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Du solltest bei denen abgucken, die das schon haben, was du auch haben willst.

Anna hält den Druck jeden Monat Zahlen liefern zu müssen, nicht mehr aus. Nein, es ist weniger der Druck die Umsatzzahlen zu liefern, den sie nicht aushält. Tatsächlich spürt sie vielmehr voller Angst, wie diese primäre Verantwortung einer Unternehmerin ihr schleichend die Kreativität nimmt. Sie lutscht sie aus. Anna guckt immer weniger auf das, was sie kreieren möchte, als viel mehr auf das, was funktioniert. Sie studiert die Zahlen, analysiert und richtet ihren Output anschließend an diesen Analysen aus.

Sie will das nicht. Sie liebt ihren Job zu sehr, als dass sie ihn verschleißen möchte.

Deshalb hat sich Anna entschlossen einen 20 Stunden Job als festangestellte Technische Zeichnerin anzunehmen. Das sichert ihr ein Grundeinkommen und sie hofft, dass es ihr den Druck nimmt und sie wieder voller Euphorie und Kreativität ihre eigenen Projekte in Angriff nehmen kann.

Anna hat eine Entscheidung getroffen, von der sie enorm profitieren kann. Sie kann sich nun neben der festen Anstellung  ihre Selbstständigkeit aufbauen. Und zwar entspannt.

Annas Weg gehen viele von euch.

Dieses Lebensmodell hat auch einen Namen: Sidepreneur. Der Begriff ist irgendwie etwas bemüht, aber ich nehme ihn, bis ich ein besseres Wort gefunden habe.

Wenn du dich neben deinem festangestellten Job selbstständig machst, ist das eine ungeheure und fantastische Chance dein volles Potential zu leben. Verschiedene Aspekte und Nuancen deiner Persönlichkeit auszuleben. Es ist die Möglichkeit, einfach mal etwas auszuprobieren, ohne gleich volles finanzielles Risiko zu gehen.

Gleichzeitig ist dieses Lebensmodell eine Herausforderung. Eine enorme Herausforderung.

Wenn du die Chance nutzen und die Herausforderung meistern willst, kann es dir extrem helfen, dich an Menschen zu orientieren, die das Leben, das du dir wünscht, bereits leben.

Menschen, die unter der Last der Arbeit, der Erledigungen, der Herausforderungen und des Zeitmanagements nicht zusammenbrechen, sondern die glücklich und erfolgreich sind.

Es gibt 10 Dinge, die diese Menschen nicht machen.

1. Sie suchen die Lösung nicht bei anderen

Als Sidepreneur ist deine limitierte Zeit die größte Herausforderung. Zwar gibt es noch ein paar andere Herausforderungen.  Aber hinter diesem Drahtseilakt tritt alles andere zurück. Wenn du diese Aufgabe  nicht meistert, wenn du kein System dafür entwickelt, musst du dich mit anderen Fragestellungen überhaupt nicht auseinandersetzen, denn du bist sofort  draußen.

Bevor du überhaupt gestartet hast.

Fakt ist: Du hast limitierte Zeit.

Erfolgreiche Sidepreneure akzeptieren diese Tatsache. Sie akzeptieren, dass sie niemals alle Fortbildungen, alle Seminare, alle Stammtische, alle Webinare besuchen oder alle relevante Literatur werden lesen können. Würden Sie das tun, geschähe das zu Lasten ihrer Selbstständigkeit.

Sidepreneure, die das akzeptieren, arbeiten mit dem, was sie haben: dem Wissen, das schon vorhanden ist. Sie wissen und glauben es sich, dass sie bereits GENUG Kompetenz haben. Auch sie kennen diese Sucht mehr wissen zu wollen, die Hoffnung mit dem nächsten Seminar fertig zu sein. Doch sie können dieser Sucht widerstehen. Sie sind bei sich und wissen, dass sie die Lösung haben.

2. Sie sind Meister im Ablehnen

Es gibt Unmengen an kostenfreien Inhalten im Internet. Du könntest Monate damit verbringen, die Unmengen an gratis Inhalten zu konsumieren. Hier ein Tutorial, da noch ein guter Artikel und dieses Online Webinar, Booklets, Checklisten.

Großartiges Wissen wird dir großzügig geschenkt.

Bullshit.

Ein Schmarrn ist kostenfrei.

Was da passiert, ist etwas, dass jeder der Ökonomie studiert hat, im Grundlagenkurs kennenlernen durfte.

„There is no such thing as a free lunch.“

Opportunitätskosten.

