Zwei todsichere Tricks wie dich ein Streit weiterbringt

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Konflikt als Chance ist das Thema von Christinas aktueller Blogparade  auf ihrem Blog www.mediation-wenz.de, das ich nur allzu gern aufgreife. Ein Konflikt ist immer eine Chance. Die Frage ist, ob wir sie erkennen und  nutzen. Früher habe  ich als Rechtsanwältin gearbeitet und in dieser Zeit  war ein Konflikt die Chance Geld zu verdienen. Diese Art der Auseinandersetzung war nicht sehr zweckmäßig (außer für meinen Umsatz), da zumindest eine Person unbefriedigt aus der Auseinandersetzung  ging. Im Privatleben ist es nicht anders. Wenn wir uns streiten, gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Du hast Recht oder du hast Unrecht. So einfach ist das. Aber es kann auch anders sein. Mit zwei Tricks kannst zu es schaffen, einen Streit als Chance für  mehr Verständnis füreinander und ein besseres Miteinander zu nutzen.

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Weekend shot # 2 Entspannt und selbstständig: Diese fünf Fähigkeiten brauchst du!

Das Thema der Blogparade „Entspannt selbständig“ von www.simoneweissenbach.com ist eine echte Herausforderung. Selbstständigkeit und Entspannung ist in unseren Köpfen so weit voneinander entfernt, wie nur irgendwie vorstellbar. Wenn Entspannung an dem einen Ende einer fiktiven Stress-Skala auf „0“ steht, befindet sich Selbstständigkeit bei „100“. Entspannt selbständig ist der schwarze Schimmel, der blondgelockte Jüngling oder der stille Schrei. Selbständig und entspannt passen einfach nicht zusammen!

Was braucht es also um entspannt selbständig zu sein?

Du brauchst fünf Fähigkeiten um in deiner Selbstständigkeit entspannt zu sein:

 

1. Du musst großartig im Scheitern sein

2. Du musst dich mit den richtigen Leuten umgeben

3. Du musst dich entwickeln wollen

4. Du hast das Recht hier zu sein

5. Du musst den hypothetischen SUPER-GAU ertragen

Mehr zu den fünf Fähigkeiten, die du trainieren und wie du deine Körperfunktionen dahingehend kontrollieren kannst und wie das dich in eine entspannte Selbstständig führt, erfährst in dem kompletten Beitrag – wann immer du Zeit und Lust hast http://claudiamuenster.de/index.php/2015/10/24/entspannt-selbstaendig-diese-fuenf-faehigkeiten-brauchst-du/

Deine

 

Claudia

 

Entspannt selbständig: Diese fünf Fähigkeiten brauchst du

 

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Das Thema der Blogparade „Entspannt selbständig“ von www.simoneweissenbach.com ist eine echte Herausforderung. Selbstständigkeit und Entspannung ist  in unseren Köpfen so weit voneinander entfernt, wie nur irgendwie vorstellbar. Wenn Entspannung an dem einen Ende einer fiktiven Stress-Skala  auf „0“ steht, befindet sich Selbstständigkeit bei „100“. Entspannt selbständig ist der schwarze Schimmel, der blondgelockte Jüngling oder der stille Schrei. Selbständig und entspannt passen einfach nicht zusammen!

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Weekend shots # 1 Wenn dich die Verzweiflung übermannt: In vier Stufen zum Loslassen

Kennst du  das? Du willst etwas unbedingt hinbekommen und es klappt trotz aller deiner Versuche nicht.

  • Du bekommst Zweifel an deinen Kompetenzen und fängst an dich zu vergleichen.
  • Du verzeihst dir  nicht  deine Unfähigkeit, die  Aufgabe zu bewältigen und stellst dich  und deine Fähigkeiten insgesamt in Frage.
  • Du bist in diesem Zustand der Verzweiflung nicht in der Lage, dich in ein  positives mindset zu bringen und durchläufst verschiedene emotionale Phasen, die dich jedoch nicht voranbringen, sondern nur immer weiter runterziehen.

