwas geben zu können.

TOP 9 – Verordne dir nicht die Kreuzigung

Jeder, wirklich jeder Time-Hacker verordnet dir eine Email und Social Media Diät:  Mails & Co nur once or twice a day, Apps löschen, Emails erst ab Mittag checken. Alles kluge Tipps. Die kann ich dir weiter empfehlen. Wenn du sie durchziehst – konsequent – wirst du richtig Zeit für dich gewinnen.

Aber hier geht es um meine besten Tipps und zwar bullshit-frei. Da ich genau diesen wirklich super guten Tipp selbst nicht hinbekomme, will ich dich auch nicht verscheißern und dir Wasser predigen, während ich Wein trinke.

Was für mich jedoch funktionieret, ist, jeden Tag bewusst zu entscheiden, wie ich meinen Social Media Tag und Email Tag  heute gestalte. Passt ein Intervall? Alle 3 Stunden, eine 5 Minuten Pause jede Stunde oder gibt’s zwischen 9.00 und 16:00 ne Null Diät und danach freien Konsum? Ich überlege mir jeden Tag, welches meine Tagesziele sind und wie Email & Co dazu passen und ich erlaube mir dann genau das, was dazu passt.

Meine bester  Weg ist also mich zu fragen: Was bringt mich heute genau dahin, wo ich hinwill? Was macht mich glücklich ? Und was bringt mir meinen Erfolg? Und genau das erlaube ich mir dann.

Diese Flexibilität  bringt mir  richtig viel Zeit.

Top 10 – Make it or shake it

Wenn mich Aufgaben erreichen, die wahnsinnig schnell und easy von mir und zwar in weniger als fünf Minuten zu erledigen sind, dann mache ich sie direkt und auch selber. Denn sie zu delegieren oder auch nur zu terminieren, würde mich mehr als fünf Minuten kosten und deshalb ist done in diesem Fall besser als schieben.

Top 11 – Darf’s vielleicht 100g sein?

Die meisten meiner Aufgaben, die ich dauerhaft und anhaltend und zu meinen wirklichen Seelenschmerz permanent aufschiebe, sind mega Aufgaben. Aufgaben, die so groß sind, dass ich gleich die ganze Welt retten könnte. Na ja, ein bisschen übertreibe ich, aber ein Buch ist nicht so schnell geschrieben, eine neue Website nicht mal eben konzipiert und eine neue Marketing Strategie nicht aus der Hüfte geschossen. Das sind Mammut-Projekte.

Mein Mega-Tipp für Mega-Aufgaben ist unschlagbar für mich: Hau das verdammte Ding kaputt. Zerschlag es. Mach draus ein 10.000 Teile Puzzle. Nicht eines, dass du mal eben erledigt, sondern eines, das du auf einem separaten Tisch in  mehreren gemütlichen Abenden zusammensetzt. An diesen kuscheligen und fokussierten Abenden machst du vielleicht jeweils  100 Teile, möglicherweise auch weniger. Du machst einfach so viele, wie es zu deinem Tag passt.

Genauso kannst du es mit deiner Mega-Aufgabe machen. Nimm z.B. die neue Webseite: Schreib heute die Texte für die „Produkte“-Seite und in einer Woche machst du die „Services“-Seite. Mach einfach deinen persönlichen Himalaja-Trip  machbar, in dem du 100 kleine Anstiege draus machst.

Probiere doch mal einen Tipp aus und lass mich wissen, ob es bei dir auch funktioniert. Was ist dein   Trick für DEINE  Zeit?

Und jetzt wünsche ich dir ein ganz wunderbares Wochenende, an dem du die Zeit einfach fließen lassen und das Leben genießen kannst.

Take care und bleib glücklich

 

Deine Claudia

Beraten ohne zu verar**hen

Anna stößt einen tiefen Seufzer aus. Sie weiß es ganz genau: Wenn sie nur noch von einem einzigen, unübertroffenen, weltbesten und superpowerpushenden Experten lesen muss, wird ihr speiübel.

Meine süße Anna widmet sich  ihrem Job, ihrer Familie, ihren Freunden, ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrem Mindset  gleichermaßen mit großer Begeisterung, Ernsthaftigkeit und Engagement. Doch es gibt noch etwas anderes, das ist ihr wirklich wichtig  ist: Sie will ein guter Mensch sein. Sie möchte ein glücklicher Mensch sein.

Annas Ziel – neben den konkreten, monetären oder auch ideellen Zielen –  ist es, zu wachsen. Sie möchte die beste Version ihrer selbst sein. Begreift ihr Leben als eine Reise. Immer weiter. Hingucken. Verstehen. Und wieder ein Stückchen weiter. Weitergehen und weiter beobachten, teilhaben und lernen. Für  Inspirationen  und Begegnungen offen sein. Immer weiter. Es gibt kein Ende.

Ja, sie hat Ziele beruflicher und ideller Natur. Doch für ihr persönliches Wachstum gibt es kein Ziel. Das einzige Ziel ist es, den eigenen Ansprüchen zu genügen. Nicht bequem zu werden. Und den eigenen Ansprüchen Flügel zu geben, sie wachsen zu lassen.