Du bekommst etwas und im Tausch gibst du deine Zeit her.

Das ist ein absolut legitimer und sinnvoller Deal. Und jeder Mensch muss seine Entscheidungen treffen und aussortieren, welchen freien Lunch er annimmt und welchen er ausschlägt.

Aber – die anderen, die ihr Business Vollzeit betreiben – haben mehr Zeit als du.

Erfolgreiche Sidepreneure schlagen deshalb diese wunderbaren, kostenfreien Angebote aus. Bis auf einige ganz wenige Ausnahmen.

Ich höre dich schon entsetzt aufschreien: „Aber das geht doch nicht! Ich brauche dieses Wissen unbedingt.“

Nee, geht aber nicht. Du musst starten mit dem was du hast. Und ab und an kannst du das eine oder andere Tauschgeschenk annehmen.

Die erfahrenen Sidepreneure lehnen dennoch den Großteil dieser verlockenden  Tauschgeschäfte, die als in wunderbares pinkfarbenes, glitzerndes Papier gewickeltes  Geschenk daherkommen,  einfach ab.

3. Sie offerieren  ihr Opfer

Du kannst nicht alles haben, Baby.

Ausschlafen, früh ins Bett gehen, am Abend ein entspannendes Schaumbad, am Wochenende nur relaxen, jeden Abend  mit Freunden ausgehen, Hobbies, Freundinnen, Tonnen von Zeit für den Partner.

Erprobte Sidepreneure wissen und akzeptieren, dass sie Opfer bringen müssen. Das ist das Tauschgeschäft, dass sie ganz bewusst eingehen. Sie verzichten auf irgendetwas um in dieser Zeit an ihrem  Business zu arbeiten.

Das ist nicht schön. Verzicht hat so etwas Böses, Schlechtes, Sichselbstkasteiendes. Aber wenn du nicht bereit bist auf irgendetwas zu verzichten, brauchst du gar nicht erst anfangen.

4. Sie streichen den Vergleich aus ihrem Denkmodell

Das ist Grundschulwissen: Der Vergleich tötet. Tötet deinen Mut, deine Zuversicht und deinen Drive.

Aber Sidepreneure wissen, dass dieses Gesetz für sie um ein Vielfaches potenziert gilt. Wenn du als Sidepreneur auf deine Mitbewerber, die ihr Business Vollzeit betreiben,  schaust und siehst, wie professionell ihr Auftritt, ihr Marketing und ihr Verkauf ist, kann das bei dir nur zu totaler Lähmung führen.

Im direkten Aktivitätsvergleich bleibst du Lichtjahre hinter ihnen zurück.

Smarte Sidepreneure blenden  diesen Vergleich deshalb komplett aus. Wann immer sie auch nur den Ansatz des Vergleichs in ihrem Gefühlsleben entdecken, greifen sie gnadenlos ein und unterbinden diese selbstmörderische Aktion.

There is no way out.

5. Love you so much, Mommy!

Zufriedene  Sidepreneure haben begriffen, dass ihre Festanstellung ihr bester Freund ist. Sie sind niemals sauer auf diesen selbstlosen Versorger. Sie versagen sich Denkmodelle, die darin bestehen bezüglich des festen Jobs zu klagen, zu jammern oder unzufrieden zu sein.

Denn sie haben erkannt: Wenn deine Selbstständigkeit dein Baby, deine Berufung, deine geliebte Passion ist,  so ist dein fester Job deine Mutter,  die Frau mit den verdammt guten Nerven. Voller Liebe und Gelassenheit schaut sie dir zu. Lässt dich austoben.

Außerdem sie ist dein monetäres Back-up.

Deshalb behandeln glückliche Sidepreneure ihren festen Job voller Wertschätzung und ohne Genörgel.

6. Der mystifizierte Moneyshoe oder geht’s noch?

Geld für deine Arbeit zu bekommen bedeutet Wertschätzung derselben. Dieses Denkmodell ist Basis unseres Systems.

Du musst also möglichst schnell Geld mit deinem Traumbusiness verdienen, damit du sich gut und wertgeschätzt fühlst. Diese Geld-Energie soll dich tragen, motivieren und weiter in Richtung Gewinner-Strasse voranpeitschen.

Das mag (oder mag nicht – aber das ist  wieder eine andere Geschichte)  für einen Vollzeitunternehmer gelten.

Für dich als Sidepreneurin gilt es nicht. Denn dir geht es ja gerade darum, deine Kreativität auszuleben, den Druck, umgehend Gewinne zu erwirtschaften, in der Startzeit zu reduzieren. Deshalb hast du dir doch auch dieses Lebensmodell ausgewählt.

