Es gibt die üblichen Miesepeter und es gibt dich. Du machst nicht mit beim kollektiven Jammerwettbewerb.

Wer sich runterziehen lässt, weil er es  einfach nicht hin bekommt den Grad des eigenen Glücklichsein  zu beeinflussen, ist selber schuld, ist deine Devise

und Annas.

Anna öffnet die Tür mit dynamischem Elan, streift sich klischeehaft die Heels von den Füßen, wirft ihre knallrote Louis-Vuitton schwungvoll auf den Stuhl und schmeißt sich strahlend wie ein Gücksschweinchen in ihr rotes Samtsofa. Sie ist so dermaßen euphorisch. Ihre Vision ist so groß und die Gespräche heute liefen nur für sie. Sie ist ihrem Traum ein großes Stück näher gekommen.

Anna lächelt breit wie Schweinchen Babe und ist glücksbeseelt. Neben diesem Etappensieg, der für ihr Business echt bedeutend ist, ist das Wichtigste für sie, dass sie glücklich ist. Sie weiß zwar nicht, was in einem Jahr sein wird, aber dennoch ist sie heute stolz und glücklich und zufrieden. Sie ist unendlich dankbar, dass dieser ganze Dankbarkeits-Selbstliebe-Krams endlich Früchte trägt und sie wirklich glücklich ist. Ganz tief drinnen. Aus sich heraus.

ANNA!!!!

Manchmal bringst du mich zum Verzweifeln! Natürlich ist es leicht glücklich zu sein, wenn die Würfel so fallen, wie du es dir wünscht. wenn die Geschäfte so laufen, wie du es dir als Ziel gesetzt hast. Wenn Konflikte so gelöst werden, wie es deinen Strategien entspricht. Wenn dein Süßer dir die Füße massiert.

Aber ANNA, SÜßE, SWEETY, das ist doch keine Kunst! Das ist nichts, was du irgendwie beeinflusst hast.

Die Umstände sind perfekt. Du hast die gewünschten Ziele erreicht. Deine Aktionen ernten Euphorie und Begeisterung.

Natürlich bist du pumped.

Oh, ich höre ich schon meckern:

„Ja aber, es gibt viele Menschen, die trotz aller Erfolge nur das Negative sehen. Es ist nicht selbstverständlich auf das Gute zu schauen.“

Anna, ernsthaft?!

Sprichst du etwa von den  „Ja, aber..“-Schnatterlis? Du musst mir verzeihen, aber das lasse ich dir nicht durchgehen. Ja, süße Anna, gegen die „Ja, aber’s“ bist du schon unanständig positiv und optimistisch. Doch das ist nicht dein und mein Maßstab. Unser Maßstab ist die Kunst. Die Kunst zu wachsen. Die Kunst zu lernen. Die Kunst zu gestalten und zwar dein eigenes Glück.

Und dazu gehört, dass du deine Glücksmeisterin bist. Eine Virtuosin, die jedem Sturm standhält.

Eine Meisterin eben! Eine Meisterin gestaltet und sammelt nicht lediglich das Fallobst auf. Wenn du das tun möchtest, ist das okay. Du bist dann halt  die Sammlerin des Glücks. Bist die glückliche Finderin glücklicher Umstände. Aber dann musst du nicht weiterlesen. Denn ich weiß, dass du das schon längst kannst.

Hier geht’s weiter, wenn du eine Meisterin werden willst. Wenn du es satt hast, deinen Glückspegel jeden Tag von dem beeinflussen zu lassen, was dir gerade passiert. Du hast es satt, morgens bester Laune das Haus zu verlassen und abends genervt nach Hause zu kommen, weil andere Menschen oder Umstände dir den Tag vermiest haben.

Du bist bereit und du willst es unbedingt: Du willst dein Glück machen. Du willst zufrieden und happy sein, auch wenn es gerade nicht so gut läuft. Nein. Besonders dann.

Ach, Süße, bei dir läuft’s auch scheiße?

In meinem Leben ist es so, dass es ständig Gründe gibt um zu jammern. Große und kleine Stolpersteine. Banale und essentielle. Ist ziemlich normal, oder? Das ist das, was wir das Leben nennen.

