10 Comments

  1. nowshine
    23. Juni 2017 @ 8:07

    Liebe Claudia,
    was du da so locker beschreibst, ist aber oftmals gar nicht so. Wie oft wurde ich von anderen als Perfektionistin geschimpft, als die die immer zu viel erledigt, macht und tut. Nun, ich kann einfach nicht anders. Es gibt Menschen, und es gibt „Hochsensible Personen“, HSP, und dazu zähle ich und „Anna“ 😉 vielleicht auch. Sie sehen die Welt einfach anders, viel intensiver, sie analysieren und wissen viel mehr, weil ihr Gehirn einfach anders arbeitet. Was meistens ein Fluch ist, weil man immer denkt, dass man anders als die anderen ist. Weil es Menschen wie den Veranstalter gibt, die eben nicht so snd. HSP fühlen sich dann automatisch unwohl und stellen sich in Frage (auch eine HSP Eigenschaft). Und wollen sich „berichtigen“, dabei sind sie gut wie sie sind.
    Sie haben den Drang andere glücklich zu machen, weil sie so sensibel auf die Gefühle anderer Menschen reagieren, sie saugen sie auf. Sie wissen, dass sie niemanden glücklich machen können, aber sie gehören zu so zart besaiteten Wesen, dass sie einfach nicht so zumachen können. Oh ich könnte Stunden darüber schreiben… 😉 haha und das so früh am morgen 😉

    • Claudia Münster
      24. Juni 2017 @ 8:56

      Liebe Doro,

      ich habe lange über deine Worte nachgedacht. Es gibt Menschen wie dich und Anna und wahrscheinlich auch mich ;), die die Welt mehr sehen, als wenn sich der Vorhang auf die Welt und die anderen für sie durchsichtiger ist. Sie SEHEN. Und insbesondere fühlen sie.

      Ja, wir sind anders. Aber nicht falsch anders, sondern einfach anders. Natürlich sind diese Seeelen, die mehr sehen, ganz wunderbar und sollten sich für nichts und niemanden ändern. Es ist wunderbar, wie sie die Welt mit offenem Herzen erspüren. Und aus vollem Herzen geben. Die Welt ist ein besserer Ort durch diese empathischen Menschen.

      ABER, sie sollten ganz besonders auf sich aufpassen. Damit sie weiter SEHEN und GEBEN können. Voller Freude und ohne zerbrochene Seele.

      Zu dieser Selfcare gehört auch, die anderen zu sehen. Zu erkennen, wenn du benutzt und instrumentalisiert wirst. Aber auch zu erkennen, wenn du trotz aller Liebe und Freude am Unterstützen,dem anderen mehr Liebe und Zuneigung und Unterstützung gibst, wenn du das eine oder andere Mal einen Schritt zurücktrittst und …..nichts tust….die Dinge geschehen lässt.

      Ich danke dir für deinen tollen Kommentar, der den Post um einen weiteren Aspekt ergänzt hat.

      <3

      Claudia xoxo

      • heilwege
        2. Juli 2017 @ 17:18

        Liebe Claudia,
        ich fand deinen Beitrag super interessant, und ich wollte ähnliches zu nowshine antworten. Ich denke nicht, dass das Verhalten von HSP einfach so ist, wie es ist, weil sie sensibel sind, sondern dass dahinter ein Thema steckt. Das ist meiner Meinung nach eher ein Symptom als die Ursache. Sie übernehmen Verantwortungen, die nicht ihre sind, und werden dadurch natürlich schwächer. Aber was ist das Thema dahinter? Ich denke es würde sich lohnen, das anzusehen. Keiner kann in seiner vollen Kraft sein, wenn er nicht bei sich bleibt, mit seinen Verantwortungen. Vielleicht wollen wir geliebt werden, eine Bestätigung von außen für unseren Selbstwert oder ähnliches. Ich gehöre auch zu dieser Gruppe Menschen, die super sensible sind, aber ich bin dabei zu lernen, nichts anzunehmen, was nicht MEINS oder meine Verantwortung ist. Das ist echte Stärke und hat definitv nichts mit Egoismus oder Gleichgültigkeit zu tun sondern mit Selbstliebe. Dadurch kommen wir schließlich auch in unsere eigene Kraft. Liebe Grüße von Caro

        • Claudia Münster
          3. Juli 2017 @ 21:08

          Liebe Caro,

          es freut mich, dass dir der Post gefällt.
          Ja, es ist wohl so, dass hinter dem Bedürfnis, die Verantwortung für andere übernehmen zu wollen, oft ein ganz eigenes Thema steckt. Vielleicht nicht immer. Aber oft.

