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Du entsinnst dich an Laurent Kalmes? Den Gewinner, den Mann, der seinen Weg gehen wird? Den Mann, der seine gesundheitlichen Probleme angenommen und uns alle inspiriert hat.

Nein, Laurent ist nicht happy über seine Krankheit. Und ja, er würde es sich sicher anders wünschen.

Es fragt ihn aber keiner. Und deshalb geht er seinen Weg.

Der Artikel der letzten Woche hat eine angeregte Diskussion ausgelöst, die ich auf zwei Fragen herunterbreche:

  1. Hat jemand, der es schafft solche Extrem-Situationen anzunehmen und als Sieger daraus hervorzugehen, bereits vorher das Gewinner-Mindset gehabt?
  2. Und wenn das so ist, wie können die anderen erfolgreich sein, die diese Haltung eines Siegers  nicht in sich haben? Haben sie überhaupt irgendeine  Chance auf Erfolg?

Diese beiden Fragen sind ein heißes Thema. Es sind die Fragen nach Biologie oder Sozialisation. Sind Fragen, die so weitreichend und so elementar sind. Es sind Fragen, auf die es unzählige Antworten gibt. Manche biologisch-wissenschaftlich, die auch  mich überzeugen.

Irgendwie.

Es gibt ebenso unzählige  Erklärungen und Begründungen, die soziologisch  hergeleitet sind.

Und es gibt zahllose Taschakka-Ratgeber, die die 100% eindeutige Erklärung und das dazu passende krasse Selbstliebe-Konzept anbieten.

Hmm.

Aber all das hilft dir nicht weiter. Denn du sitzt zu Hause, bist frustriert, weil du dich so sehr anstrengst und dich dennoch  immer wieder die Angst vorm Versagen einholt oder dir  einfach Kraft für die verdammte „Extra Meile“ fehlt oder du dir den Erfolg einfach nicht zutraust.

Du sitzt allein in deinem Zimmer und fragst dich, woher dieser junge Kerl das verdammte innere Kraftfeld hat, dass ihm so sehr dabei hilft, sich sicher zu sein, dass er erfolgreich sein wird.

Warum ist er sich sicher und warum zweifelst du immer wieder?

Nützt vielleicht am Ende das ganze Gestrampele nichts, weil er es einfach drauf hat

soziologisch oder alternativ biologisch

und du eben nicht?

Fragen, die dich nicht weiterbringen – Biologie oder Sozialisation

Gibt es ein Erfolgs-Gen?

Ist die Sozialisation entscheidend über deinen Erfolgs-Weg?

Diese Frage werde ich dir heute nicht beantworten. Fakt ist wohl, dass es Faktoren gibt, die deinen  Erfolgsweg begünstigen, wie eine gute Ausbildung, liebevolle Eltern, unterstützende Lehrer.

Fördern und fordern.

Das ist eine gute Sache.

Fakt ist auch, dass es in der Zwillingsforschung ziemlich klare Hinweise darauf gibt, dass manche es einfach drauf haben. Zwillingspärchen, die durch unglückliche Umstände sehr früh getrennt werden und dennoch

trotz komplett verschiedener sozialer Strukturen

jeweils kometenhafte Erfolgsstories schreiben.

ABER

für jede Studie, Geschichte und oder empirische Erhebung, die sagt, dass die biologische Herkunft ausschlaggebend ist, kann ich an anderer Stelle einen großartigen Wissenschaftler finden, der mit guten Argumenten, vielen Ergebnissen und Untersuchungen  überzeugend darlegt, dass die Sozialisation das entscheidende Element ist.

Ich bleibe am Ende ratlos zurück. Und lese weiter, recherchiere.

Je tiefer der Scheiß, desto größer der Drive

Wenn ich mich dann endlich durch unzählige Artikel gearbeitet habe und für mich feststeht, dass beide Faktoren – Sozialisation und Biologie – wichtig sind, dann stolpere ich ganz sicher über einen Artikel, der alles wieder über den Haufen schmeißt.

Ein Artikel über jemanden, der weder die passende süße, sexy biologische Herkunft, noch ein pushendes, liebevolles, stimulierendes und  förderndes Umfeld hat.

Er kommt aus einem sozialen Brennpunkt, hat Eltern mit einem niedrigen IQ, keinerlei Förderer.

Nix passt.