Ich habe akzeptiert, dass ich manchmal die Umstände nicht ändern kann. Aber ich kann und will und werde NIEMALS jammervoll die Umstände mein Leben bestimmen lassen.

JA. Einen Abend lang vielleicht. Oder im schlimmsten Fall ein Wochenende. Bittere Tränen. Schlurfender Schritt. Triefendes Selbstmitleid. Und natürlich ist mein Leben schlimmer als deines. Soviel schlimmer. Du glaubst mir nicht? Ach, hast du ne Ahnung…

So denkt jeder von uns. Okay, nicht jeder. Ich weiß, meine Mama z.B. ist anders. Aber viele von uns haben das Gefühl, dass ihr Schmerz, ihr Unglück, ihr Schicksal und ihr verdammtes Pech schlimmer, sehr schlimmer als das der anderen ist.

Manchmal ist es fast wie ein Wettbewerb:

  • Warum werde immer ich verlassen?
  • Warum bekomme ich diesen verdammten Krebs?
  • Wieso wurde ausgerechnet mir gekündigt?

Ich muss dir eine bittere Nachricht überbringen. Wenn du wirklich die Designerin deines Glücks werden willst, musst du  diese Jammer-Gedanken auslöschen. Dazu kannst du auf alle Techniken zurückgreifen die bei dir wirken. Manchmal sind diese ziemlich drastisch, aber es hilft sehr sich,  bewusst zu werden, dass du das Unglück nicht abonniert hast. Und, dass doch  andere es auch nicht mehr verdient haben als du.

Stell dir einmal diese Frage:

„Soll das unschuldige Kind meiner süßen Nachbarin den Krebs haben?“

21, 22, 23…

Was ich meine ist, dass dich dieser „Mein Leben ist  am schlimmsten“ Scheiß kein Stück weiter bringt.

Außer natürlich in die Opferrolle.

An diesem Punkt es ein bisschen wie bei Strategiespielen mit Wahlmöglichkeiten. Du hast die Entscheidung:

A: Du denkst weiter: „Mein Leben ist einfach wirklich das Schlimmste und das will ich bestätigt bekommen.“. Dann mach einfach nur weiter wie bisher. Ich schätze, wenn du dranbleibst, bekommst du den Pokal.

B: Oder du sagst dir, dass es dir verdammt nochmal so egal ist, ob dir die heftigsten Sachen passieren oder nicht. Es ist dein Leben und du hast nur dieses eine Leben. Es wird schon seine Gründe haben. Oder auch nicht. Du wirst verdammt nochmal immer und immer wieder die köstlichste Limonade aus deinen Zitronen machen und dich bei der Party am meisten amüsieren.

Wie  entscheidest du?

Lass alle „man“ und „die“ hinter dir

Oh, ich höre dich schon wieder aufschreien:

„So geht das nicht. Mich werden alle für verrückt erklären, wenn ich so, so, so einfältig bist, zu glauben, ich könne selbst über mein Glück entscheiden.“

Das mag sein. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass mich einige Leute mißtrauisch beäugen und nur darauf warten, dass auch bei mir die mecker-Schwester herauskommt.

Aber die anderen oder das, was MAN tut und denkt und macht, hilft dir nicht. Wenn du total unglücklich bist, nachts nicht schlafen kannst und die Verzweiflung dich zu übermannen droht, wo sind dann deine Konkurrenten beim „Ich bin am schlimmsten dran“ Wettbewerb?

Sie sind nicht da. Denn sie haben genug damit zu tun sich selbst zu bemitleiden. Sie haben keine Zeit und Kraft und auch keine Lust für dich da zu sein. Denn tief in ihrem Inneren denken sie, dass es dir eh viel besser geht als ihnen, also sollst du dich  einfach mal zusammen reißen und zurecht kommen.

Also, vergiss es einfach.

Vergiss

  • das geht so nicht
  • das macht man nicht
  • da kannst du nichts machen, wenn die das so machen

Schieb das alles einfach beiseite und höre nur auf dein Herz und deine Intuition. Hör auf dich.