Und deshalb liest Anna Bücher. Ist in Foren unterwegs. Folgt Blogs. Diskutiert mit Familie und Freunden und manchmal auch Fremden über Dinge, über das Leben und über Werte. Über richtig und falsch. Über Gut und Böse. Über Wege und Erkenntnisse. Über Wachstum und manchmal auch über Netflix und den neusten Tüllrock (ich will ja Anna nicht in den Olymp heben, sondern fein bei der Wahrheit bleiben).

Anna nimmt die Inspirationen auf, die ihr Leben bereichern. Sie zum Nachdenken bringen, ihr helfen zu wachsen.

Doch was zu viel ist, ist zuviel!

Ob online oder offline die Zahl der selbsternannten Experten wächst. Wächst immer weiter, reicht schon bis in den Himmel. Immer neue Wortkonstruktionen. Der Glücksmacher-Experte, die Jobkreatörin-Expertin , der Liebeslover-Experte, die Lunchlowcarb-Expertin, der beyourextremeFashion-Experte.

Leute, was ist mit euch los?

Anna möchte wachsen. Ja, und zwar in jeder Hinsicht. Ihr ist kein Umweg zu weit und sie scheut auch nicht die fiesen, tief sitzenden Erkenntnisse. Die, die wirklich weh tun, die deinen Blick in den Spiegel mit Tränen verschleiern, weil du etwas gesehen hast, was du lieber nicht gesehen hättest.

Die Moment, wenn du siehst, dass du bequem, behäbig und auch gemein sein kannst. Vielleicht nur in Ansätzen, aber deinem Qualitätsanspruch genügt es  dennoch nicht.

Genauso ist Anna. Sie sieht, was sie sehen muss, wenn der Weg es notwendig macht. Also erzähl ihr nichts von Komfortzone.

„Komfortzone. What’s that, Sweety?“ – Anna

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Karriere- und Glücksbremse No. 1: Die sagenumwobene, weibliche Anpassungsfähigkeit

Manche Mythen halten sich hartnäckig. Zu den sagenumwobenen, hochgepriesenen Mythen gehört das Hohelied auf die Fähigkeit sich anzupassen.

Ganze Karrierefibeln und -Bibeln stimmen in den Lobgesang ein.  Anpassungsfähigkeit wird als DIE Key-Kompetenz für andauernden Erfolg, hohe Zufriedenheit, immerwährende Liebe und ungeheure Teamfähigkeit gepriesen.

Was hat es eigentlich mit dieser Schlüsselkompetenz auf sich? Bist du wirklich verloren, wenn du dich mal nicht anpassen willst? Und warum verdammt noch mal, wird diese süße kleine Nettigkeit wie selbstverständlich uns Frauen als qua Geburt mitgegeben vorausgesetzt?

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Schluß mit dem Kuschelkurs oder von der Süße des Leidens

„Ich zähle nicht alle Liegestützen, die ich mache. Ich zähle erst die,  die richtig weh tun.“ sagte der legendäre Bruce Lee sinngemäß.

Diese Aussage läßt mich nicht mehr los. Was bedeutet diese Aussage für mich, geäußert von einem Mann, der mit beiden Armen 1.600 push-ups am Stück, 400 Stück einarmig und 200 Liegestütz einarmig mit nur zwei Fingern machen kann? Was für ein Denken steckt dahinter? Und was hat Bruce Lee hier auf dem Blog zu suchen? Hier geht es um Glück.

Ja, aber eben auch um Erfolg.

Bruce ist der legendärste Kampfkunstsportler aller Zeiten, war Schauspieler und philosophischer Lehrer. Unzählige seiner Leistungen sind bis heute unerreicht. Seine Trainingstechniken sind legendär. Es ist zweifellos so, dass die Tatsache seiner Unglaublichkeit auch seinem unermüdlichen Training geschuldet war. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn Bruce war einer Begründer der Erkenntnis, dass der Körper dem Geist folgt.

Die Kämpfe werden im Kopf gewonnen.

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Bunt ist das neue Schwarz – eine moderne Weihnachtsgeschichte

Mutter, Vater, Kind. Der Karpfen in der Badewanne. Die Würstchen mit Kartoffelsalat auf dem Teller. Alles geregelt, alles perfekt.

Diese starren und klaren Rituale sind verschwunden. Die Welt ist bunt und genau so vielfältig sind die Familien. Mit und ohne Kinder. Patchwork. Single-Mom. Double-Dad. Gesuchte Gemeinschaft – ohne Familie – verteilt auf der Welt. Punsch-Glas in der Hand. Am Rand der Piste, in den Alpen, in der Karibik, an Bord des Schiffes.

Keine starren Regeln.

Genau das Fehlen der Regeln kann aber auch ein Übermaß an Pflichten erzeugen. Gerade weil es keine Regeln gibt. Weil Patchwork und modern seinen Weg sucht. Moderner Lifestyle konkurriert mit der Sehnsucht nach dem Vanille-Kipferl.

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