In diesem Beitrag zeige ich dir die vier  Stufen dieses Prozesses und wie du aus diesem Kreislauf ausbrichst und das Problem einfach loslässt.

Lust und Zeit auf mehr? Dann lese hier den kompletten Beitrag http://claudiamuenster.de/index.php/2015/10/17/wenn-dich-die-verzweiflung-uebermannt-in-vier-stufen-zum-loslassen/

Deine

 

Claudia

Wenn dich die Verzweiflung übermannt: In vier Stufen zum Loslassen

Wer kennst das nicht? Du willst etwas unbedingt hinbekommen und es klappt einfach nicht. Du gehst strategisch an die Lösung heran. Du setzte dein know-how ein und wenn das nicht klappt, holst du dir im nächsten Schritt Hilfe bei  allen dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten: Foren, YouTube, Literatur usw.. aber alles hilft nichts: Du findest nicht die  Problemlösung. Du investierst Stunden und Tage, du kümmerst dich nicht um die Dinge, die eigentlich anstünden, weil du es unbedingt schaffen willst. Du kannst es nicht akzeptieren, dass du es nicht schaffst.

Ich will dir ein Beispiel von mir erzählen, dass eigentlich lächerlich ist und doch war es das für mich nicht. Und ich bin mir sicher, auch du kennst das. In meinem Fall  ging es  um diesen kleinen Button

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Wie ich in die Anerkennung komme

Anerkennung ist ein zutiefst menschliches Grundbedürfnis, nach dem  wir alle dürsten. Diesem Bedürfnis kann sich niemand entziehen, da es biochemisch in uns angelegt ist. Wenn wir Anerkennung bekommen, schüttet unser Körper das sogenannte Glückshormon Dopamin aus. Und wir wollen immer wieder und immer mehr Anerkennung, um in den Zustand dieses Glücksgefühl zu kommen. Wie ich selbst in die Anerkennung komme, schreibe ich gerne nach dem Aufruf zur Blogparade von www.nicole-bailer.de zu diesem Thema.

Bei Anerkennung denken wir zunächst an  die soziale Anerkennung von außen. Wir wünschen uns so sehr Lob zu  bekommen für das, was wir sind und tun. ABER, diese Sehnsucht nach sozialer Anerkennung macht uns, in einer von uns nur bedingt  zu beeinflußenden Weise, abhängig von anderen Menschen. Was aber, wenn das Lob und damit die  Anerkennung von außen einmal  nicht in einem für dich ausreichenden  Maß kommt? Und was, wenn etwas, dass dir wichtig ist und auf das du stolz bist, von anderen Mensch nicht als positiv empfunden wird und du gar keine Anerkennung, sondern im Gegenteil Kritik bekommst?

Gewinne Distanz zur sozialen Anerkennung. Du musst lernen dir selbst Anerkennung zu geben.

Natürlich freue auch ich mich über Anerkennung von außen. Es ist wunderbar, für etwas, dass du geleistet hast oder bist, Anerkennung zu bekommen. Aber es wird nie genug Anerkennung von außen geben, weil wir immer mehr und immer wieder in diesen befriedigenden Zustand gelangen wollen. Wie bei einem Süchtigen  ist unser Bedürfnis   nach unserer  Ration Dopamin unstillbar. Und das ist nicht lediglich eine Metapher; auch bei Drogenkonsum werden Dopaminzellen aktiviert.

Ich kann mich  auch nicht freimachen von der  Sehnsucht nach der befriedigenden Anerkennung von außen. Aber ich will nicht gänzlich davon abhängig sein. Außerdem  will ich nicht  meiner Umwelt  die“Last“ für mein Glücksgefühl, dass ich  im Zustand der Anerkennung empfinde, auferlegen.

In mir ist der tiefe Wunsch erfolgreich glücklich zu sein. Und deshalb sorge ich fast  schon projektartig dafür, dass ich auch aus mir selbst heraus in die Anerkennung komme.

