Artikel-im-Artikel von Claudia Münster und Laurent Kalmes

Claudia: 

Der junge, blendend aussehende Mann trägt auf der Bühne spontan seine Präsentation vor. Er hat genau 30 Sekunden. Kürzer noch als der klassische Elevator Pitch. 30 Sekunden, in denen er es schaffen muss die Menschen-Menge des Seminars für sich einzunehmen. 30 Sekunden, die darüber entscheiden, ob wir ihm zuhören, ob er uns  interessiert oder wir gelangweilt und mit unseren  Gedanken schon bei der nächsten Aktion sind.

Doch es braucht nur einen Herzschlag und schon hat dieser Mann die Menge auf seiner Seite. Es gibt standing ovations. Er wird geliebt.

Dieser Mann hat seine 30 Sekunden genutzt. Seine Zeit auf der großen Bühne mit  350 Zuschauern. Er hat uns gefesselt mit seinen Worten, seiner Aura und seiner Ausstrahlung. Und nicht einer im Raum zweifelt daran, dass er seine Ziele erreichen  wird. Mit jedem Wort, jedem Lächeln, mit jeder Geste hat er uns für sich eingenommen. Er hat genau das, was es braucht, um erfolgreich zu sein: Er will es, er kämpft dafür, er hat eine Vision, er hat einen Plan, er hat Charisma. Und on top hat er ein Lächeln, das aus seinem tiefsten Inneren zu kommen scheint und mit dem er jeden für sich einnimmt. Die Menge applaudiert. Ist begeistert. So sieht ein Gewinner aus.

Laurent genießt seinen Moment, strahlt glückselig, ist voller Adrenalin und nimmt die Ovationen entgegen

in seinem Rollstuhl sitzend.

Laurent ist 28 Jahre alt, Bauingenieur und  macht im Oktober seinen Master. Nicht primär für sich. Eher für seine Eltern, denen er etwas zurückgeben möchte.

Laurent hat mit 20 die Diagnose MS bekommen.

Laurent hat eine Vision: Er will Menschen inspirieren. Er will ihnen Mut machen. Er will seine Geschichte erzählen und Menschen motivieren.

Laurent hat mich sprachlos zurückgelassen.  Er hat mich tief berührt. Doch da war kein Raum für Mitleid. Da war nur  Hochachtung und Respekt.

Das, was da passiert ist, will ich beleuchten, denn wir können wirklich etwas mitnehmen von Laurent.

Doch eines vorab: Mir geht es nicht darum den moralin-sauren Zeigefinger zu heben. Ich will nicht betonen, dass es dem armen Kerl ja viel schlechter geht als mir und dir.  Und dass wir uns verdammt noch mal zusammenreißen sollen. Nein, denn so funktioniert es nicht. So können wir unsere Gefühle nicht kontrollieren, denn sonst wäre unser aller Leben hier im ökonomischen  Paradies Deutschland, in denen die Grundbedürfnisse im Wesentlichen gedeckt sind,  ein einziges glückseliges Einhorn-Wiehern.

Aber nun – Bühne frei für Laurent: 

Laurent

„Ich war gut aussehend, kerngesund, hatte einen dicken Bizeps und ein fettes BMW Cabriolet… und ich war scheiß-arrogant, egoistisch und selbstverliebt.

Ich dachte, ich sei der Größte! Doch innerlich spürte ich längst, dass etwas nicht stimmte.

Anfang 20 kamen auf einmal diese komischen Schmerzen im Rücken und diese ekeligen Taubheitsgefühle. Mein Körper teilte mir unverkennbar mit: „Mein Freund, so kann es nicht weiter gehen“.

Die Diagnose MS traf mich wie eine Tonne Ziegelsteine.

Ich? MS? Quatsch, das ist doch für Opfer… sowas kann ICH doch nicht haben! Doch die Symptome wurden schlimmer und schlimmer. Und nach der Phase der Weigerung die Diagnose zu akzeptieren, kam die Phase der Resignation. Ich hatte aufgegeben, gab mir täglich mit allerhand abenteuerlichen Drogen und Tabletten ordentlich die Kante. Ich war ganz unten!

Als ein Freund mir damals den Rat gab in der Bibel nach Hoffnung zu suchen, dachte ich, er hätte sie nicht mehr alle. Und obwohl ich kein gläubiger Mensch, folgte ich seinem Rat und entdeckte den Satz, der mein Leben verändern sollte:

„SELBSTMITLEID IST DIE SCHLIMMSTE SÜNDE“.

