Mit schwarzen Löchern zu mega Erfolg

Wir sind nur eine etwas fortgeschrittene Brut von Affen auf einem kleinen Planeten, der um einen höchst durchschnittlichen Planeten kreist.  Stephen Hawking

Worte eines zutiefst demütigen Mannes, der keine andere Wahl hatte, als genau so zu denken oder die Erkenntnis eines tief denkenden Menschen, dem bewusst ist, dass der größte Feind von allen die eigene Überheblichkeit ist? Was macht den Erfolg dieses Mannes aus?

Mit Stephen Hawking ist einer der genialsten zeitgenössischen Astrophysiker gestorben. Eine Pop-Ikone. Was Lindbergh für die Fashion-Fotografie ist, war Hawking für die Astrophysik. Er hat mit einem genialen Gefühl für Marketing sein Wissen unter die Menschen gebracht. Also die normalen Menschen a.k.a. you and me.  Physik für jedermann. Wobei,  wenn wir ganz ehrlich sind, sind selbst Hawking’s simplifizierte Erklärungen zum Universum, zu schwarzen Löchern und anderen Mysterien, trotz aller Vereinfachung, immer noch unverständlich für uns sind. Ich höre die Worte, doch ich verstehe nicht, was sie bedeuten.

Wenn wir noch ehrlicher sind, interessieren wir uns  nicht einmal für Astrophysik und die schwarzen Löcher gleich überhaupt nicht. Was ist dann der Grund für Hawking’s Ikonenstatus?

Ist es sein Marketing-Genie? Dieses Gefühl für das, worauf Menschen reagieren? Was sie anspricht?

Oder ist es seine Intelligenz? Die unfassbare Klugheit, mit der er die Schul-Astrophysik ordentlich durcheinander gewirbelt hat und wo er noch heute mit seinen Theorien wegweisend ist.

Oder ist es vielleicht doch ein kleines wenig seine Krankheit?

Welchen Anteil an seinem Erfolg hat die Tatsache, dass er maximal behindert ist?

Ich gestehe es: Das ist eine böse, ketzerische Frage. Deshalb an diejenigen von euch, die bei dem Gedanken an Stephen Hawking niemals auch nur an seine Krankheit , sondern ausschließlich an die Geheimnisse der  Astrophysik gedacht haben: Ihr solltet hier aufhören zu lesen, denn dann seid ihr in einer anderen Sphäre als ich.

Okay, bereit?

Jetzt, wo wir unter uns sind, kann ich euch sagen, was mich so fasziniert. Es sind nicht die schwarzen Löcher. Egal, wie oft ich über sie lese, das Ergebnis bleibt das gleiche: Ich verstehe sie nicht.

Ich habe immer nur ÜBER Stephen Hawking gelesen, aber nie tatsächlich sein Werk gelesen. Nicht einmal einen einzigen Artikel VON ihm, sondern immer nur Interviews mit ihm, Nachrichten über ihn, Bilder von ihm. Ein Physiker, mag er auch noch so genial und bahnbrechend sein, ist  keine Ikone und es gäbe unzählige, andere grenzgeniale Physiker, deren Lebenswerk ich hätte verfolgen können.

Habe ich aber nicht.

Brain über Körper – Erfolg geht den klaren Weg

Mr H ist irgendwann in unser Leben getreten. Also das Leben, das uns durch  die Medien erreicht. Nicht wirklich relevant für unser Leben, unsere Entwicklung  und unsere Gefühle, aber doch präsent. Hawking erreicht mich zweifach – in Wort und Bild. Das Wort waren die Schwarzen Löcher. Das Bild war der Mann, der schwerstbehindert war. Aus einem Gesicht, dass von er Krankheit gezeichnet war, blitzten mich zwei hellwache, kluge Augen an.

Gibt es so etwas überhaupt, „kluge Augen“? Oder ist es nur das, was wir sehen wollen? Er musste ja klug sein, dieser Stephen H., schließlich hatte er revolutionäres über die Schwarzen Löcher entdeckt.

Was die Schwarzen Löcher waren? Ich hatte (und habe) keine Ahnung. Da ist für mich nur eine vage Idee. Dieses ungewisse, vage genügte mir. Die Presse über die revolutionären Entdeckungen dieses Wissenschaftlers lösten in mir keinen wissenschaftlichen Forschungsdrang aus.

Tatsächlich berührte mich zutiefst, was ich dachte. Vielleicht war ich so gar ein wenig in meine eigenen Gedanken verliebt. Ich sah einen Menschen, der seinen Geist, seinen Verstand über seinen Körper setzte. Ich sah einen unbändigen Wissensdrang und Lebenswillen.

