Wie du dich von Mißtrauen befreist und dein Leben dadurch bunter wird

Die beste Möglichkeit herauszufinden, ob du jemandem vertrauen kannst, ist es, ihm zu vertrauen.

Vertraue einfach jemanden. Mit offenem Herzen. Ohne Netz. Den Rest erledigt das Leben: Entweder du hast zu Recht Vertrauen geschenkt oder eben nicht. Du bekommst Klarheit. So oder so.

Das hört sich für dich banal an? Ist es aber nicht. Ich erzähle dir eine Geschichte. Eine sehr alte Geschichte.

Der geschäftstüchtige Mann, lass ihn uns wieder Karl nennen – und lass uns die online Welt für einen Moment verlassen –  hatte eine geniale Geschäftsidee. Sein Ansatz war komplett neu und revolutionär für seine Zeit. Er hatte den Fokus komplett auf den Kunden ausgerichtet. Er fragte sich, was genau das Problem seines potentiellen Kunden ist.  Er fragte sich, worin er ein Experte war. Immer spitzer drang er in diese Fragestellungen ein.

Ratten. Häßliche, gierige Nager, waren das Problem. Eine wahre Plage. Sie breiteten sich aus. Waren überall. Jeder Versuch, die Situation zu beherrschen, scheiterte.

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Erfolgs-Manifest einer Bitch – Teil 3: Die Magie der Verweigerung

 

Um JA sagen zu können, musst du NEIN sagen.

Das ist nicht schön. Das ist sogar ziemlich hart und ausschließlich. Was auch immer du dagegen einwenden willst, es ist dennoch so. Unumstößliche Wahrheit. Bittere Realität. Klarer Wegweiser.

Anna sitzt mühsam lächelnd im Restaurant mit einer ganz lieben Freundin. Diese Freundin ist so wundervoll. Wie eine Schwester. Sie gehört zu Annas Leben. Diese Freundin erzählt sehr gern. Sie erzählt lieber als sie zuhört. Anna weiß das. Es nervt sie manchmal. Sogar sehr. Aber sie nimmt es hin. Denn – ach, nennen wir diese Freundin Eva – ist es wert. Doch in den letzten Monaten hat Anna das Gefühl, dass die Balance nicht mehr stimmt. Sie weiß alles von Evas Nachbarn, kennt deren Krankheiten, ist über die Familiengeschichten auf dem Laufenden, Geschichten aus dem Job. Es gibt keinen Bereich über den Anna von Evas Nachbarn nicht Bescheid weiß.

Doch Evas Nachbarn interessieren Anna nicht. Eva interessiert sie. Evas Gedanken. Evas Pläne, Wünsche und Erlebnisse. Anna spürt seit Monaten einen Widerwillen in sich aufsteigen, wenn sie Eva immerzu über Menschen reden hört. Wozu? Was soll das? Sie hat das Gefühl ausgesaugt zu werden von dieser Energiewelle des Nutzlosen. Es stört sie immer mehr, dass zugunsten Evas Litaneien über Hinz und Kunz immer mehr die wirklichen Gespräche weichen müssen.

Deshalb trifft sie  eine Entscheidung. Das muss aufhören. Sie will nicht gedanklich abschweifen während Eva vor sich hinplappert. Sie ist unzufrieden und sie will das artikulieren. Aus der Welt schaffen.

„Liebste Eva, ich will das nicht mehr hören. Es interessiert mich nicht. Es zieht mich total runter immer wieder Geschichten über Menschen zu hören, die mich nichts angehen. Ich möchte mit DIR reden.“

Ungläubigkeit, Entsetzen überzieht Evas Gesicht. Totales Unverständnis.

Ich weiß nicht, wie die Gespräche zwischen Eva und Anna weitergegangen sind. Doch was Anna getan hat, ist, ein eindeutiges und  unmißverständliches NEIN in die Welt zu bringen. Sie hat sich dieses kleine machtvolle Wort mühsam abgerungen. Hat wochenlang Diskussionen mit sich selber gefühlt. Abgewogen zwischen Frauen-Loyalität, Selbstliebe, das-kann-man-nicht-machen und ich-halt’s-nicht-mehr-aus. Nach diesem mühevollen, schmerzhaften und zähen Prozess des Abwägen, wusste Anna , dass dieses NEIN in die Welt musste.

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Warum du deine Schwächen zeigen solltest

 

 

So lange du nicht deine kräftezehrenden Versuche, ständig stark und smart zu erscheinen, einstellst, wirst du niemals  dein volles Potenzial nutzen.

Im Gegenteil: Du bremst dich selber aus.

