Wie du der Perfektions-Falle entkommst und dabei perfekt bist

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Meine virtuelle Freundin Anna hält einen Vortrag vor einer ausgewählten Gruppe von Architekten und präsentiert ihre Version der Innenstädte 3.0 . Mit Dachgärten, die mit ihrem  Grün beruhigende und inspirierende Impulse geben. Mit Luft, die  von dem betörendem Duft von Flieder, Lilien und Lavendel erfüllt ist.

Und dann passiert es – Speakers Alptraum: Ein Blackout.

Anna hat den Faden verloren, verhaspelt sich, findet nicht die richtigen Worte

und

sie lacht.

Anna lacht über diesen Alptraum, flicht ihr Erleben in den Vortrag ein und zieht die Zuhörer in ihren Bann.

Der Vortrag ist nicht so gelaufen, wie es geplant war. Aber er war deshalb nicht weniger gut. Alle Anwesenden gratulieren  Anna nachdem sie den Vortrag beendet hat. Gratulieren zu ihrem Vortrag, aber noch viel mehr zu ihrer Fähigkeit unperfekt zu sein. Spontan, sich annehmen in der der eigenen Un-Perfektion und bereit, die neue Situation anzunehmen.

Was soll’s? Es ist nur ein Vortrag.

Ich und mit mir ganze Heerscharen von Perfektionen wären so gern wie Anna. UnPerfekt.

Ein gutes Ziel. Ein sehr gutes Ziel. Ein Ziel,  dessen Erreichung dich weiterbringen würde. Aber wie soll das funktionieren? Die Blogparade von Jutta Held nehme ich als Anregung, in dieses Thema einzusteigen.

Wie kommst du aus Perfektion-Falle?

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Deine „Scheiß drauf“ sind limitiert und deshalb solltest du haushalten

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Gestern habe ich mich nach einiger Zeit mal wieder mit  meiner virtuellen Freundin Anna getroffen. Ein kleines, gemütliches Café zwischen den Wolken, irgendwo in den Irrungen von Nimmerland. Anna war in einer ganz speziellen Stimmung: ausgelassen, abgehoben, genervt irgendwie, doch auch distanziert. Sie war am Abend zuvor auf einer Party gewesen. Gute, alte Freunde, unbedeutende Bekannte und irgendwelche Leute, die Anna noch nie gesehen hatte.

Im Hintergrund lief Jazz. Natürlich lief Jazz. Überall läuft zur Zeit soft-chill-Lounge-Jazz. Aber das ist eine andere Geschichte. So sind die Parties seit Jahren: Es passiert nichts Aufregendes. Die immer gleichen Leute, die immer gleichen Gespräche. Anna, die im letzten Jahr ihr Leben  komplett umgekrempelt hatte, seit sie  ihr Projekt der urbanen Dachgärten gestartet hatte, fühlte einen leichten Anflug von Langeweile im Angesicht des Austauschs von Plattitüden. Sie spürte sogar eine leichte Überheblichkeit –  wusste sie doch, wie wichtig es ist seine Freizeit mit den richtigen Menschen, den richtigen Gesprächen und den richtigen Themen zu füllen. Egal, sie würde den Abend jetzt durchziehen.

Anna kam ins Gespräch mit einer wirklich guten alten Freundin. Aber irgendwas lief hier falsch. Die Freundin – nennen wir sie Nina – war distanziert, nicht herzlich und irgendwie gehemmt. Anna plapperte vor sich hin, in der Hoffnung Ninas Panzer zu durchbrechen und sie zu erreichen. Vielleicht hatte Nina einen schlechten Tag gehabt? Aber das wäre kein Problem. Anna würde sie mit ihrer positiven Stimmung, Energie und Lebensfreude bald aufheitern.

Und dann brach Ninas Panzer auf. Nina hatte eine Menge zu sagen. Die gute, liebe Nina war genervt. Genervt von Anna. Sie sprach von Annas Veränderungen, dass sie sie kaum noch wiederkennen würde. Es fielen Worte wie egoistisch, abgehoben, durchgedreht und unrealistisch.

Was geht hier vor? Anna war fassungslos. Ohne Worte. Verletzt. Getroffen.

Noch vor einem Jahr hätte sie sich ganz intensiv mit Vorwürfen dieser Art auseinandergesetzt, reflektiert, hinterfragt.