Es gibt zweifellos rein energetisch Wellen und Beziehungen zwischen deiner Arbeit und dem monetären Output, den du damit erzielst.

Aber Süße, mach dir doch nicht unnötig Druck: Es ist doch deinem Moneyshoe verdammt nochmal egal, mit welchem deiner Jobs du das Geld verdienst!

Relax!

Diese absolute Wahrheit haben erfolgreiche Sidepreneure zu 100% verinnerlicht. Schmeiß den verdammten Druck weg.

7. Sie machen das Geschäft mit der Angst nicht mit

Es ist eine bekannte Wahrheit aus dem Marketing, dass man mit Angst die besten Geschäfte macht.

  • Der Softdrink, der dafür sorgt, dass du dazu gehörst.
  • Das Auto, dass dich eine unabhängige und moderne Frau sein lässt
  • usw.

Genau das passiert auch in der Online-Szene. Es wird ein Geschäft mit deiner Angst gemacht: Du bekommst das Gefühl, wenn du dieses ganz bestimmte Seminar nicht mitmacht, kannst du es nicht schaffen.

Es wird ein Geschäft gemacht mit deiner Angst nicht erfolgreich zu sein. Mit deiner Angst zu versagen.

Das heißt nicht, dass alle diese Angebote schlecht sind oder nicht den versprochenen Nutzen liefern.

Aber der erfolgreiche Sidepreneur weiß, dass dieses Angebot dennoch nichts für ihn ist. Denn Fakt ist, als Sidepreneur hast  du  weniger Zeit. Fakt ist außerdem, du kannst weniger von allem machen, weniger lernen, weniger Seminare, weniger Marketing.

Wenn du dich dieser Angst nicht widersetzen kannst, wirst du Energie verlieren und schlechter werden.

8. Nicht Lola, sondern du rennst oder nur deine Wahrheit ist richtig

Wir leben in einer Welt der Gelegenheiten. Sie werfen sich dir förmlich in den Weg. Du hast das Gefühl, du musst unbedingt diese eine Kooperation eingehen, damit dein Business abgeht. Du willst hier schauen und dort sein. Husch, husch, immer schneller, immer mehr, nicht den Anschluss verlieren.

Sidepreneure, die durchhalten und glücklich dabei sind, widerstehen diesem FOMO (fear of missing out) genannten Phänomen. Diese Erscheinung, die wir alle kennen, der du aber als Business Super Woman mit nur halber Zeit, doppelt ausgesetzt bist.

„Ist mir wurscht!“

Die Sidepreneure, die dranbleiben, leben genau das. Stumpf manchmal, nicht immer fundiert aber dennoch ganz klar und ganz bei sich, schieben sie die Last, bei allem dabei sein zu wollen, einfach weg.

Nicht weil sie besser oder stärker sind. Aber sie wissen, dass diese klare Haltung ihre einzige Chance ist, dabei zu bleiben.

9. Nö, ich kann nur das!

Die Sidepreneure, die wirklich auf der Überholspur bleiben, reduzieren. Sie machen nur das eine. Diese eine Sache, die sie echt drauf haben.

Du sagst, dass sei schwer? Ja, recht hast du. Klar weiß ich, dass du noch viel mehr kannst.  Schmeiß es bitte trotzdem weg. Ja, es ist schwer und ja, ich und du, wir würden gern mit den 1.000 Kompetenzen glänzen. Geht aber nicht. Denk dran: ZEIT!!

Also bleib wie die Profis bei deiner Kernkompetenz. Die kannst du voller Euphorie und Liebe ausbauen und bearbeiten. Es bis  zum Virtuosen bringen.

Schmeiß den Rest für den Moment weg. Erdenke dir eine Welt, in der es nicht mehr Gelegenheiten gibt. Reduziere. Und wo es nicht alles gibt, kannst du auch alles haben – denktheoretisch.

10. Die bittere Wahrheit

Du kannst es halten wie Arnold Schwarzenegger:

„Sleep faster.“

Falls das nicht klappt, kannst du das tun, was die, die es schon geschafft haben tun: Dein weniger, ist dein mehr.

Wie wäre es, wenn du nicht auf Balance gehst, sondern nur reduziert lieferst ? Denn das ist es, was die erfolgreichen Sidepreneure tun: Sie liefern das, was sie haben. Sie schmeißen die Bälle in die Luft und schauen, was ankommt. Was läuft,  machen sie weiter und den Rest schmeißen sie weg.

