The unknown inside: Vom Glück sich zu zeigen

Du bist so gleich wie ein schwarzes Schwänlein unter 1.000 dottergelben Küken.

Anders als dem schwarzen Schwan sieht man dir dein Anderssein nicht auf den ersten Blick an. Alles unauffällig. Auffällig schön unauffällig.

So unauffällig wie Anna. Anna hat ihren Mann, ihre Kinder, ihren Job und ihre Visionen. Hat die gepflegten Parties am Wochenende mit inkludierten Kinderprogramm. Nix Wildes. Ein bisschen Wein, etwas Leckeres zu Essen. Okay, vielleicht ein Gläschen Wein zu viel.

Das Wochenende geht weiter mit zu wenig Schlaf, denn am Samstag Morgen folgt erneut etwas, dass das Leben mit Familie und Freunden so lebenswert macht, Hundegang, marktfrischer Blattspinat, Shopping, Lesen und Denken und Lieben. All das. Gestopft in ein Wochenende. In eine Woche. In ein Leben.

Da gibt es nix zu beklagen. Du liebst, was du lebst. Schöne Rituale. So vertraut, wertvoll, Momente, in denen du jedes einzelne Element liebst: den cremigen Latte Macchiato, die Beeren, glänzend auf das frisch geröstete Müsli gestreut, die Duftkerze, in den Morgenstunden, die in dieser Jahreszeit noch nicht hell, sondern dämmrig sind, durchzogen von einem anbrechenden rosè leuchtendem Tag, der sich seinen Weg sucht.

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