Dieser eine kleine Satz entfachte ein Feuer in meinem Herzen und ich entschloss mich zu kämpfen, mein Schicksaal nicht einfach so hinzunehmen. So begann meine Reise! Eine Reise voller Schmerz, Trauer, Hoffnung und Freude.

Und sieben Jahre später bin ich nun auf einer Bühne vor 350 Menschen, die mir zujubeln und erlebe den bisher schönsten Moment in meinem Leben!

Heute bin ich dankbar für jeden Morgen, an dem ich aufwache und voller Lebensfreude jede einzelne Sekunde des Tages geniessen kann und nur das mache, was mir Freude bereitet.

Wie ich das geschafft habe?

Darüber werde ich in Zukunft in Büchern und Seminaren berichten.
Ich werde Menschen zeigen, wie man trotz schlimmster Umstände sein Leben in den Griff bekommt und seine Träume leben kann.
DAS IST MEIN VERSPRECHEN, MEINE BESTIMMUNG! Und ich liebe es!

Alles Liebe

Laurent“

Claudia: 

Laurent ist kein Opfer. Laurent ist eine Inspiration. Und wir können viel lernen von ihm.

Dein Struggle als dein Turbo

Du bist unzufrieden in deinem Leben? Du bist genervt von deinem Job? In deiner Partnerschaft läuft etwas nicht rund? Dein Geschäft ist in Schieflage? Dein Erfolg bleibt aus?

Perfekt! Ich gratuliere dir. Denn damit hast du die wichtigste Zutat dafür, dass du etwas unternimmst und Großartiges erreichst. Denn wenn du happy ever after bist, die Grillen zirpen, die Schmetterlinge dich umschwirren, die Sonne  auf deinen Zaubergarten scheint und ein(e) liebevolle(r) Mann /Frau dich anhimmelt,

warum in aller Welt solltest du dann ein Ziel haben, ehrgeizig sein und Gas geben?

Du hättest dann alles wofür es sich zu kämpfen lohnt!

Es wäre gegen jede menschliche Regung dich  dennoch anzustrengen, Strategien zu entwickeln, wenn du bereits auf der grünsten  Seite des Rasen wärst.

Nur deine Unzufriedenheit treibt dich voran. Macht dich wütend . Ist dein Kickstarter.

Was auch immer deine Baustelle Nummer 1 ist. Nimm sie an. Denn genau das ist dein Motor.

Also ehrlich, ich würde ja total gern…

Aber es gibt unendlich viele Gründe, warum es nicht klappt. Weil

  • du  zu wenig Zeit hast, da du  dich immer um die Familie kümmern musst
  • du einfach nicht die entsprechenden Qualifikation hast
  • jeder etwas von dir will
  • du Kopf-, Bauch oder Rückenschmerzen hast
  • du nicht gut genug bist
  • usw,usw,usw,usw

Diese Liste könnte ich unendlich fortsetzen. Jeder hat seine Erklärungen, Entschuldigungen, Hindernisse und

ach ja, der innere Schweinehund ist auch nicht gerade der super-positiv-unterstützende Buddy.

Ich verstehe dich. Mir geht es genauso. Ich jammere vor mich hin, weil nicht alles so läuft, wie ich es möchte. Weil das Leben anstrengend ist.

Oh, ach ja, und Laurent hat seine MS. Hatte ich ganz vergessen. Die ist natürlich auch blöd beim Studieren, positiv sein, durchstarten, Karriere machen, Beziehungen knüpfen.

Wir sitzen alle im gleichen Boot

Wir sind alle Menschen. Uns eint genau die gleiche Situation: Es gibt Dinge, die wir uns wünschen, die wir erreichen möchten. Wir möchten ein besseres Leben. Wir möchten glücklich sein.

Und wir alle haben Hindernisse, die uns genau dabei im Weg stehen. Das gilt für deine großen und deine kleinen Ziele.

Aber was macht den Unterschied?

Warum verdammt nochmal, fliegen Laurent die Herzen zu und jeder, der ihn sieht, ist sich sicher, dass er seine Ziele erreichen wird. Und der andere schafft es noch nicht einmal im Akquise Telefonat einen Termin zu vereinbaren.