Mein Klugschiss

Hör auf,  dem hinterher zu  trauern, was du als Sidepreneurin alles nicht machen kannst, sondern erkenne genau das als deine Besonderheit. Wenn du das erkennst, strahlst du  eine Souveränität aus, die andere inspiriert. Eine Selbstsicherheit, die vermittelt, dass du in hektischen oder schwierigen Zeiten das Richtige machen kannst.

Dass du sagst: Das ist die Entscheidung, die ich getroffen habe, denn das ist das Leben, das ich führen möchte. Und ja, du machst nicht alles so wie die anderen. Ist aber auch egal. Du erkennst das große Glück, dass du deine beiden Leben leben kannst.

Wo die Reise hingeht?

Keine Ahnung. Genieß einfach die Reise.

„Dankbarkeit verwandelt das, was wir haben in genug.“

Take care und bleib glücklich

 

Claudia

 

6 Comments

  1. Das Geschäft mit der Angst!
    Heute morgen wieder mal in meiner Blogroll entdeckt. Was man alles muss bla bla.
    Voll ins Schwarze liebe Claudia!

    1. Liebe Doro,

      das ist wirklich schlimm. Manchmal kommt es mir vor, als wenn die Rattenfänger unterwegs sind. Das macht so einen unnötigen Druck. Da musst du echt ganz bei dir sein, um dich diesem Druck zu widersetzen. Es freut mich total, dass ich dich mit diesem Artikel abholen konnte.

      Liebe Grüße

      Claudia

  2. Liebe Claudia, toller Artikel ! Ja, an dem ein oder anderen muss ich tatsächlich noch arbeiten.
    Ich habe es bisher noch nichtmal auf eine 20-Stunden-Woche geschafft, sondern bin noch in einer anstrengenden 40 bis eher 50 Stunden-Woche angestellt.
    Und ja, ich verzichte auf den ein oder anderen Samstag oder Sonntag, und Feierabend ist bei mir im Moment in der Regel nicht vor 23.00 Uhr, aber ich nehme mir auch ganz bewusst dann mal einen freien Tag, sonst würde ich innerhalb kürzester Zeit ausbrennen.
    Mein Ziel ist es bis Ende nächsten Jahres auf eine 20-Stunden-Woche zu kommen, vorher klappt es einfach finanziell nicht, da ich gerade am Anfang stehe – Aber ich werde mir deinen Artikel ausdrucken und an meine Pin-Wand pinnen 🙂
    Liebe Grüße Claudia Krell

    1. Liebe Namensschwester,

      neben einem Vollzeitjob etwas aufzubauen, ist eine echte Herausforderung. Aber ich habe den Eindruck, dass dich deine Freude trägt. Gut, dass du dir dennoch deine Auszeiten nimmst. Ich selber bin da nicht immer ganz so gut. Aber ich arbeite daran. Was mir gut gefällt, dass du eine Vision hast, wie es idealerweise in einem Jahr für dich aussehen soll. Das wird dir helfen.

      Es freut mich riesig und bedeutet mir sehr viel, dass ich dich auf diesem Weg unterstützen kann. Wenn du mal einen Wunsch hast, etwas, dass dir unter den Nägeln brennt, lass es mich wissen. Ich schreibe gern etwas dazu, wenn es passt.

      Liebe Grüße

      Claudia

  3. Liebe Claudia,
    danke für das tolle Thema. Du sprichst mir aus dem Herzen. Noch bin ich in einen Fulltime Job der mich an meine Grenzen bringt. Ich muss dringend etwas ändern. Wenn die Angst nicht wäre….
    Auch die Medien machen es einen nicht einfach. Die ewigen Diskussionen über die vielen Arbeitslosen verleiten mich doch durchzuhalten. Aber ich werde mir deinen Beitrag zu Herzen nehmen!
    Danke, dass du mir die Augen geöffnet hast!
    GLG aus Wien
    Natascha

    1. Liebe Natascha,

      ja, es schon eine Herausforderung zwei Jobs hinzubekommen und dann trotzdem genug Erholung, Spaß und Freude im Leben zu haben. Es hört sich so an, als wenn du da echt Handlungsbedarf ist bei dir. Deine innere Stimme ist meist der beste Ratgaber.

      Ich danke dir für deine lieben Worte und es freut mich riesig, wenn ich dich „anstupsen“ konnte.

      Liebe Grüße in eine meiner Lieblings-Städte

      Claudia