Mich inspirierte das, was ich sehen wollte. Der Wunsch, wenn ich in einer vergleichbaren Situation wäre, dass mich der unbändige Wille wissen zu wollen, die Sehnsucht zu lernen, tragen würde. Das mein Geist wichtiger als mein Körper sein würde. Die Sehnsucht nach einer Sphäre, in dem mich das Außen nicht manipulieren würde, sondern das Innen mich leiten würde.

„I am not your Guru“

Aber ein schlauer Mensch lässt sich nicht vereinnahmen. Unaufgeregt und sehr eindeutig, schiebt Hawking jedes Heldentum von sich.

Gott? Daran glaubt er nicht. Wenn der Herr gelegentlich in seinen Büchern auftaucht, dann nach Hawking’s Aussage nur, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Ein Erfolgs-Trick.

Leben für einen höheren Zweck, ohne Sehnsucht nach Erfolg ? Niemals, eher der Wunsch, in noch mehr Dimensionen denken zu können. Unstillbare Neugier, Wissensdurst, all das trieb ihn voran. Persönliche Motive, kein „Ich habe anzunehmen und zu dienen“-Auftrag war seine Motivation. Immer geht es um die Lust an der Wissenschaft, die Freude am Verstehen und die Liebe zu seiner Familie.

Und doch bleiben wir beeindruckt und ignorieren die rein persönlichen und ehrgeizigen Motive dieses Wissenschaftlers. Wünschen wir uns doch so sehr ein Vorbild, das jedem Schmerz trotzt und unbeirrt das Leben lebt, das ihm geschenkt wurde.

Doch auch diesen Wunsch zerschlägt der erfolgreiche Wissenschaftler.

Erst nach seinem Tod  las ich ein Interview, in dem Hawking sehr klar sagte, dass es für ihn Gründe gäbe, selbst sein Leben zu beenden. Wenn er unter unerträglichen Schmerzen leiden würde, empfände er sein Dasein als würdelos.

Warum verdammt nochmal sagt dieser Mann nie, was in mein Bild von ihm passen würde?

Dreimal größer als wie du – Geheimnisse des Genialen

Was lehrt uns also dieser Mann? Also uns, die wir die Schwarzen Löcher nicht verstehen?

Er lehrt uns unfassbar viel. Denn das, was ihn getrieben hat, war der Durst zu wissen, zu verstehen. Das, was ihn demütig gemacht hat gegenüber den Mysterien des Universums und des Lebens, ist das klare Wissen darüber, dass wir, dass unser Leben, so unfassbar klein ist in Relation zum Universum.

Er lehrt uns den Mut, sich selber wichtig zu nehmen, sich zu vermarkten, zu kämpfen für unser Ziele  und unseren Weg zu gehen. Uns nicht abhalten zu lassen, von nichts. Von niemanden.

Doch mit seinem Wissen über das Universum, dessen unendliche Weite, dessen Grenzenlosigkeit, bleibt er auch demütig zurück.

Wir sind nur durchschnittlich, in einem durchschnittlichen Sonnensystem.

Deshalb müssen wir uns nicht klein fühlen – im Gegenteil. Doch das Wissen über die Unendlichkeit und die unfassbare Größe von allem, können uns helfen, die Verhältnisse neu zu regeln. Wenn du erkennst und verstehst, dass in Relation all das, was dir zunächst so unfassbar groß erscheinen mag, nur ein klitzekleines Sandkorn ist, so ist das, das  Geschenk, das der inspirierende Stephen Hawking uns gemacht hat.

Es ist das Geschenk um das Wissen der Relation. Wenn du erkennst, dass deine ganz persönliche Herausforderung ein Sandkorn ist im Vergleich zum Universum und in Relation zu den 90 Jahren, die du im besten Fall auf diesem Planeten hast, hast du das Turbo-Wissen in deinem Herzen.

Dieses Power-Wissen kann dir helfen weitermachen, zuversichtlich zu sein und niemals aufzugeben. Denn es geht um mehr als nur ein kleines Problem. Es geht um alles. Und um nichts. Es geht um deinen Erfolg.  Und um das Universum. Du hast es in der Hand.

Dein größter Fan

 

Claudia xoxo

PS Ich weiß, dass es schwer ist. Ich weiß aber auch, dass du es schaffen kannst, manchmal fehlt dir einfach nur der Mensch, der dir im richtigen Moment sagt, dass du es schaffen kannst. Ich bin für die Menschen da, die es wissen wollen. Aber nur für die, die es wirklich ernst meinen