Und wie mache ich das?

Da bei mir sowohl Kopf als auch  Seele sehr ausgeprägt sind, arbeite ich auf zwei Ebenen daran selbst in die Anerkennung zu kommen.

  • Ich emanzipiere mich von dem Wunsch  der Anerkennung von außen.

Das mache ich, indem ich ganz gezielt an meiner subjektiven Haltung arbeite. Wenn mir ein Projekt, eine Leistung oder auch ein Plan wichtig ist, versuche ich zu erkennen  und zu akzeptieren, dass dieses Thema zunächst einmal ausschließlich  MIR wichtig ist. Es kann sein, dass es niemanden anderen interessiert oder auch, dass meine Umwelt das Projekt vollkommen anders bewertet. Das, was ich als eine großartige Leistung empfinde, kann von meinen Mitmenschen  negativ empfunden werden. Oder sie haben einfach nicht die Zeit, um mir Anerkennung in dem Maß zu geben, wie ich es mir wünsche.

Natürlich macht sich in  solchen Situationen – die selten vorkommen – in mir zunächst Enttäuschung breit. Mich dürstet es nach Anerkennung und  doch  bekomme ich sie möglicherweise  nicht von außen oder nicht in dem Maß, in dem ich in kindlich naiver Weise glaube, dass sie mir zusteht. Dann kommen Gedanken in mir hoch, dass ich diese Anerkennung doch wohl verdient habe, weil ich selber zuvor Anerkennung gegeben haben. Hört sich an wie ein Deal, oder? Ich habe dir gegeben, also gib jetzt die mir zustehende Anerkennung ebenfalls zurück. Ich habe dich immer unterstützt..ich, ich, ich. Aber wenn ich erst in diese Geisteshaltung gekommen bin, habe ich mich von der Erlangung sozialer Anerkennung ganz weit entfernt. Denn unsere Umwelt spürt unseren Wunsch oder fast schon unsere Forderung nach Anerkennung und wird sich  mit schöner Regelmäßigkeit dagegen wehren auf Knopfdruck abzuliefern.

Das ist der Punkt, an dem ich versuche, aus mir  herauszutreten. Ich versuche die Sichtweise einer dritten, neutralen Person anzunehmen. Ich frage mich zunächst, ob es wirklich so ist, dass ich die Ideen meiner Umwelt, egal ob die des Partners, der Freundin oder des Kollegen immer unterstützt habe. Gab es nicht auch viele Projekte von Mitmenschen, die ich nicht unterstützt habe, einfach weil ich sie nicht gut fand, sie mich nicht interessiert haben oder ich  mit anderen Themen viel zu sehr beschäftigt war, um Anerkennung zu geben? Leider muss ich diese Frage für mich dann häufig bejahen. Ich erkenne, dass diese Gutmensch-Haltung, die ich eingenommen habe, einfach nicht der Realität entspricht.

Wenn ich es geschafft habe, das zu erkennen, wird es viel leichter für mich zu akzeptieren, wenn meine Umwelt mir mal nicht die gewünschte Anerkennung gibt. Ich kann akzeptieren, dass das nicht unbedingt mit der Qualität meiner Leistung zu tun hat, sondern viele Ursachen haben kann. Ich erkenne, dass meine Umwelt meine Idee auch nicht gut finden und anerkennen MUSS. Es ist nicht ihr Job.

Auf diese Weise  habe ich eine Distanz gewonnen zu dem Wunsch nach der Anerkennung von außen. Es ist meine Aufgabe meine Leistung  zu würdigen. Deshalb stelle ich mir die Frage, ob ich das, was ich geschafft habe, für gut halte, ob ich stolz darauf bin. Und wenn ich das bejahen kann, bin ich bereits auf einer Ebene der Anerkennung. Ich kann meine Leistungen sehen, kann die Freude darüber  und den Stolz spüren. Und zwar auch, wenn ich keine soziale Anerkennung dafür bekomme.

  • Ich nutze die menschliche Biochemie. 