Und doch überholt dieser Mensch alle, ist erfolgreich, sympathisch, emphatisch und zieht durch.

Für ihn war gerade das Fehlen aller Erfolgsfaktoren der Motor.

Du willst keinen wissenschaftlichen Exkurs und du willst keine Erfolgsgeschichten. Was du möchtest, ist ein simples Rezept, gemacht aus Erfahrung, aus Lebensnähe und auch umsetzbar, dass dir erklärt, wie endlich auch DU  an dein Kraftfeld kommst.

Denn genau darum geht es. Es geht darum dieses Kraftfeld anzuzapfen oder zu entwickeln und zu stärken. Dieses Kraftfeld, das du genau  dann anzapfen kannst, wenn alles den Bach runter geht.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es unheimlich viele Tipps gibt, wenn es dir sowieso gut geht?

Ich liebe diese Studien und Erkenntnisse und Forschungen. Aber was ich will, ist etwas, das funktioniert. Was ich brauche, ist etwas, das mir hilft, wenn es gerade nicht gut läuft. Wenn ich deprimiert bin oder traurig oder auch verzweifelt.

Und ich weiß, dass du genau diese Momente auch kennst.

Klar schaff ich das! Guck mal einfach zu!

Ich habe so viele Erfolgs-Geschichten untersucht und was sie alle eint, ist ein gewisser Realitätsverlust. Eine gewisse geschönte Selbstwahrnehmung.

Was ich nicht meine, ist die Art von Selbstüberschätzung, die sowohl evolutionär als auch wirtschaftlich ins Nirwana führt. Es gibt genügend Beispiel, dass das nicht funktioniert. Menschen, die ihr komplettes Vermögen an Aktienmärkten verloren haben, weil sie die Zeichen falsch gelesen haben und dennoch dachten, sie hätten es drauf.

Aber sowohl ein  Modell aus der Spieltheorie als auch meine eigene Erfahrung zeigt, dass ein

„biss’l irre hilft.“

In der Regel laufen Prozess sehr konstant ab. Du kennst deine Stärke insgesamt  in ungefähr, schätzt das Risiko ab, kalkulierst, entscheidest und handelst.

Als einer, der ein bisschen irre ist, verlässt du irgendwann den Bereich, dessen, was kalkulierbar ist. Du gehst dahin, was eigentlich eher unwahrscheinlich und gegen die  Statistik ist.

Und du glaubst trotzdem an den Erfolg. Du erhöht deinen Einsatz, nämlich deinen Glauben an dich.

Da du gegen Wahrscheinlichkeiten arbeitest, ist wiederum die Wahrscheinlichkeit groß, dass deine Mitbewerber schon das Parkett verlassen haben. Und dann kannst du gewinnen, einfach weil du noch mitgespielt hast.

Es geht jedoch nicht um Pokern. Es geht um ein Bild. Es geht darum, dass du an deinen Erfolg glaubst,   dir dieses Gefühl, diese Situation bildlich abrufen kannst und zwar  auch dann, wenn eigentlich nicht nichts mehr dafür spricht.

Diese Kompetenz kann sehr wohl über deinen Erfolg entscheiden, da du die anderen dann schon hinter dir gelassen hast.

Diese Methode erzeugt nicht unmittelbar einen realen Erfolg, macht es aber möglich, dass du daran glauben kannst, auch  wenn alles gerade dagegen spricht.

Das ist der Moment, wo du noch stehst, lächelst, der Gewinner bist und die andern schon verzweifelt  und mutlos aufgegeben gaben.

Du musst also nicht elementare biologische oder soziologische Fragen klären. Verschwende nicht deine Zeit. Was du brauchst sind Methoden, damit du jetzt und hier und heute einfach handlungsfähig bist.

Die Fähigkeit, dass du daran glaubst, dass du es kannst.

Das ist die eine Fähigkeit, die du trainieren musst.

Wenn du diese Fähigkeit auf Knopfdruck abrufen kannst, hast du das wesentliche Element zum Erfolg.

Take Care

 

Deine Claudia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Comments

    1. Liebe Sandra,

      ich freue mich sehr, dass der Artikel dich anspricht. Tatsächlich glaube ich, dass wenn du es nicht hinbekommst an dich selbst zu glauben, die Hürde sehr hoch ist. Das ist die Key Fähigkeit.

      Liebe Grüße

      Claudia