The winner takes it all

Der wirkliche und elementare  Schüssel zum Erfolg ist, wie du auf den Mist in deinem Leben reagierst. Was diese Mühsal, dieser Schmerz für dich bedeutet. Wenn du es schaffst, deinen Schmerz ganz gezielt als Motor einzusetzen, bist du auf der Überholspur. Denn dann gilt für dich diese Formel

Je größer der Schmerz umso größer der Drive

Du wirst niemals bestimmen was dir im Leben passiert. Du wählst nicht deine Pleite, du wählst nicht, dass du deinen Job verlierst. Du wünscht es dir nicht, dass deine Ehe scheitert.

Laurent hat nicht die Diagnose MS gewählt.

Du hast die Wahl zwischen  zwei Entscheidungen:

  1. Die Qualität deines Lebens ist bestimmt von der Qualität deiner Erfahrungen
  2. Die Qualität deines Lebens ist bestimmt von der Qualität deines Umgehens mit deinen Erfahrungen

Es  ist DEINE Entscheidung.

Du bist der Trainer

Manche Menschen scheinen über eine unsichtbare Kraft zu verfügen, die sie durch die schwere Zeit gehen und wachsen lässt. Diese Kompetenz  ist keine extraordinäre Fähigkeit, sondern sehr simpel.

Wenn du ein Sixpack willst, dann musst du  trainieren. Genauso kannst du die Entscheidung treffen, deine Fähigkeiten zu trainieren mit dem Schei* in deinem Leben umzugehen.

Ursache = Wirkung

Denk mal daran,

wie viele Krisen du schon überstanden hast? Krisen, in deren Spitzen du dachtest, dass du es nicht schaffen wirst. Und doch warst du in der Lage, die Situation zunächst einfach nur  auszuhalten, dich dann damit auseinanderzusetzen und dann daran zu wachsen. Denk mal ganz bewusst an diese Erfolge.

Du kannst also durchaus Situationen beeinflussen, du bist nicht der Spielball, dem Dinge nur passieren.

Du kannst die Ergebnisse beeinflussen.

„Stop wishing, start doing.“ Bernhard Roth

Du hast alle  Voraussetzungen, die du brauchst um großartige Ergebnisse zu erzielen. Jetzt bist du dran. Mach weiter, zieh durch. Wenn du mal nicht mehr magst, dann denk an Laurent, diesen strahlenden jungen Mann, der seine echt schwere Situation ummodelliert hat in seinen persönlichen Motor, der ihn antreibt und zum Olymp bringen wird – daran habe ich keinen Zweifel. Und ich bin Laurent dankbar für diese Inspiration.

Take care

Deine Claudia

PS Ein großes Dankeschön an meinen Mann und Partner Manfred Lange für die geniale Artikel-im-Artikel Idee

 

Laurent Kalmes macht im Oktober seinem Master und nimmt danach eine Auszeit, um sein Programm als Speaker vorzubereiten.  Ich weiß, er wird eine großartige Show abliefern für Herz und Kopf.  Im Moment kannst du Laurent über Facebook erreichen. Sobald seine Seite steht,  informiere ich euch.

Ich bin sehr glücklich Laurent kennengelernt zu haben und wir werden sicher in Zukunft oft mit ihm arbeiten. Du darfst also gespannt sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21 Comments

  1. Liebe Claudia,

    vielen Dank, dass ich durch dich noch tiefer in diese Geschichte eintauchen konnte. Ich hatte nur die 30 Sekunden mitbekommen und der Rest dahinter blieb mir verborgen. Doch das macht es nochmal viel kraftvoller.

    Toller Beitrag!

    Alles Liebe und bis bald…
    Melanie

    1. Liebe Melanie,

      vielen, vielen Dank für deine Worte. Es macht mich total happy, dass wir dir mit dem Artikel die tiefe und kraftvolle Botschaft, die Laurent und seine Geschichte beinhaltet, nahe bringen konnten.

      Alles Liebe für dich und hoffentlich auf ganz bald

      Claudia

    2. Liebe Melanie,

      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar.
      Ich bin froh dass meine Geschichte in dem Artikel vertieft wurde und dass du so meine Botschaft nochmal nachlesen konntest. Es ehrt mich dass meine Geschichte dich so sehr interessiert.

      Liebe Grüße

      Laurent

  2. Von Laurent lernen? Ich habe überlebt, kämpfe aber 15 Monate danach noch immer mit den seelischen und psychischen Hinterlassenschaften. Auch mich hat Laurent nach seinen 30 Sekunden fassungslos ’sitzen lassen‘ und massiv inspiriert, weiter zu gehen. Es lohnt sich – siehe Laurent. Hut ab!

