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0:30 im Club. Du tanzt, bist zeitlos und vergisst alles um dich herum. Bewegst dich im Rhythmus der Musik, die im perfekt kalkulierten heartbeat drum dröhnt und dich mitnimmt auf die Reise. Deine Freunde sind bei dir. Es ist so laut, dass ihr euch nicht mehr hören könnt. Das ist auch nicht nötig, denn ihr strahlt einander an, fühlt die gleichen Rhythmen, die Freude an der Musik und der Bewegung. Ihr seid wie ein gut eingespieltes Team, ihr tanzt euch an, lacht unbändig  und feiert, als wenn es kein Morgen gäbe. Alles fällt von dir ab. Du fühlst eine Leichtigkeit, eine unbändige Lebensfreude. Die Musik löst Emotionen in dir aus und reines Leben strömt durch deinen Körper. Pure Freude, reines Fühlen. Kein Gestern und kein Morgen. Nur der Moment. Nur diese Nacht. Nur dieses Leben.

Ich muss dich enttäuschen: Du bist nicht dabei.

Denn da ist die eine Kleinigkeit, die du vergessen hast. Du hast ein Ziel.

 

Es geht immer um den Fokus

Du hast dir ein großes Ziel gesetzt. Ein richtig großes Ziel. Ein Ziel, so groß, dass es dir den Atem nimmt, wenn du nur daran denkst. Du willst ein Buch schreiben? Du möchtest einen monatlichen 5 stelligen Umsatz? Siehst du dich als Speaker? Oder träumst du davon  endlich deine Promotion zu beenden?

Doch ich muss dich enttäuschen. Dieses Ziel wirst du nicht erreichen, wenn du nur genau so viel tust wie die anderen. Du musst mehr tun. Du musst alles geben für dein Ziel. Wenn du dazu nicht bereit bist, wirst du genau dort sein, wo die anderen sind. Im Mittelmaß.

Wenn du ein riesiges Ziel hast, dann musst du verzichten.

Du musst verzichten auf den Club. Auf Wellness Tage im Beauty Spa. Auf lange ausschlafen und viele andere Dinge.

Eine Zeitlang. Du musst fokussiert sein. Du musst dafür auf die Work-Life-Balance scheißen.

Für eine gewisse Dauer musst du dich ausschließlich auf das fokussieren, wo du hin willst. Du musst dich also ausschließlich auf dieses eine verdammt Ding konzentrieren und alles andere ausblenden.

Bist du bereit diese Pille zu schlucken?

Ja?! Okay, auf geht’s.

Wenn nicht, dann lass es lieber sein, denn ohne diesen ersten Step wirst du dein Ziel nicht erreichen. Denn wenn es so einfach wäre, würde es jeder tun. Klar, oder?

Erfolg ist das Ergebnis wenn Vorbereitung auf Leistung trifft

Du hast dein Ziel avisiert. Du willst es. Und jetzt, Baby, beginnt die Arbeit. Denn durch Verzicht allein wirst du es nicht reißen. Verzicht kann dich bitter werden lassen. Ausgetrocknet, ohne jeden Spaß.

Du musst deinen Erfolg vorbereiten. Du musst ihn planen.

Ich weiß,  du hast alles getan, was du tun musst. Du hast dein Ziel visualisiert auf einem Visionboard, in einem Meeting Protokoll festgehalten. Vielleicht hast dich auch innerhalb eines Teams verpflichtet.

Aber all das allein nützt dir gar nichts.

Lass dir noch mal das Zitat auf der Zunge zergehen

„ Erfolg ist das Ergebnis, wenn Vorbereitung auf Leistung trifft.“

Um dein Ziel zu erreichen, musst du besser sein als andere. Und du mußt präsenter sein. Und du musst die bessere Strategie haben.

In diesem Bewusstsein und diesem Wissen, in dieser Zeit des Verzichts, musst du dir die Seele aus dem Leib arbeiten. Willst du ein Buch? Dann schreib es. Fokussiert. Jeden Tag drei Stunden. Die bringst du sogar unter, wenn du noch einen Vollzeitjob hast. Verzichte auf Fernsehen, auf Spiele-Abende und Zock-Sessions.