Wenn du das Gefühl hast, dir würde es gut tun, dir heute in deinem Jammertal ein luxuriöses Rouge für  € 33,90 zu kaufen, obwohl du eigentlich nicht die Kohle über hast, aber du ganz sicher spürst, dass du diesen Akt der irrationalen Selbstliebe jetzt brauchst, dann mach es.

Jetzt.

Sofort.

Du weißt schon längst und besser und genauer, was du brauchst,wie du zu deinem Glück kommst.

Höre auf dich.

Du willst wild und ausgelassen auf der Party tanzen, obwohl dein Leben ein Chaos ist? Alles schauen dich dabei an und sind irritiert. Solltest du nicht in der Ecke sitzen und Probleme wälzen?

Vergiss es! Dein Herz weiß mehr über dich als MAN.

Ich entscheide, ich trage die Verantwortung und ich lache vor Glück

Ich habe eine Wahrheit für dich, Sista: Du entscheidest. Doch du trägst auch die Verantwortung.

Das wird dich am Anfang schon etwas belasten. Es fühlt sich ein bisschen unkomfortabel an. Du selbst sollst die Verantwortung übernehmen? Du sollst das Schuld hin- und herschieben aufgeben? Puh. Ich weiß, es ist wirklich, wirklich nicht einfach.

Die Vorstellung, dass du beispielsweise auch die Verantwortung dafür trägst, wenn dich dein Mann betrügt, dich deine Freundin belügt oder dein Chef dich entlässt.

Du sollst es aufgeben, den Umständen oder anderen die Schuld zu geben?

Natürlich  bist nicht du die Ursache für alles was passiert. Und nicht immer kannst du es beeinflußen. Aber du kannst dich entscheiden die Opferrolle zu verlassen.

Wenn dich z.B. also dein Mann betrügt, akzeptierst du  deinen Anteil daran an. Nein, du bist nicht schuld, dass er fremdgegangen ist. Aber du trägst auch Verantwortung dafür, dass ihr vielleicht eine zu große Langeweile hattet. Oder was weiß ich. Ist ja auch nur ein Beispiel. Wenn dich das Thema mehr interessiert, kannst du besser beim Liebescoach gucken. Denn Melanie Mittermaier kennt sich da viel besser aus.

Was ich meine ist: Du verlässt die Opferrolle ein für allemal.

Natürlich gibt es besondere Situationen,  auf die dieses Gedankenmodell nicht passt. Aber hier geht’s wie immer um die Regel, nicht um die Ausnahme.

Du entscheidest dich – jetzt – die Verantwortung zu übernehmen.

Wenn du z.B. in deinem Business ein Minus einfährst und die Verantwortung dafür übernimmst, statt die Schuld der Bad Economy, den Konkurrenten oder Buddha zuzuschreiben, ist das zwar erst mal schwerer. Aber es macht dich auch freier und handlungsfähiger.

Unendlich frei. Denn es bedeutet, dass du auch die Weichen für die Zukunft stellen kannst. Du kannst beeinflussen, wie dein Morgen aussehen wird.

Ehrlich, aber gerade heute kann ich kein Glück

Hey, wenn du das erstmal verinnerlicht hast und wenn du es ausprobierst hast, wirst du ein Wunder erleben. Wenn andere dich  Leute ansprechen und wissen lassen, wie sehr sie deine positive Haltung beeindruckt, wirst du dich allmächtig und unabhängig von den Umständen fühlen. Stark.

Leute, macht Platz für mich. Ich kann Glück machen.

Du wirst durchdrungen sein von einer komplett anderen Haltung. Es ist dir so was von egal, wie die Umstände sind. Du bist dennoch unendlich dankbar und glücklich. Und du erkennst, was für ein unendliches Glück es ist,  dass du jeden Tag die Sonne aufgehen sehen und die frische Luft einatmen darfst. Was für eine Gnade, dass du lieben und geliebt werden darfst.

Du wirst euphorisch und machtvoll und energiegeladen sein.

Doch dann kommt DER Tag: Ein fetter Auftrag platzt, dein Dispo ist ausgeschöpft, deine Freundin hat dich belogen. Du fühlst eine unglaubliche Schwere in dir.