Wenn ich es geschafft habe in einen Zustand der Anerkennung,  nutze ich zusätzlich („better safe than sorry“, wie eine sehr kluge und mir wichtige Frau zu sagen pflegt)  die Kraft der Biochemie, um weiter in  die Anerkennung zu kommen und diesen Zustand auch zu halten. Zunächst ist da das Dopamin, dessen Produktion ich ankurbele, in dem ich selbst meine Leistungen würdige und anerkenne und lobe. Ich habe mit dieser eigenen Anerkennung das  Belohnungssystem meines Gehirns angezapft und gebe mir exakt  die Dosen Dopamin, die ich benötige. Und das hat noch einen sehr angenehmen und produktiven Nebeneffekt: Studien haben ergeben, dass nichts die Motivation so antreibt wie Anerkennung. Durch die eigene Anerkennung  bekomme ich also nicht nur mein Dopamin, sondern ich werde hoch motiviert und kann mein Projekt, mein Geschäft oder was auch immer mir wichtig, vorantreiben.

Außerdem gibt es noch ein weiteres Helferlein in unserem wunderbaren Körper. Das Hormon Oxytocin. Oxytocin ist ein Hormon, das auch Kuschelhormon genannt wird.  Schon ein Händeschütteln sorgt dafür, dass Oxytocin von unserem Körper ausgeschüttet wird. Bei innigen, menschlichen Kontakten wie Sex, Stillen oder auch einer Umarmung, sorgt Oxytocin dafür, dass ein tiefes Verbundenheitsgefühl entsteht. Ein ausreichender Oxytocin-Spiegel führt außerdem zur Reduktion von Stress, reduziert Aggressionen und fördert Empathie. Und das Wunderbarste an Oxytocin ist, dass es auch ausgeschüttet wird, wenn wir andere Menschen unterstützen oder ihnen helfen.

Wir können  dieses komplexe biochemische System, das in unserem Körper angelegt ist, also nutzen, um den Zustand der  Anerkennung, in den wir selbst gelangt sind, zu unterstützen und zu halten. Darum versuche ich, auch wenn ich gerade intensiv mit etwas beschäftigt bin, was mir sehr wichtig ist,  meine Mitmenschen zu sehen und   ihnen Unterstützung zu geben, wenn es gewünscht wird.  Ich suche nach menschlicher Nähe und gebe Zuneigung. Mein Körper und meine Seele danken es mir und ich empfinde Ruhe, Zufriedenheit und Glück.

Und so komme ich, in dem ich den Wunsch nach Anerkennung, als  MEIN  EIGENES PROJEKT begreife und gezielt daran arbeite, in die eigene Anerkennung.

Wenn du es geschafft hast, dich  unabhängiger von der sozialen Anerkennung zu machen und  dir selber die Anerkennung gibst, die du brauchst,  wird deine Umwelt  das spüren. Und durch diese positive und zufriedene Ausstrahlung wird wie durch   ein Wunder auch die Anerkennung von außen zu dir kommen.

Deine

 

Claudia

 

 

Wie Dankbarkeit dir hilft aus der Krise zu kommen und erfolgreich zu sein

Dankbarkeit zu empfinden, wenn du in der Krise steckst?  Und zusätzlich  noch erfolgreich werden: Wie soll  das zusammen passen?

Du steckst mitten in einer Krise, die dir alles abverlangt. Und in Bezug auf dein Erfolgskonto  stehst du  am Anfang, du hast gerade nicht DAS, was du dir so sehr wünschst. Ob das beruflicher Erfolg, ein ausgefülltes Privatleben oder der Wunsch ist, mehr du selbst zu sein, ist dabei bedeutungslos. Du empfindest so vieles in dieser Situation, aber Dankbarkeit sicher nicht. Wofür auch? Es ist so viel natürlicher in dieser Zeit Unzufriedenheit, Frustration und Wut zu empfinden.

