IMG_1458

Was genau motiviert dich diesen Artikel zu lesen?

Ganz genau: Du hast ein Motivations-Problem. Was auch immer du erreichen willst, die größte Hürde ist es für dich, deine Motivation auf einem hohen Level zu halten. Das ist DIE eine Aufgabe, die uns immer wieder am meisten abverlangt.

Es gibt soviel, mit dem du dir selbst im Weg stehst und was dich demotiviert. Es gibt unendliche viele Hürden von außen, die dir dabei im Weg stehen dauerhaft motiviert zu bleiben.

Du bist müde.

Du hast keine Zeit.

Du hast keine Lust.

Du bist frustriert.

Dir geht alles auf die Nerven.

Und du hast Zweifel, dass du es überhaupt schaffen kannst.

Du hast eine Blockade.

Du musst die Wäsche waschen, den Rasen mähen, das Kind füttern, die Schrauben festdrehen.

Wir brauchen also ein System, um die Motivation dauerhaft auf einem hohen Level zu halten – trotz  äußerer Umstände und innerer Saboteure. Die äußeren Umstände können wir nicht komplett perfektionieren. Wir können optimieren, hier am Schräubchen drehen, dort verbessern, dieses oder jenes delegieren. Aber der perfekte und störungslose Alltag – emotional und tatsächlich – ist eine Illusion.

Wenn du die Kunst beherrschst deine Motivation auf einem konstanten Level zu halten oder diese rasch wieder hochzutreiben, wenn sie mal abgefallen sein sollte, hast du einen universellen, nicht zu schlagenden Zauberstab in der Hand. Was auch immer du angehen willst, du bist unbeatable.

Es ist egal, ob du weniger Aufschieberitis willst, öfter Ordnung halten, deinen Umsatz steigern oder ein Buch schreiben möchtest, ob du im Job eine Stufe auf der Karriere-Leiter hinauf klettern oder im Familienverbund die Mitarbeit der anderen durchsetzen möchtest. Wenn du die richtigen Techniken kennst, um einen hohen Grad an Motivation bei dir aufrecht zu erhalten, wird dir nicht wie bisher auf halber Strecke die Luft ausgehen. Und dann wirst du die anderen überholen. Und nicht mehr zuschauen, wie die anderen dich überholen.

Wie gelingt dir das, fragst du dich? Und ich muss dich enttäuschen: Es gibt darauf keine eindeutige und universelle Antwort. Es gibt nicht den einen sicheren und zuverlässigen Weg. Aber es gibt eine Strategie, die sich aus mehreren Tricks zusammensetzt, um genau das zu schaffen: Eine konstant hohe Motivation. Na ja, fast immer.  In jedem Fall jedoch abrufbar auf Bestellung.

Fakt ist, dass es keinen eindeutigen Beweis gibt, ob Motivation von außen oder von innen besser funktioniert. Es gibt zahlreiche Studien für beide Ansätze. Da gibt es zum einen die Fans, der eigenen Motivation.

Du bist dein Super-Motivator

Du musst einfach nur an dich glauben und dann wirst du alles schaffen. Es reicht, dass du positive Gedanken hast und an deinen Erfolg glaubst. Du musst dich nur von allen negativen Gedanken lösen, eine kleine To-Do Liste schreiben und schwups – bist du auf Bestellung motiviert und erreichst deine Ziele.

Es gibt Branchen, die genau mit diesem Ansatz sehr viel Geld verdienen, Pseudo-Coaches, Trainer und Tschakka Gruppen. Der Ansatz dabei ist, dass du allein dadurch, dass du eine positive innere Haltung und Optimismus hast, alles erreichen kannst.

Das ist eine Motivationslüge.

Natürlich ist es so, dass du mit deiner Gedankenwelt deine innere Haltung und Motivation positiv beeinflussen kannst. Aber das allein reicht nicht dauerhaft. Denn du ignorierst damit die Außenwelt. Wenn du dich beispielsweise hoch motivierst an deine Arbeit machst, ist das noch keine Erfolgsgarantie. Um Erfolg zu haben, braucht es mehr. Es braucht Kompetenz, Wissen und Empathie. Wenn du aber vorher nicht deine Hausaufgaben gemacht hast, wirst du die Aufgabe nicht gut erledigen. Dann wirst du wahrscheinlich einen Misserfolg haben.

Du kannst natürlich versuchen, dich weiter damit zu motivieren, dass es dir total viel Spaß macht, was du tust. Aber das wird schwierig sein, wenn deine Außenwelt dich wissen lässt, dass du es nicht drauf hast oder wenn du Misserfolge hast. Und du wirst nach einer Zeit den Spaß an der Arbeit verlieren. Denn der Spaß an dem was du tust, ist auf Dauer untrennbar damit verbunden, dass du darin gut bist und Erfolg hast.

Das muss kein monetärer Erfolg sein. Aber du musst Menschen erreichen mit dem was du tust. Irgendwer muss dich loben, muss deine Arbeit wertschätzen, denn das macht einen Teil des Spaß aus.

Wenn das alles ausbleibt, wirst du die Motivation verlieren.

Auch der Ansatz, dass es reicht, selbstbewusst zu sein, um eine dauerhafte Motivation zu erzielen, überzeugt mich nicht. Es gibt so viele unsichere Menschen, die erfolgreich sind. Menschen, die sich mit Selbstzweifeln herumschlagen. Nein, Selbstbewusstsein ist nicht auch das Geheimnis für dauerhafte Motivation.

Darüber hinaus gibt es zahllose Einflüsse von außen, die das Konstrukt von der schönen Harmonie zwischen dir und deiner Motivation stören.