    1. Mein lieber Manfredo,

      danke für deinen Kommentar. Besser kann man es nicht beschreiben, was da passiert ist. Und du mein Lieber, bist eine ebenso große Inspiration.

    2. Lieber Manfred,

      Vielen Dank für diese schönen Worte.
      Es macht mich sehr stolz dass ich dich mit meinem Auftritt motivieren konnte.
      Und du hast Recht! Es lohnt sich weiter zu gehen. Ich ziehe meinen Hut ebenfalls vor dir und wünsche dir nur das Beste.

      Liebe Grüße

      Laurent

  3. Danke, Claudia!
    Es gibt so viele tolle Menschen auf dieser Welt, die einem Lehrer sein können, egal wie alt oder jung sie sind! 🙂
    Viele liebe Grüße – Melanie

    1. Liebe Melanie,

      ja, ich bin auch dankbar Laurent kennengelernt und von ihm inspiriert worden zu sein. Vielen Dank für dein positives Feedback. Und deinen Worten gibt es nichts hinzuzufügen!

      Liebe Grüße

  4. lichen Dank liebe Claudia das Du dieses Erlebnis so einfühlsam aufgreifst und darüber schreibst. Es war wie ein Schmetterlingsschlag und mein❤️ war im tiefsten Inneren berührt.
    GLG
    Elke

    1. Liebe Elke,

      wenn ich dich berühren konnte, ist das ganz wunderbar für mich. Wow, dein Feedback ist so fantastisch. Das ist der Grund, warum ich liebe, was ich tue.

      Vielen Dank und bewahr dir deine Empathie.

      Liebe Grüße

      Claudia

    2. Liebe Elke,

      Es freut mich sehr dass ich dazu beitragen konnte dein Herz zu berühren. Woow ich bin sehr gerührt so etwas zu hören.

      Vielen Dank für dieses tolle Feedback.

      Liebe Grüße

      Laurent

  5. Liebe Claudia,

    Dein Artikel zeigt sehr schön auf, dass Laurent Kalmes bereits vor seiner Erkrankung das Mindset eines Gewinners hatte.
    Er hat sich Ziele gesetzt und diese erreicht und mit diesem Mindset war er in der Lage auch aus seiner Krise gestärkt hervorzugehen.
    Menschen, die über das entsprechende Mindset verfügen, können immer wieder auf darauf zurückgreifen und werden selbst in miesen Situationen Wege finden, um diese gut meistern zu können.

    Doch da draussen gibt es viel zu viele Menschen, die eben noch nicht über dieses Mindset verfügen und für die ist es nicht wirklich hilfreich, zu hören, dass es nur eine Sache des Umgangs mit einer Situation ist. Auf all den Speakerbühnen stehen so viele Menschen, die nach einer Niederlage wieder aufgestanden sind und noch besser wurden. Jedoch greifen sie auf ihre bisherigen neuronalen Netzwerke zurück, in denen bereits der Glaube an den eigenen Erfolg verankert ist.

    So viele Menschen reagieren mit den 5 % ihres Tagesbewusstseins auf diese mitreißenden Erfolgsmotivationen, doch die 95% ihres Unterbewusstseins sorgen dafür, dass sie in ihrem bisherigen Hamsterrad gefangen bleiben. Und dann fühlen sie sich noch schlechter, weil sie es nicht schaffen…..

    Die Burnoutkliniken sind voll mit Menschen, die sich abgestrampelt haben um endlich ihren persönlichen Erfolg zu generieren……

    Liebe Grüße

    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      ich bin dir so dankbar, dass du dich so intensiv mit unserem Artikel auseinandersetzt hast und hier so fundiert Feedback gibst. Wow!

      Ich weiß nicht, ob Laurent schon vor seiner Erkrankung dieses Mindset hatte; ich habe es aber komplett anders verstanden. Aber dazu könnte er natürlich am besten selbst etwas sagen. Aber ich lasse jetzt mal die konkrete Situation beiseite und gehe zum Allgemeinen.

      Ja, es ein Problem. Die Frage nach dem richtigen Mindset und was damit alles möglich ist, lässt die im Regen stehen, die über diese Kompetenz, dieses innere Kraftfeld nicht verfügen. Diese Menschen fühlen sich natürlich noch mehr als Versager, wenn sie es nicht einmal hinkriegen, ihr eigene Mindset in den Griff zu bekommen, wenn auf der anderen Seite jemand, der richtig in der Schei*e steckt, es scheinbar easy hinzubekommen scheint.