Nicht Anna, sondern ich sitze in der ersten Reihe vor  unendlich langer Zeit bei der Premiere der Night of the Prom. Open air. Historische Altstadt. Knisternde Spannung. Ich trage eine cremeweiße Marlene Hose zu einer cremeweißen Bluse. Killer Heels. Das Orchester macht den Sound check. Nein, so heißt es nicht beim klassischen Konzerten. Egal, du weißt, was ich meine. Es ist ein Spätsommerabend.  Ungewöhnlich warm. Ich genieße die angespannten, etwas nervösen letzten  Minuten vor dem Beginn des Konzertes.

Das Violoncello beginnt zart, leise zu erklingen. Bratsche, Posaune und Trompete stimmen ein. Ein furioses 120 minütiges Crescendo der klassischen Musik. Alle sind beseelt. Der Abschluss Akkord ertönt. Applaus. Schlussapplaus. Glückliche Menschen . Stehende Ovationen

und ich spüre das warme Blut meine Schenkel hinunterrinnen.

Ich sehe das Blut auf dem Dreieck meiner Scham auf meiner cremeweißen Hose, ohne es wirklich zu sehen. ich weiß, dass es da ist. Drehe meinen Kopf und sehe einen großen Blutfleck auf dem zuvor wunderschönen, edlen, zarten, rosenholzrotem Samt.

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Erfolgs-Manifest einer Bitch – Teil 2: Gestatten, Krull. Felix Krull

 

 

Anna, meine süße, liebe, ein  bisschen chaotische, aber immer suchende Anna, ist endlich wieder da und sie kann dir dazu etwas erzählen. Anna ist aktuell in fremden Gefilden unterwegs. Sie arbeitet gemeinsam mit einem Team  an einem absolut innovativen und kreativen Projekt mit. Es geht um das Einkaufserlebnis der digitalen Zukunft. Industrie 4.0. Digitalisierung. Na ja, ist für dich im Detail auch nicht so wichtig. Es geht also um die Optimierung des Einkaufs in der digitalen Welt. Um Vereinfachung. Um Zeitersparnis.

Anna sitzt in diesem dynamischen Team. Sie ist die einzige Frau. Und wie in jedem Team gibt es den Bremser. Den „Ja, aber…“ Kerl. Das Team diskutiert darüber, was sich der Kunde wünscht. Und der Kollege, nennen wir ihn Karl, wendet gegen das innovative, bahnbrechende und zukunftsorientierte Modell ein:

„Aber ich will meine Tomaten beim Einkaufen in die Hand nehmen. Ich will sie riechen. Ich will sie haptisch erleben. Das ist Bestandteil meines Wunsches als Kunde.“

Alle im Meeting – zu 100% Männer bis auf Anna – nickten zustimmend. Ein Mann, der verstand und  empathisch erfasste, was der Kunde im Supermarkt so will. Ja, der Kunde will einkaufen. Mit all seinen Sinnen. Er will wissen, ob die Tomate nach Tomate riecht.

Anna nickte nicht. Anna dachte nach. Anna fragte nach. Oh, Anna du kannst deine Klappe einfach nicht halten. Anna war eine kluge Strategin. Bevor der ahnungslose Karl überhaupt realisierte, was passierte, tappte er in alle Fallen, die Anna charmant lächelnd, auslegte.

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Mein Koffer voller Glück

Jeder von uns hat das Ziel glücklich zu sein.

Auch wenn du denkst, dass das nicht dein Ziel ist: Glücklich zu sein ist IMMER das Ziel

Mutter Theresa hat den Ärmsten der Armen unermüdlich geholfen, weil es sie glücklich gemacht hat zu helfen.

Der geldgierige Milliardär scheffelt nicht immer weiter Geld um des Geldes willen, sondern weil es ihn glücklich macht, immer mehr Geld anzuhäufen.

Die Frau, die zehn Hunde vor dem sicheren Tod rettet und sich liebevoll um sie kümmert, macht das, weil sie es liebt den Tieren zu helfen, es macht sie glücklich.

Die Frau, die ihren Mann regelmäßig betrügt, macht es (in manchen Fällen), weil sie das aufregende Gefühl des Neuen anmacht. Das Abenteuer, das Prickeln sorgt dafür, dass sie sich lebendig und glücklich fühlt.

Der Gärtner, der voller Hingabe zarte Setzlinge hegt und pflegt, sie versorgt und nährt, um sich irgendwann seinen  größten  Wunsch – die Kreation einer neuen Rosensorte – zu erfüllen. Auch er sucht nach Glück.

Was auch immer dein Ziel ist, du strebst einen beseelten Zustand an, der dieses wohlige Gefühl der Zufriedenheit, der Gelassenheit, der Ausgelassenheit in dir erzeugt. Dieses im perfekten Moment-Sein, das den Wunsch in dir auslöst, die Zeit stillstehen zu lassen.

Glück. Es geht immer um Glück.

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