          Doch ich denke nicht, dass diese Menschen, die einfach mehr empfinden, tiefer empfinden, mehr sehen, unbedingt ein Thema haben, das dahinter steckt. Es ist nichts, was man „wegmachen“ sollte, denn es ist eine wunderschöne Gabe, ohne die die Welt leerer wäre. Mir geht es eher darum, Menschen, die so tief empfinden, so wie du z.B., die Stärke und die Selbstsicherheit zu geben, dennoch ihren Weg zu gehen. Im Privaten. Und im Business. Denn es geht beides.

          Danke für deine Gedanken und deine lieben Worte.

          Claudia xoxo

  2. Conny
    23. Juni 2017 @ 11:55

    Liebe Claudia,
    eigentlich kann ich Doro’s Kommentar hier reinkopieren – denn ich bin genau der gleiche Depp… Und lerne in dieser Hinsicht leider auch nur bedingt hinzu… Denn es gibt durchaus Momente, da ist diese Gabe geschätzt und ehrlich gesagt, empfinde ich es als viel schlimmer, dass manche Menschen eben nur die halbe Power in ihre Projekte einbringen. Meines Erachtens ist die von Dir beschriebene Fähigkeit viel wichtiger, als jegliches Fachwissen… es sei denn es geht um die OP am offenen Herzen oder ähnlichem… Aber selbst da wird es solche OP-Schwestern und solche geben oder solche Ärztinnen und solche…
    Und wie bitteschön schaffst Du es – diese Message in solche wunderbare Worte zu verpacken? Ganz ohne den erhobenen Zeigefinger und Du lässt mich mit einem Hero-Gefühl zurück… jedes Mal bei allen Deinen Artikeln. DANKE dafür… Und Hut ab, was Du bei dieser Hitze zu solch später Stunde alles leistest… Drück Dich und wünsche Dir ein schönes Wochenende, lieber Gruß – Conny

    • Claudia Münster
      26. Juni 2017 @ 21:45

      Liebe Conny,

      „Von Kommentaren, die verschwinden“ oder „Der Verlust deines Hirns in der Hitze der Nacht“ wären passende Titel für das Phänomen, dass meine Antwort auf deinen wundervollen Kommentar verschwindet. Wahrscheinlicher als irgendwelche Verschwörungstheorien ist jedoch, dass irgendwer sich wundert, warum ich ihn „Conny“ nenne und zusammenhanglose Mails schreib 😉

      Tja, die Doro und du und Anna 😉 und viele andere sind genau so: voller Empathie, voller Sensibilität, voller Sorge und Mitfühlen. Ich habe Doro auch schon etwas dazu geschrieben und meine feste Überzeugung ist, dass es gut ist, dass es dich und Doro und Anna und alle anderen mitfühlenden Wesen gibt.

      Das ist eine Gabe. Und mit ein paar beschützenden Skills bleibt es auch so, damit es keine Bürde wird. Denn wie du schon sagst: Volle Power und volles Engagement und am allerwichtigsten volles Herz, ist ganz wunderbar und immer einer lauwarmen Suppe vorzuziehen. Doch diesen mitfühlenden Wesen soll es auch gut gehen, wenn es nach mir geht (das ist dann wohl der Post vom kommenden Wochenende) <3

      Dein Kommentar hat mich so gefreut und ich danke dir von ganzem Herzen. Und wenn du dich nach meinen Posts wie ein Hero fühlst, ist alles realisiert, was ich mir wünsche. Das ist der Grund, warum ich schreibe.

      Alles Liebe

      Claudia

  3. Christine
    27. Juni 2017 @ 20:24

    Ihr Lieben,
    dieser Post kam zur richtigen Zeit. Ich gehöre zu diesen hochsensiblen Menschen und ich habe all meinen Mut letzte Woche zusammen genommen, um klare Kante zu zeigen „bis hier hin und nicht weiter“. Was habe ich innerlich gezittert, ich habe zu stottern angefangen, dann fehlten mir ein paar Worte, aber ich konnte danach morgens in den Spiegel schauen und ich freu mich noch heute, paar Tage später, dass ich mich getraut habe, nein zu sagen.
    Ich traf auf eine ziemlich emotionale und impulsive Person, die zwar was zu sagen, aber keine Ahnung hat. Quasi ich war die Expertin und diese Person auf mein Wissen angewiesen, allerdings scheute sich diese Person nicht, wie eine Axt im Walde zu agieren.
    Ich kann Claudia nur unterstreichen, es geht um Selfcare und darum, dass die Seele nicht zerbricht. Danke :o)

    Und dann hörte ich heute, dass meine Abgrenzung zumindest geschätzt wurde. Ich fall vom Hocker … bitte passt auf Euch auf.