Doch gerade Dankbarkeit wird dir helfen, aus der Krise zu gehen und fokussierter auf die Erreichung deines Ziels zu werden. Und du wirst deine Ängste, Sorgen und Wut verlieren, wenn du in die Dankbarkeit gehst.

Im Frühjahr hat Mara Stix auf www.marastix.com eine Blogparade zum Thema Dankbarkeit ins Leben gerufen. Viele Blogger haben sich an der Aktion beteiligt und von vielen gab es ungewohnte, sanfte und emotionale Beiträge. Das war eine sehr schöne und berührende Idee. Die Aktion ist zwar vorbei, aber das Thema brennt mir trotzdem unter den Nägeln.

Besinne dich zunächst auf das Essentielle. Du wirst  erkennen , dass jeder einzelne von uns es unglaublich gut hat. Ende 2012 haben 11%  der Menschheit  keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser gehabt und  925 Millionen Menschen  hungern weltweit. Das bedeutet, dass du und ich in einer unglaublich privilegierten Situation sind, in der die Versorgung dieser Grundbedürfnisse überhaupt kein Thema sind. Obwohl wir diese Zahlen tatsächlich oder aber intuitiv kennen und deshalb wissen, dass es uns besser geht als einem großen Teil  der Menschheit, will sich eine tiefe und wahrhaft empfundene Dankbarkeit nicht einstellen. Es ärgert uns trotzdem, wenn wir einen Auftrag nicht bekommen haben, der Partner nervt, andere mehr Urlaub haben. Diese Divergenz zwischen dem, was wir intellektuell wissen und dem, was wir empfinden, ist zutiefst menschlich. Ist Selbstschutz und Teil der schützenden selektiven Wahrnehmung.

Das ist  der emotionale Alltag, den wir alle kennen. Und den wir uns auch verzeihen sollten. Aber was, wenn wir auch in Momenten der Besinnung und der Krise nicht mehr wissen, wofür wir dankbar sind und sein sollten? Die Kraft der negativen Gefühle zieht uns immer tiefer und tiefer hinein in den Status des unzufriedenen und nicht erfüllten Menschen. Wir sehen unser eigenes Leben und da gibt es so vieles, was wir wollen und nicht bekommen. Da sind unerwünschte Wünsche und Träume. Außerdem ist da noch diese schwere Ausnahmesituation, die dir zu viel  abverlangt.

So war es auch bei mir. Ich hatte ein verdammt gutes Leben. Ich bin ein positiver Mensch. Und  doch war da latent so ein Gefühl zu wenig Zeit und  zu viel Arbeit zu haben. Zu wenig das zu tun, was ich wirklich liebe. Und dann kam der Tag, der alles änderte. Dieses Tag war grauenvoll und lähmend. Der Mann den ich liebe, wäre unter dramatischen Umständen beinahe gestorben. Dass mein Mann überlebt hat, ist ein Wunder.

Neben der Angst kam die Wut. Warum passiert mir das? Du kennst das sicher. In deinem Leben tritt eine bedrohliche Krise ein und du kommst aus dem Geflecht der negativen Gefühle nicht heraus. Das Gefühl, vom Leben ungerecht behandelt worden zu sein, ist übermächtig. Deine Ohnmacht in dieser Situation zurecht zu kommen, überschattet alles. Selbst der nächste, kleine  Schritt ist eine große Hürde für dich und du siehst keine Ausweg.

Aber du hast die Lösung in dir. Dein Geist und dein Mindset entscheiden darüber, wie du deine ganz persönliche Krise überstehst und wie du aus ihr hervorgehst.

Du hast die Wahl, deine persönliche Krise als Angriff der Welt zu bewerten und mit deinem Schicksal zu hadern. Diese Haltung wird dich nicht weiterbringen. Der Raum, den du den negativen Gefühlen gibst, wirst dich erdrücken und dich in einen Kokon aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit  gefangen halten. In dieser Geisteshaltung wirst du keine Kraft und keine Zuversicht finden.