      Das kann diese Menschen direkt in die Krise treiben. Du hast total Recht.

      Aber was ist die Konsequenz? Die richtige Lösung? Wie ist dein Ansatz?

      Oder ist der Punkt von dir hier einfach zu sagen, dass das Darstellen eines „Siegers Kraft Mindset“ vorsichtig und mit Bedacht eingesetzt werden sollte?

      Du hast da wirklich ein schwieriges Thema aufgegriffen. Ich danke dir.

      Liebe Grüße

      Claudia

      1. Liebe Claudia,

        so schwierig finde ich das Thema gar nicht. Jeder hat doch die Wahl sich inspirieren zu lassen oder eben nicht. Wer sich nicht inspiriert fühlt, wird sicher einen Grund dafür haben.

        Liebe Andrea,

        ich wollte gern antworten, doch aus Deinem Kommentar geht nicht hervor, ob es Dein Problem ist oder das der Menschen „da draußen“.

        Liebe Grüße

        Birgit

        1. Liebe Birgit,

          schön von dir zu hören.

          Ich habe lange über deinen Kommentar nachgedacht. Ist es tatsächlich so, dass der Umstand, ob dich etwas inspiriert, eine freie Entscheidung von dir selbst ist? Ist inspiration nicht eher etwas, was in deinem Inneren passiert? Natürlich kannst du selber entscheiden, ob du ein Angebot konsumiert, aber welche Gefühle es in dir auslöst, ist weniger Entscheidung als vielmehr die Summe deiner Werte, Vorstellungen und Prägungen. Das ist jetzt so mein Gedanke dazu. Macht das für dich Sinn?

          In meiner Antwort auf Andrea hingegen war mir mehr dieser Punkt wichtig: Es gibt einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Zwischen fühlen, denken und handeln wollen und dem, was man dann tatsächlich hinbekommt.

          Irgendwie gibt es zu diesem Punkt auch ne Menge Feedback. Ich glaube, das wird einer der nächsten Artikel;) Von deinem Kommentar her verstehe ich dich so, dass du so einen Konflikt nicht hast. Das ist total super und freut mich sehr für dich. Oder habe ich dich da falsch verstanden?

          Ganz liebe Grüße

          Claudia

          1. Liebe Claudia,
            mein Kommentar bezog sich auf Deinen Satz „…Oder ist der Punkt von dir hier einfach zu sagen, dass das Darstellen eines „Siegers Kraft Mindset“ vorsichtig und mit Bedacht eingesetzt werden sollte? …“

            Deinem Text ist zu entnehmen, dass Du ganz begeistert warst und es zum Ausdruck gebracht hast und das sollte man nicht mit Bedacht einsetzen.
            Wer sich wann inspiriert fühlt und was für den einzelnen Erfolg ist, ist ein weitreichendes Thema und nicht wirklich pauschal zu beantworten.

            liebe Grüße
            Birgit

          2. Liebe Birgit,
            okay, ich verstehe.
            Ich finde deine abschließende Anmerkung absolut richtig: Es ist nicht pauschal zu klären, was EIN Erfolg ist, sondern eine sehr persönliche Bewertung.
            Liebe Grüße

            Claudia

      2. Liebe Claudia,

        Du hast mit Deinem Artikel genau meinen Nerv als Coach und mein Thema getroffen.

        Vor der Verfassung des Kommentars habe ich mir die Facebookseite von Laurent angesehen. Sixpack, schnelle Autos, tolle Bilder von attraktiven Männern mit Zigarren, Selfies eines attraktiven, jungen Mannes……
        Sicherlich ist es meine Interpretation, doch ich sehe hier einen jungen Mann, der wohl eher weniger an einem geringen Selbstwertfgefühl leidet.

        Es gibt noch weitere Beispiele:

        Christian Bischoff, ein sehr erfolgreicher Basketballspieler, der nach seiner Verletzung der jüngste Bundesligabasketballtrainer wurde und nach Niederlagen und Rückschlägen immer noch erfolgreicher wurde……

        oder

        Jürgen Höller, der nach der totalen Pleite und einer Inhaftierung heute erfolgreicher denn je ist.

        Diese Menschen haben das entsprechende Mindset entwickelt, dass dazu führt, dass sie immer wieder Erfolg generieren können. Sie haben das entsprechende neuronale Netzwerk aufgebaut, auf das sie immer wieder zurückgreifen.