    Schönen Abend, Christine

    • Claudia Münster
      28. Juni 2017 @ 21:51

      Liebe Christine,

      danke für deine offenen Worte. Ja, das kommt oft zusammen: die Hochsensibilität und dann noch eine gewisse Ungeübtheit, eine Art Scheu davor, für sich selbst einzustehen. Doch diese beiden Eigenschaften gehören nicht zwingend zusammen. Jemand wie du oder Anna oder oder … kann hochsensibel sein und dennoch für sich eintreten. Trotz und gerade, weil dieser Mensch mehr fühlt als andere.

      Das ist schon fast ein Pflicht, denn diese emphatischen Wesen bereichern unsere Welt. Deshalb Selfcare vor Aufopferung 😉

      Deshalb hast du meinen vollen Respekt, dass du es durchgezogen hast. Wie ist es ausgegangen?

      Der Artikel am Freitag – puh, hoffentlich schaffe ich das noch ;( geht genau darum. Also, sei gespannt, mein Liebe. Lass mich bitte wissen, wie dir der zweite Teil gefällt.

      Herzliche Grüße

      Claudia

  4. Christine
    11. Juli 2017 @ 19:29

    Hallo Claudia,

    ich habe den Artikel vom Freitag als erstes gelesen und dann habe ich mich erinnert, dass Du antwortest, wie schön. DANKE!

    Ausgegangen ist es so, dass ich dieser Person = Chefchefin mitgeteilt habe, wie ich arbeiten möchte und was ich brauche – Vertrauen, operativen Frieden und Autonomie, xxl unnötigen Druck aus Kontrollwahn hingegen brauchen weder ich noch mein Team (noch andere, die im Umfeld ähnliche Auseinandersetzungen hatten). Das gabs schriftlich unter Anwendung aller rhetorischen und mediativen Künste.

    Ich war zögerlich, das abzuschicken, immerhin ging das an die Chefchefin. Aber, es hat gewirkt. Ich hatte zwar fünf ganz furchtbare Tage danach, bis ich mich wieder abgeregt hatte, dennoch weiß ich dank #zerotolerenance, dass es für mich richtig war. Ich konnte ganz wunderbar in de Spiegel schauen. Seitdem hat sie mit ihrem Kontrollwahn aufgehört und den Schuss vor den Bug scheinbar registriert. „Ich wollte Dir ja nur helfen …“ jajaja … nicht vorhandene Empathie und Unwissenheit über die Wirkung des eigenen Führungsstils samt Misstrauen. Traurig. Und das als Führungskraft.

    „Das meine Süße, solltest du für dich tun. Damit du noch lange und unversehrt, mit buntem und glänzendem Gefieder deine Liebe in die Welt bringen kannst.“ – das bringt mich so zum Lachen und ich kann nur nochmal dick DANKE sagen, denn genau das trifft des Pudels Kern.

    Ich werde es also wieder tun … die richtigen Worte finden, mich ernst nehmen und in Metaphern denken.

    :o)

    Viele liebe Grüße, Christine

    • Claudia Münster
      12. Juli 2017 @ 21:22

      Liebe Christine,

      yes!!

      Ich bin so unfassbar froh, dass du dich getraut hast, mit deiner Chefchefin zu sprechen. Das ist wirklich genial. Und wie so oft, ist die befürchtete Katastrophe nicht eingetreten. Im Gegenteil: Deine Chefchefin hat alles eher nur gut gemeint (wie so viele andere) und hat gar nicht realisiert was wirklich angekommen ist. Diesen Kreislauf hast du aufgelöst, in dem du ganz klar für dich eingestanden bist.

      Ich bin happy, dass du es wieder tun willst. Und wieder und wieder.

      Denn es wäre doch wirklich schade, wenn all das nicht in die Welt käme. Ich bin hier, wenn du mich brauchst.

      Claudia xoxo