Welchen Weg gibt es also für dich aus der Krise? Da gibt es natürlich viele rein praktische Aktionen, die du vornehmen kannst und zum Teil auch musst. Wenn du z.B. unerwartet deinen Job verloren hast, ist es zweifelsohne  notwendig, dass du dich zunächst  darum kümmerst einen neuen Job zu finden, um finanziell zurecht zu kommen. Wenn du aber nicht an deinem Mindset arbeitest, wird die Wut und Trauer und Frustration, über die Ungerechtigkeit und das Unglück, das dir widerfahren ist, bleiben. Diese innere Unzufriedenheit bleibt somit auch im neuen Job bei dir.  Sie wird dich daran hindern, im neuen Job dein Potential zu entfalten. Wenn du also gestärkt aus der Krise hervorgehen willst und nicht einfach nur weiter machen möchtest, ist es unumgänglich, dass du an deiner Unzufriedenheit, deiner Wut und deinen Ängsten arbeitest.

Deshalb nutze die Krise! Besinne dich darauf, wofür du DENNOCH dankbar bist. Versuche, das Geschehene aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Welche Chance liegt in der Krise?

Jedes noch so schlimme und unangenehme Ereignis birgt auch etwas in sich, dass du vielleicht noch nicht sehen kannst.

  • Jobverlust: Warst du in deinem alten Job absolut glücklich und zufrieden? Wurdest du gekündigt, weil du deine  Arbeit nicht gut genug gemacht hast? Das könnte daran liegen, dass du deinen Job nicht geliebt und nicht 100% gegeben hast. Wie wäre es, wenn du dich stattdessen fragen würdest, in welchem Job du dich  wohl fühlen würdest. Du könntest die Chance nutzen, dich neu zu orientieren und nicht mehr einen Job anzunehmen, der für dich nicht der richtige ist.
  • Dein Partner hat dich verlassen: Frage dich ganz offen und selbstkritisch, ob die Partnerschaft wirklich perfekt für dich war. Sicher gab es vieles in der Partnerschaft, was auch für dich nicht gestimmt hat. Konntest du ganz du selbst sein in dieser Partnerschaft? Du hast jetzt die Chance dich zu fragen, was genau du aus einer Partnerschaft gewinnen möchtest. Und wie der Partner sein muss, der wirklich zu dir passt.

Versuche deine ganz persönliche Krise unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sehe die Chance, die sich dir bietet.

Und erkenne:  Wofür bist du – trotz und gerade in deiner Krisensituation –  dankbar?

Ich habe für mich erkannt, dass es destruktiv ist meinen Fokus ausschließlich darauf zu richten, warum uns dieses Unglück und dieser Schmerz widerfahren ist. Ich habe erkannt, dass es ein unglaubliches Glück war, dass mein Mann überlebt hat. Und ich richte meinen Fokus ausschließlich darauf. Ich habe die Wut und den Schmerz darüber, dass es überhaupt passiert, aus meinem Lebens und meiner Gefühlswelt gestrichen. Mein Dankbarkeits-Konto wird wegen des Riesen-Glücks, das wir hatten, nie mehr auf null fahren.

Wenn du in die Dankbarkeit gehen kannst, wirst du eine große Zufriedenheit und Entspannung finden. Dir wird es möglich sein, dich auf die Zukunft auszurichten. Du kannst mit einer großen Klarheit erkennen, dass du jetzt an diesem Nullpunkt die Chance hast, dein Leben in die Hand zu nehmen und dich neu auszurichten.

  • Suche dir den Job, in dem du wirklich all deine Talente entfalten kannst.
  • Sei froh, dass du nicht mehr eine Partnerschaft hast, in der du nicht voll und ganz du selbst bist.
  • Nutze die Chance, neu über dein Leben und deine Zukunft zu entscheiden.

Und jetzt wüsste ich sehr gern, wofür du in deiner ganz persönlichen Krise dankbar warst. Wie bist du aus der Situation herausgegangen? Ich freue mich über deine Kommentare.