        Du fragst nach meinem Ansatz, nach der Konsequenz: Den Menschen zu zeigen, wie sie das entsprechende Mindset nachhaltig entwickeln können.

        Ich habe in den letzten Jahren in meinen Seminaren mit hunderten von Menschen gearbeitet, die talentiert, begabt, gut ausgebildet waren und die sich so sehr bemüht haben, erfolgreich zu sein, wie auch immer sie Erfolg für sich persönlich definieren. Doch die immer wieder an ihren verinnerlichten Überzeugungen gescheitert sind.
        Doch diese Überzeugungen sagen nichts über ihre Fähigkeiten aus, sondern nur, was sie über sich selber glauben.

        Denn wie Henry Ford so richtig sagte:“Egal ob Du daran glaubst, es zu schaffen oder ob Du nicht daran glaubst. Du wirst immer recht behalten.“

        Inspiration und Motivation sollte Hand in Hand mit der Vermittlung von Wissen, wie man sein Mindset dauerhaft so verändern kann, dass man den tiefen Glauben an sich selber entwickelt.

        Du nennst es inneres Kraftfeld und ich weiß und habe es oft genug erlebt, dass Menschen lernen können, dieses Kraftfeld zu entwickeln, doch dies bedarf Wissen, Bewusstheit, Fokus und Konsequenz.
        Diese Menschen nicht im Regen stehen zu lassen, sondern ihnen zu zeigen, wie auch sie dieses SiegerMindset entwickeln können.

        Denn zu viele Gute zweifeln an sich und so geht dieser Welt unglaublich viel verloren….

        Liebe Grüße

        Andrea

  6. Liebe Andrea,

    deine Kommentare bringen mich sehr ins Nachdenken. Ich habe gestern Abend bereits entschieden, dass der Artikel am Wochenende sich um dieses Thema drehen wird, denn du sprichst da einen extrem wichtigen Punkt an. Was macht den Gewinner aus? Bist du es qua Geburt? Kannst du irgendetwas ändern? Und wenn ja, wie genau geht das: Was kann ich tun, damit ich auch endlich selbst daran glaube? Und zwar nicht nur heute, sondern nachhaltig.

    Was ist es eigentlich genau, was einige durch die verdammten Täler der Tränen als Gewinner gehen lässt? Und was ist die Ursache dafür, dass andere so stark immer wieder an sich zweifeln, obwohl sie alles haben, was es braucht, um erfolgreich zu sein, dass sie einfach aufgeben, weil sie schlichtweg müde, frustriert und erschöpft sind?

    Ich danke dir für dein anregendes Feedback.

    Liebe Grüße

    Claudia

  7. Liebe Claudia,

    mich freut dieser Austausch sehr.

    Was macht Menschen erfolgreich und wie kann man es verändern, wenn man bisher nicht über das entsprechende mind Set verfügt. Das Thema, mit dem ich mich seit vielen Jahren beschäftige. Und ich liebe es,

    Denn ich bin der festen Überzeugung, daß jeder Mensch erfolgreich sein kann, wenn er / sie das wirklich möchte.
    Für die einen ist es einfacher, denn sie hatten das Glück, dass sie schon sehr früh vermittelt bekamen, dass sie liebenswert, talentiert, gut genug sind. Somit haben sich schon sehr früh entsprechende neuronale Vernetzungen bilden können. Die Wahrnehmungsfilter haben sich entsprechend entwickelt.

    Die spannende Frage ist jefoch, was können diejenigen tun, die dieses Glück nicht hatten?

    Jeder Mensch, der intellektuell in der Lage ist, einfache Zusammenhänge zu verstehen, kann durch konsequentes „verlernen“ der bisherigen Überzeugungen und einer ebenso konsequenten Neuausrichtung auf das gewünschte mind Set nachhaltige und entscheidende Veränderungen bewirken. Dies ist jetzt ganz stark vereinfacht.
    Denn Glauben an sich selber und die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln ist in meinen Augen der alles entscheidende Faktor für Erfolg….

    Ganz liebe Grüße

    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      das ist ein super spannendes Thema und ich danke dir für diesen Austausch. Und weil das Thema so spannend ist, werde ich es aufgreifen für den morgigen Artikel und ich bin super gespannt, wie er dir gefallen wird. In dem Artikel werde ich diverse Punkte aufgreifen, die wir hier diskutiert haben.

      Liebe Grüße

      Claudia