7 Comments

  1. Christina Baier
    9. März 2016 @ 23:48

    Liebe Claudia, das ist ein wunderschöner Beitrag – und ich möchte ihn so unterschreiben. „Was auch immer dir in deinem Leben passiert: Du hast die Kraft es zu überstehen. Du weißt es nur noch nicht. Und manchmal braucht es eine elementare Situation, um dir bewusst zu machen, dass du alles schaffen kannst.“ JA! Als Mutter von drei Sternenkindern habe ich genau diese Erfahrung gemacht. Drei mal.
    Aus Resignation wurde Frieden. Aus Verzweiflung wurde Dankbarkeit. Die Trauer wich der Liebe.
    Aus Sinnlosigkeit wurde eine Aufgabe – andere Betroffene auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten.
    „Trotzdem JA zum Leben sagen“ (Viktor Frankl). Mein Lebensmotto. Wenn Du auch nicht immer beeinflussen kannst, WAS Dir passiert. Du kannst immer Deine Haltung wählen. Du bist kein Opfer der Umstände. Niemals.
    Auch ich jammere heute wieder – hin und wieder – aber genüsslich 🙂 Weil ich’s kann – nicht weil ich’s brauche.
    Solange es nicht um Leben und Tod geht bringt MICH wirklich nichts mehr aus der Ruhe.LG, Christina

    • Claudia Münster
      10. März 2016 @ 18:26

      Liebe Christina,

      es ist für mich wie ein Geschenk, dass der Artikel dieses Empfinden bei dir auslöst. Ich danke dir. Und noch mehr danke ich dir für deine Offenheit, dass du dein Schicksal mit mir (mit)teilst. Ich bewundere die Haltung und das Empfinden, dass du zu deinem Verlust entwickelt hast. Sternenkinder. Das ist ein wunderschönes, gefühlvolles und treffendes Wort. Und genau diesen Dreh, den du emotional gemacht hast, wollte ich beschreiben. Und dass du jetzt anderen Menschen hilfst und es auch kannst, weil du schon warst, wo sie jetzt sind, ist wunderschön. Wie lange hat die Entwicklung bei dir gedauert? War das für dich sofort so klar, wo du hin willst? Das sind so Punkte, die einen schon umtreiben in Krisensituationen.

      Herzliche und liebe Grüße

      • Christina Baier
        12. März 2016 @ 19:43

        Liebe Claudia, dass ich meinen Weg da raus öffentlich (wenn auch zunächst unter Pseudonym) gehen würde, war mir ziemlich schnell klar. Ich wusste, es gibt im deutschsprachigen Raum kaum Support beim Abschied vom Kinderwunsch. Ich hatte aber bereits US und UK-Coach-Kolleginnen kennengelernt, die als ebenfalls Betroffene den Weg dann öffentlich voran gegangen sind und hatte sofort das Gefühl, dass ich das nicht nur auch kann sondern sogar tun muss. Gemeinsam mit einer Freundin, die in der gleichen Situation war, haben wir dann damals ein Blog gegründet – ohne aber wirklich zu wissen, wie schnell und wie sehr sich dieser entwickeln würde. Ende 2015 habe ich dann eine kleine Auszeit genommen – und bin dann 2016 komplett öffentlich zurück gekommen sozusagen. Jetzt habe ich sehr viele neue Ideen und Projekte in der Planung was dieses Thema angeht.

        Alles ist gut. Es gibt zwar nicht immer ein Warum – aber immer ein Wofür. Das habe ich gelernt aus meinen Erfahrungen.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

        • Claudia Münster
          12. März 2016 @ 21:25

          Liebe Christina,

          ja, tatsächlich ist es wirklich so, dass der US und Uk Raum deutlich fortschrittlicher ist (dahingehend Dinge öffentlich zu machen und/oder zu bloggen). Deine neue Seite habe ich mir vorhin angeschaut und das hört sich nach einem wirklich spannenden Projekt an. Es ist wirklich wunderbar zu hören, wie und dass du gewachsen bist.

          Liebe Grüße

  2. Sabine Stoick
    10. März 2016 @ 11:33

    Liebe Claudia, ein so schöner Beitrag. „Es ist dein Leben, deine Entscheidung!“ So wahr und doch von den allermeisten Menschen „noch“ nicht erkannt. Klar, Jammern ist ja auch einfacher und vor allem gesellschftsfähig. Doch diejenigen die sich entschieden haben ihr Leben selbst zu entscheiden und das Jammern nicht mehr zum Lebensinhalt machen, diejenigen sind auch Wegbereiter für andere durch ihr Vorbild. And who cares, das Leben ohne Jammern ist gestaltbar, nicht einfacher aber so wie ich es will, und nur ich bin verantwortlich für mein Erleben.

    • Claudia Münster
      10. März 2016 @ 18:20

      Liebe Sabine,
      danke für deine lieben Worte. Ja, es ist seltsam, dass jammern „normaler“ ist, als eine positive Haltung. Ist dein Umfeld manchmal irritiert, wenn du nicht jammerst? Ich wurde schon diverse Male anschaut, als wenn ich besser den Arzt aufsuchen sollte wegen meiner positiven Haltung.

      Liebe Grüße

  3. Fundstücke: Was Wir Im März Gern Gelesen Haben | So Leben, Wie Ich Will:
    1. April 2016 @ 16:19

    […] Jammern bringt dir gar nichts […]