Deine dankbare

 

Claudia

 

 

Wie du aus einer Schwäche deine Stärke machen kannst

Kennst du das auch? Es gibt eine Eigenschaft oder ein Verhalten an dir, dass dir immer wieder vorgeworfen wird. Du bist so egoistisch! Du hörst nicht zu! Du hast kein Durchhaltevermögen! Irgendein Verhalten, dass  typisch für dich ist und dass du und andere als Schwäche wahrnehmen.

Manchmal wird es auch nicht als Vorwurf, sondern als Sorge formuliert. Gerade unter FreundInnen kommt es immer wieder vor, dass an dich wohlmeinend etwas herangetragen wird, motiviert von der Sorge, dass genau diese Eigenschaft dich immer wieder zu Schmerzen führt.

Und diese Schwäche, zieht sich wie ein roter Faden durch dein Leben. Immer und immer wieder hast du es gehört. Irgendwie gehört diese Eigenschaft oder dieses Verhalten anscheinend zu dir und du kannst diese Schwäche  einfach nicht ablegen.

Ein kleines Beispiel aus meinem Leben. Vor einiger Zeit  habe ich einen Abend mit einer Freundin verbracht. Wir hatten einen typischen Frauenabend mit Themen, die in Windeseile gewechselt wurden und einem extrem schnellen Sprachtempo und einem Informations-Update auf allen möglichen Ebenen. Und plötzlich war er wieder da. Dieser Vorwurf, den ich schon oft gehört und den ich mir noch öfter selber gemacht habe: mein Helfer- und Kümmerer-Syndrom. Wenn Menschen, die mir wichtig sind, ein Problem haben, lege ich los. Ich bin sofort dabei, Lösungen für das Problem zu finden. Und zwar gefragt und ungefragt. Dies Verhalten ist getragen von dem Wunsch, dass es den Menschen, die ich mag und liebe, gut geht. Und ich weiß auch, dass ich eigentlich lieber anderen helfe als mir selbst.

In der Regel reagiere ich auf Ansprachen, wie der von meiner Freundin,  freundlich-verbindlich, aber ich setze mich nicht wirklich mit der Situation auseinander. Aber nach diesem Abend tat ich es und habe dabei realisiert, dass eine Schwäche auch eine Stärke sein kann – es kommt auf die Dosis und die Umsetzung an.

Was ist die Essenz deiner Schwäche? 

Was wohnt jeder Situation inne, wenn deine Schwäche zuschlägt? Was ist deine Motivation? Warum handelst du genau so und nicht anders? In meinem Beispiel ist es der Wunsch zu helfen und zu unterstützen. Da ist der Wunsch, anderen Hilfe zu geben, Lösungen und Verbesserungen für sich  zu finden. Wenn ich unterstütze, fühle ich mich wohl.

Tatsächlich ist das Verhalten, wenn deine Schwäche zu Tage tritt,  lediglich das Vordergründige und Sichtbare. Aber was ist das Muster hinter diesem Verhalten und die Motivation, die dahinter  steht? Wenn du dich mit deiner Schwäche auseinandersetzt, wirst du unterschiedliche Motive entdecken, die du bislang möglicherweise noch nicht wahrgenommen hast. Die Motive können mannigfaltig sein:

  • Hast du das Gefühl die Kontrolle behalten zu müssen?
  • Denkst du, dass du die Probleme besser lösen kannst als andere?
  • Möchtest du mehr Anerkennung für das was du tust?

Das sind nur einige Beispiele. Versuche für dich herauszufinden, in welchen Situationen genau  deine Schwäche auftritt und was deine Motivation ist. So wirst du die Essenz deiner Schwäche erkennen.

 

Was genau macht das Verhalten zu einer Schwäche?

Objektiv gesehen, gibt es keine Schwäche. Die Definition eines Verhaltens als Schwäche ist von vielen Faktoren abhängig; was in dem einen Kulturkreis eine Schwäche ist, stellt in einer anderen Umgebung eine Stärke dar. Diese Erkenntnis ist essentiell. Denn sie ermöglicht es dir, eine gewisse Distanz zu dem Vorwurf der Schwäche zu bekommen und diese zu relativieren.