Du spürst es ganz genau: Heute kannst du einfach nicht glücklich sein. Diese ganze Glückskind-Kacke war einfach unüberlegt. So funktioniert es nicht. Du kannst nicht lachen, nicht tanzen. Du möchtest nur heulen und nie mehr aufstehen und du hältst es einfach nicht aus.

Dann heul halt. Lass dich kuscheln und trösten. Sei verzweifelt.

Die Dosis macht das Gift.

Wenn du deinen Glücksmuskel trainiert hast, wirst du in der Lage sein, dir genau die Dosis zu geben die brauchst. Die Dosis, die notwendig ist, um deine Verletzungen zu heilen, deine Sehnsucht nach Mitleid und Selbstmitleid zu stillen.

Doch du solltest dir bewusst sein, dass es ein riskantes Spiel ist, dass du spielst.

Denn du bist die Dompteurin deiner Tiger. Es sieht wunderbar aus, wenn du sie mit der Peitsche in der Hand, hinter den Gittern aggressiv  und kraftgeladen, hin- und her laufen lässt. Du fühlst dich machtvoll. Du beherrscht die Situation. Aber Sweety: Es sind Tiger. Frag mal Siegfried und Roy. Es sind keine süßen kleinen Havaneser, wie unser Buddy. Es sind wilde Tiere. Also halte die Leine kurz und sei achtsam.

Wenn du diese Fähigkeit trainiert hast, wirst du deine weißen Tiger beherrschen. Du wirst ihnen die notwendige Dosis Jammertal gönnen können. Doch du wirst jederzeit die Herrin der Situation sein und du wirst jederzeit wissen, dass du auf einem Seil über den Canyon wanderst.

Wenn du deine Dompeuterinnen-Kompetenz ausreichend und immer wieder und unermüdlich trainierst hast, dann kannst du auch an

DIESEN SCHWARZEN TAGEN

die Tiger ruckzuck wieder fein in Reih und Glied antanzen lassen können.

Dann Süße, hast du die Fähigkeit auch an den richtig schlechten Tagen, deine Glücksmeisterin zu sein.

JAAA, ich weiß, es ist nicht leicht. Aber du wirst es schaffen. Trainier unermüdlich weiter. Ich bin hier um dich zu pushen. Und irgendwann, wenn mal wieder alles schief läuft, wachst du auf und wirst erstaunt registrieren, wie du denkst:

„Ach komm, das schaffe ich auch. Ich habe alles geschafft, warum sollte ich das hier  nicht schaffen. Weck mich einfach auf, wenn etwas wirklich Schlimmes passiert!“

Du wirst auf dem  Glücks-Olymp deiner selbst ankommen sein. Du wirst dich zurücklehnen und lächeln, voller Freude und Souveränität und du wirst wissen und fühlen und denken:

„Ich kann Glück!“

Take care und sei glücklich

 

Deine Claudia

2 Comments

  1. Gestern Abend hab ich den Film „Alles steht Kopf“ angeschaut. Mit 6 Mädels im Alter 10/11 (Geburtstagsparty meiner Tochter).

    Manche Menschen behaupten, ich wäre wie Freude (Joy) aus dem Film. Ich sehe ihr sogar ähnlich ;-). Die Freude hat eine tolle Lektion gelernt, dass es die Traurigkeit braucht, um Vorwärts zu kommen. Alle unsere Gefühle sind wertvoll. Wir dürfen nur die Verantwortung übernehmen und eine Glücksmeisterin auch an schwarzen Tagen zu sein.

    Toller Beitrag! Und vielen Dank für die Erwähnung!

    1. Meine liebe Melanie,

      das hast du so schön geschrieben: „Eine Glücksmeisterin auch an schwarzen Tagen zu sein.“ Das gefällt mir sehr. Denn es geht nicht darum, Unglück und Trauer und Schmerz wegzuwünschen mit Sams-Punkten. Es geht darum, nicht dort im Jammertal zu bleiben. So verlockend es auch sein mag.

      Danke dir sehr für deinen Kommentar. Und natürlich erwähne ich dich gern. Alles sollten dich lesen 😉

      Liebe Grüße

      Claudia