Hast du eine Idee, was du allein mit diesen drei Stunden täglich, die durch den Verzicht gewinnst,  in drei Wochen reißen kannst?

Du kannst Berge versetzen.

Das ist dir too much? Du möchtest für dich sorgen?

Das ist auch okay. Und ja, es ist nicht klug, dich, deine Seele, deinen Körper und deine anderen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Natürlich wäre es schöner, wenn du eine Balance herstellst. Schafft aber nicht jeder.

Aber du kannst dir den zeitlichen Rahmen für deinen Weg selber setzen. So wie du es brauchst, so wie du es kannst, so wie du es willst. Ob du dein Ziel innerhalb der nächsten drei Jahre erreichen willst oder ob du komplett durchziehen und in einem Monat am Ziel  sein willst. Ob du dir von deinem Jahresurlaub zwei Wochen nimmst und dich auf eine Finca in Malle zurückziehst.

Die Essenz: Die anderen sind im Club und du verzichtest.

Weil du den Erfolg willst. Und den Erfolg bekommst du nur, weil du vorbereitet bist und weil du verzichtet hast.

Und nein, der Erfolg ist auch kein Zufall.

Du bist vorbereitet. Du hast verzichtet. Und du hast hart gearbeitet. Und genau das ist die Melange, die es braucht um erfolgreich zu sein.  Das hat nichts mit Zufall zu tun und auch nichts mit Glück. Sondern, weil du alles getan hast, was für genau dieses Ergebnis getan werden musste.

Und es wird immer Menschen geben, die dich um dein unglaubliches Glück beneiden, wenn du dein Ziel erreicht hast. Lass die anderen glauben, dass du Glück hattest.

Bernhard Langer, der Profi Golfer,  hat einmal in wunderbarer Weise die Frage  eines Reporters nach der Frage seines Glückrezepts süffisant  so beantwortet:

„Ja, es ist witzig, seit ich so hart trainiere, habe ich immer öfter total viel Glück“

Und deshalb: Du kannst es, du willst es und du gehst durch den Tunnel des Verzichts, weil es sich verdammt noch mal lohnt.

 

Deine Claudia

4 Comments

    1. Liebe Sandra,

      wie großartig, wenn dir mein Artikel Mut machen konnte zum Weitermachen. Das Dranbleiben können ist wirklich genau DIE Eigenschaft, die entscheidend ist. Und immer, immer wieder fällt genau das so schwer. Aber du willst dranbleiben und damit hast du schon den wichtigsten Step geschafft. Es hört sich so an, als wenn du dich gerade zum dranbleiben „zwingen“ müsstest. Oder habe ich mich „verhört“?

      Liebe Grüße
      Claudia

      1. Liebe Claudia,

        Nein, dranbleiben macht mir Spaß und ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit an meinem Traum. Es ist toll sehen zu können, wie aus meiner Idee langsam etwas wächst. Es gibt noch viel zu tun und das ist gut so! Es wäre ja schrecklich, wenn schon alles getan wäre 😉 Aber es gibt immer wieder die Momente, an denen ich mich überfordert fühle, aber auch das gehört dazu!

        Dein Artikel hat mich in einem Moment „erwischt“, an dem die Bestätigung für den Aufwand, den man betreibt einfach gut tat! Vor allem, da ich gerade an eine Schwelle stehe, wo es bald deutlich voran gehen wird/soll! 🙂

        Liebe Grüße,
        Sandra

        1. Liebe Sandra,

          ich habe mir gerade erstmals deine Seite angeschaut und ich bin so berührt von deinem Leben. Nun verstehe ich dich: Dranbleiben ist DEIN Thema.

          „Dein“ Wald ist so wunderschön. Und wusstest du, dass man im Wald nicht böse oder traurig sein kann? Alles löst sich dort auf. Auf deinen Fotos ist übrigens der Spirit dessen, was du schreibst über dich und deine Arbeit wunderbar erfasst. Und ich danke dir, dass du mich durch diese Kommentare unbewusst dazu animiert hast, etwas über dich zu erfahren.
          Liebe Grüße

          Claudia