Der Weg zu mehr Glück – von Madonna und Gandhi lernen

 

 

Du weißt einfach nicht mehr, was richtig ist. Wer du bist. Was deine Farbe ist.

Du hast alles versucht und hast das Gefühl, dich ununterbrochen Häutungen zu unterziehen, um endlich richtig zu sein. Endlich in die Erfolg- und Glücks-Schublade zu passen. Hast die Erfolgs-Frau in dir gepusht und better-bigger-higher proklamiert. Dann wieder hast du dich positioniert als tiefsinnige, melancholische Frau. Und an anderen Tagen wiederum kommst du als lachende Lady daher, die einfach nur Spaß haben und ihr Leben voller Liebe und Leichtigkeit genießen will.

Anna liegt im Bett. Stille umgibt sie. Es ist die absurde Stille der lauten Gedanken. Die nie ruhende Macht des inneren Monologs. Laut. So unfassbar laut.

Sie hatte heute Morgen dieses Meeting mit der PR Agentur, in der es um die Strategie ihres Marketings ging. Branding. Corporate Identity. Nachmittags das Gespräch mit dem Steuerberater, der die aktuellen Zahlen bekanntgab und sie zurückließ in einer euphorisch-depressiven Stimmung in Anbetracht der erzielten kurzfristigen Erfolge und im Angesicht der Herausforderungen der nächsten Monate. Abends traf sie sich mit ihren Mädels und alles war so leicht. Es ging nur darum loszulassen, sich gegenseitig zu feiern, zu ermutigen und unfassbare Visionen zu hegen. Visionen mit Champagnermomenten, ohne Pflichten, ohne ein Morgen. Es ging nur um den Moment. Und Spaß und das pure Leben.

Jetzt war da die lautlose, dröhende  Nacht. Die Nacht, in der die stille, ängstliche  Anna sich hervortraute. Die Anna, die all das Laute, den Wettbewerb, den Druck und dieses allgegenwärtige nach den Zielen-Pinkeln gar nicht mochte. Die introvertierte Anna, die die Bühne nicht liebte, die die Stille mochte, die Achtsamkeit, die Introspektive, die Einsamkeit.

Verdammt!

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