Deshalb ist es   auch nicht wichtig, ob andere dir diesen Vorwurf machen, sondern frage dich vielmehr,  ob du selber das Verhalten als Schwäche empfindest. Steht es dir im Weg? Ist dein Verhalten hinderlich für dich?  Wäre dein Leben besser, einfacher und schöner, wenn du diese Schwäche nicht hättest? Oder wird das Verhalten erst im Zusammensein mit anderen zu einem Problem? Analysiere und untersuche deine Schwäche und beleuchte sie von allen Seiten wie ein Forscher.

Bist du z.B.  sprunghaft? Wie und wann äußert sich diese Schwäche? Was sind die Folgen deiner Sprunghaftigkeit? Mach dir zunächst klar, dass der  vermeintlichen Schwäche, sprunghaft zu sein, auch eine fabelhafte Kompetenz innewohnt: Die Fähigkeit spontan und flexibel zu sein. Deine Schwäche hat wie eine Medaille eine Kehrseite, die du positiv und zielführend für dich einsetzen kannst. Diese Erkenntnis, dass deine Schwäche auch eine positive Seite hat, wird es dir leichter machen, diese Eigenschaft als Teil deiner Persönlichkeit zu akzeptieren. Du kannst dich mit deiner Schwäche versöhnen. Es geht deshalb nicht warum, diese Eigenschaft auszuradieren. Vielmehr ist es entscheidend, wie du aus dieser Schwäche eine Stärke machst.

Was braucht es also, um diese  Schwäche zielführend für dich einzusetzen? Könnte dir ein zusätzliches Verhalten, das ich Konterstärke nenne, dabei helfen, diese Eigenschaft positiv für dich umsetzen? Bleiben wir bei dem Beispiel, dass du sprunghaft bist und für dich herausgefunden hast, dass der Grund für deine Sprunghaftigkeit  ist, dass du dich für sehr viele Dinge interessierst. Du magst dich deshalb nicht festlegen. Versuche  herauszufinden, welche dieser Interessen dich im Moment am meisten fesselt. Richte deinen Fokus auf dieses Interesse und verordne dir als Konterstärke ein diszipliniertes Verhalten. Du kannst eine Art Vertrag mit dir schließen, dass du dich für einen festgelegten Zeitraum ausschließlich auf  diese Thema fokussierst. Erlaube dir selber, dich nach Ablauf des „Vertrags“ wieder einer deiner anderen Interessen zuzuwenden. So wird die Zeit der Disziplin für dich überschaubar und leichter durchzuhalten.

Durch den Einsatz der Konterstärke „Disziplin“ kannst  du  dein Interesse für viele Themen kontrollieren und effektiv nutzen. Dein bislang sprunghaftes Verhalten kannst du so für dich positiv einsetzen und   die dahinterliegende Stärken – Spontanität und Flexibilität – effektiv für dich nutzen.

Alternativ könntest du  versuchen herauszufinden, ob es überhaupt notwendig ist, den Fokus ausschließlich auf eine deiner  Interesse zu legen. Siehst du stattdessen die Möglichkeit mehrere Interessen zu kombinieren?

Die Dosis macht das Gift. 

Du siehst, dein Verhalten ist nicht zwingend eine Schwäche. Nur dann, wenn du der Schwäche unkontrolliert Raum gibst, kann sich das Verhalten schlecht für dich auswirken. Es geht also nicht darum, dass du eine Eigenschaft ablegst, die zu dir gehört und die dich auch ausmacht. Sondern erkenne  stattdessen die Essenz und die Kehrseite dieser Schwäche. Durch den Einsatz  anderer, zusätzlicher  Verhaltensmuster kannst du diese Eigenschaft sinnvoll für dich einzusetzen. So wird deine vermeintliche Schwäche zu deiner größten Stärke.

Ganz liebe Grüße

 

Claudia