Und dich dann immer aus dir heraus zu motivieren, erscheint sehr sportlich. Ich bin ein totaler Fan von Selbst-Motivation und positiven Denken. Ich liebe es, weil es mich so autark macht. Ich mag die Idee der Selbstverantwortung. Niemand ist schuld.

Aber dennoch sind dieser Art der Motivation Grenzen gesetzt. Und zwar von dem, was wir das Leben nennen. Und von deinem inneren Schweinehund.

Hol dir also aus diesem Bereich der Motivation, das, was für dich funktioniert. Aber gib dich damit nicht zufrieden, sondern ergänze deine kleine Motivation-Werkzeugkiste.

Gib’s mir, Baby

Seminare, Coachings, TED Talks, hier eine Challenge und dort ein Kurs plus Bücher, die epochal sind, Gespräche mit inspirierenden Personen und während du joggst, hörst du natürlich den neuesten Podcast über Business Economy. Die Möglichkeiten, dich von außen zu motivieren, sind unerschöpflich.

Und wenn du herausfindest, was für dich wirkt, solltest du dir regelmäßig die entsprechende Dosis davon geben.

Funktionieren diese Babies aber auch, wenn du so richtig lustlos und mutlos bist und dich zu nichts  aufraffen kannst?

Reicht eine fein verpackte Inspirationen  oder das eine so aussagekräftige und berührende Zitat, um wieder loszulegen?

Nee, so funktioniert es nicht.

Motivation außen ist eine wichtige Ergänzung für ein hohes Level deiner Motivation. Und die solltest du nutzen. Du solltest lesen und lernen und dich inspirieren lassen. Hol dir auf diesem Weg wahnsinnig kluge Leute in dein Wohnzimmer und profitiere davon.

Und ich will auch nicht den Wert eines Coaching, einer Mentorin oder eines Kurses schmälern. Das sind wichtige Ergänzungen, die dich wachsen lassen und dich auch motivieren können.

Aber diesem Input von außen sind ebenfalls Grenzen gesetzt.

Aber von wem? Na, von deiner Motivation. Und damit hast du einen ziemlich blöden Kreislauf.

Hast du z.B. schon einen Selbstkernkurs gekauft und nicht beendet?

Hast du schon eine grenzgeniale Fortbildung gehabt und warst voller Euphorie, um dann doch nach drei Wochen in deinen alten Trott zurückzuverfallen?

Ich kenne das alles. Und ich verzeihe es mir. Denn das Wesen der Inspiration von außen ist, dass sie einen Impuls Charakter hat. Dieser Impuls begleitet dich eine Zeitlang und immer wieder ploppt etwas hoch. Aber ein dauerhaft hohes Motivationslevel ist ein Prozess und keine Einkaufsliste, die erledigt und dann vergessen werden kann.

Mach einfach – das ist der ultimative Tipp

Was am besten funktioniert, ist machen. Durch pure Aktion kommst du aus der Position des Empfangenden heraus. Du sitzt nicht dort und wartest. Auf die Motivation und auf den Flow. Sondern du machst einfach.

Das ist das, was tatsächlich am besten funktioniert: Einfach machen. Und dieses Machen bringt einen Kreislauf in Gang.

du machst – du wirst inspiriert – du kommst wieder in die Aktion – die Tatsache, das du etwa geschafft hast, motiviert dich wiederum  – und immer weiter und immer weiter

„Action isn’t just the effect of motivation, but also the cause of it.“

Diese Methode funktioniert immer. Setz dich einfach hin, mach deine Sache. Einfach der Umstand, dass du sie machst, hält dich bei der Stange. Und sie verlangt dir wenig ab. Du musst dich nicht vorher motivieren, euphorisch sein oder an den Erfolg glauben – mach es einfach !

Das pure Machen löst etwas in dir aus.

Fazit

Der Streit der Theoretiker kann dir egal sein. Lass andere entscheiden, welche Theorie letztendlich wissenschaftlich haltbar ist. Entscheidend ist, was funktioniert. Und das Ergebnis meiner Forschung, die nun schon jahrelang andauernd und die man „das Leben“ nennt ist: Nimmt die Kombination. Hol dir von außen, was dir hilft, lies gute Bücher und führe inspirierende Gespräche. Finde Mentoren und Gleichgesinnte.

Du musst auch an dir selber arbeiten und dich wehren gegen die Verzweiflung oder Mutlosigkeit. Finde einen Weg zu dir selbst und zu deiner Zufriedenheit. Hole dir Motivation aus einem Lauf und aus einem Spaziergang an der frischen Luft und einem Gespräch mit dir selbst.

Und um ganz sicher zu gehen: Mach einfach. Immer weiter und wieder wieder. Denke nicht drüber nach und stelle es nicht in Frage.

Durch diese Kombinationen wirst du in der Lage sein, dich immer gut zu versorgen mit dem richtigen Level an Motivation. Du hast durch die Kombination aller drei Methoden die richtigen Techniken an der Hand, um dran zu bleiben.

Aber die wichtigste Frage kommt zum Schluß:

Wer hat dich motiviert diesen Artikel zu lesen?

Ja, und genau dieser Mensch – nämlich du – wird es schaffen, motiviert zu bleiben.

Deine, jetzt gerade hoch motivierte
Claudia

2 Comments

  1. Da ist einiges dran und ich finde mich wieder, obwohl ich mich völlig unbewußt so motiviert hab. Ich werde den Post direkt nochmal lesen ;)… danke für die Motivation Claudia

    1. Liebe Doro,

      wow, das ist die hohe Kunst, wenn du du ohne darüber nachzudenken, genau das Richtige für dich getan hast. Und ich bin echt happy, dass dir der Artikel gefällt.
      Liebe Grüße

      Claudia