Ja, sie war verletzt und auch etwas verunsichert.

Aber Anna dachte auch daran, dass sie damit rechnen musste auf ihrem Weg liebe Menschen zu verlieren. Sie sagte sich, dass es hier um Ninas Ängste und Gedanken ging und dass das alles nichts mit ihr zu habe. Es sei zwar traurig, aber

Scheiß drauf!

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Deine Berufung leben: Fluch oder Segen?

Lauf Bea

 

Es ist Mitternacht. Du bist immer noch auf. Alle schlafen. Aber du kannst nicht aufhören. Es gibt noch so viel, was du zu sagen  hast. Du sprudelst über. Hier noch ein Angebot vorzubereiten, dort noch eine Landingpage zu gestalten. Eine neue Strategie muss entworfen, deine Quartalsplanung durchgezogen werden. Obwohl du schon so viele Stunden wach bist, stehst du unter Hochspannung.

Du fliegst, es ist keine Arbeit, es ist pure Freude. Du hast das gefunden, was dich bewegt, was dich antreibt. Und du trennst nicht mehr  zwischen Job und Freizeit. Montag ist der schönste Tag für dich, weil du dich freust deine Ideen in die Welt  bringen zu können. Und doch fühlst du, dass du einsam bist in dieser Euphorie. Dieser Euphorie, die dich in ungeahnte Höhen träumt. Dieser Euphorie, die dich am Ende ermattet zurück läßt. Wieder ein Tag, der nur wenige für Stunden Nachtruhe hatte. Wieder ein Tag, der dich mehr von anderen entfernt. Und doch bist du genau dann mehr du selbst als je zuvor.

Deine Berufung zu finden, hat dein Leben um 180° gedreht. Es ist eine echte Herausforderung. Denn eigentlich dachtest du, dass es das Ziel ist, zu wissen, was du erreichen willst. Für deine Berufung durchzustarten. Dich zu fokussieren und zu Erwachen.

Aber das Erwachen ändert alles. Wenn du dich durch Hindernisse gekämpft, deine Glaubenssätze überwunden, dich zum Erfolg bekannt hast, war der Weg zum Erfolg geebnet. Eine nie gekannte Freiheit.

„Who you you are comes to live.“

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Der ultimative Happy-Kick zu mehr Leichtigkeit und Erfolg

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Du musst nicht tief graben um Inspirationen zu finden. Sie ist da, zum Greifen nah. Und ich meine nicht die Inspiration der Großen. Nicht das Zitat von Einstein. Nicht das Video von Tony Robbins. Sondern ich meine die Inspiration des Lachens, die Inspiration der Freude. Die Inspiration durch  das Unbeschwertsein. Die Inspiration aus dem, was dir nah ist. Das, was aus deinem Alltag kommt.

Für mich ist  es das Singen.  Und ich meine nicht das  Singen im Kirchenchor, wohltönend, feiner Sopran  oder samtiger Alt, geschulte Stimme, ohrenschmeichelnd.

Ich rede von  Mitbrüllen, von Lebensfreude, von purer Energie.  Von der Freude Songs mitzusingen. Es gibt so viele Songs, so viele Situatiomen, die dieses Gefühl  für mich einfangen. Ich picke die eine, die eine, die gefühlt 1.000 Stunden meines Lebens geprägt hat. Meine kleine Tochter und ich im  Cabrio, Justin T läuft. Natürlich scheint  die Sonne  – die Welt liebt uns – und wir singen und lachen, springen von Song zu Song.

Und diese Auto-Sing-Momente sind zahllos. Ich singe mit meinen Mann. Ich singe mit einigen  Freunden. Ich singe mit  meinen Kindern.

Und alle sagen, ich singe furchtbar. Egal. Who cares. Halte mich einfach aus.  Hier geht es nicht um Qualität meines Gesangs. Es geht um Erfolg und  Lebensfreude.  Und Erfolg kommt durch Leichtigkeit und durch Freude.

Diese ganze Sing-Geschichte ist mein persönliches Ding. Das ist eine persönliche Form des Ausdrucks von Spaß und  Energie. Sehr ausgeprägt und sehr präsent in meinem Leben. So präsent, dass ich gedacht habe,  dass James Corden in meinem Auto eine  Spy Cam installiert und sich die Inspiration für seine Carpool Show bei mir geklaut hat.

Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Und nein, ich schreibe immer noch über die gleichen Dinge. Aber was hat das mit dir zu tun? Warum erzähle ich dir das?

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Warum du die Niederlage zu deinem Freund machen solltest und warum du sonst untergehen wirst

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5:00 Uhr. Der Wecker klingelt. Anna, meine hochmotivierte, virtuelle Freundin, springt beseelt aus dem Bett. Sie trinkt ein Glas warmes Wasser, springt unter die kalte Dusche. Sie ist fit. Sie ist ganz bei sich.  Ganz präsent und offen. Anna nimmt sich Zeit für eine 10 Minuten Meditation und bereitet sich einen grünen, gesunden, energiereichen Smoothie zu.

Anna wählt ein Outfit, in dem sie sich sehr wohl fühlt. In dem sie ganz sie selbst ist. Und  dennoch sehr souverän rüberkommt. Trotz ihrer Aufregung und Nervosität ist sie ganz bei sich. Positive Affirmationen bestärken sie, es läuft die richtige Powermusik,  sie sieht überall im Haus knallig-gelbe Post-it’s mit Tschakka Botschaften.

Anna, du wirst dein Ziel erreichen.

Anna, you rock.

Anna will es wissen. Sie will Rock’n Roll. Heute hat sie die letzte Verhandlung, in einer Reihe von Präsentationen und Meetings für ein Riesenprojekt. Ein fettes,  10.000 Mitarbeiter zählendes Bauunternehmen will ihre urbanen Dachgärten in den kommenden 4 Jahren, in allen neu zu errichtenden Anlagen installieren. Die Vorgespräche liefen hervorragend. Anna hat den Auftraggeber am Haken.

Ihr Mindset ist einwandfrei. Obwohl sie wenig berufliche Erfahrung hat. Nach dem Studium hat sie sich primär den Kindern und dem Haushaltsmanagement gewidmet. Ja, die Kinderzeit war etwas hinderlich. Aber  Anna kann es. Und das weiß sie auch.

Anna  ist sich sicher, dass sie diesen, im oberen  5 stelligen Umsatzbereich anzusiedelnden, Auftrag und die Folgeaufträge an Land ziehen wird.  Das wäre ihr Durchbruch. Bislang waren alle Signale des potentiellen Auftraggebers positiv.

Und Anna – ah, verdammt – sie brennt.  Sie will es wissen. Anna hat ihre Hausaufgaben gemacht. Sie hat ihre Unsicherheit überwunden. Hat  ihre ich-bin-doch-nur-ne-Mami-mit-Uni-Abschluss-Selbstzweifel bearbeitet. Anna ist fokussiert. Hat ihr Ziel ganz klar, messbar und eindeutig definiert. Die letzten Wochen hat sie genau auf diesen Tag hingearbeitet.

Und dann kommt der Moment, den du selber so gut kennst. Aus einer Vogelperspektive beobachtest du die Szene und hörst die Worte. Hörst die Worte, die Anna (liebe süße, kleine Anna, wie gern würde ich dich beschützen)  in real time wahrnimmt. Der Boden öffnet sich unter ihr. Wie durch eine Nebelwand nimmt sie schallgedämpft die Worte ihres – nunmehr game-over -Kunden wahr.

Anna bleibt stehen, sie lächelt, sie bleibt professionell. Und sie begreift, dass sie diesen Auftrag nicht bekommen wird. Diesen Auftrag, der ihr Durchbruch gewesen wäre. Dieser Auftrag, den sie mehr als alles andere wollte, denn er hätte ihr Renommee unglaublich gesteigert und ihr den Einstieg auf das nächsthöhere Level verschafft.

Anna hat eine Niederlage erlitten. Eine bittere, gallige, schmerzhafte, finanziell deutlich spürbare und nicht zu leugnende Niederlage erlitten.

Anna wartet bis sie zu Hause ist. Und erst dort. In ihren Bau, hinter den schützenden Mauern, kommen die bitteren Tränen. Tränen des Schmerzes. Das Gefühl des Versagen. Das Gefühl der Inkompetenz. Ängste. Und  außerdem sind da reine, nackte, existentielle Sorgen.Weiterlesen