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In den letzten Wochen habe ich viele Tipps und Tricks rausgehauen, die dir deinen Alltag erleichtern. Sich mit diesen Tricks Dinge einfacher zu machen, Aufgaben zu erledigen und motiviert dranzubleiben ist zweifellos sehr cool. Aber es hat auch etwas damit zu tun, zu funktionieren. Wie eine gut geölte Maschine läufst du rund. Du hast dich, deine Motivation und dein Leben im Griff. Weil du dafür sorgst, dass beim Aufkommen der kleinsten Disharmonie in deinem Seelenleben das richtige Tool bereitsteht, um dich wieder auf die Spur zu bringen.

Ich will das nicht alles in Frage stellen.  Diese Strategien und Techniken sind hervorragend geeignet, um dich voran zu bringen. Aber manchmal ist es gut tiefer zu schauen. Eine Art emotionaler Kassensturz, bei dem du überprüfst, wo du gerade stehst.

Ich lade dich zu einem Rendezvous mit deiner Seele und deinen Wünschen ein. Lass dich darauf ein. Lüfte den Vorhang deines Alltags und schau hinter die Bühne. Stell dir den Blick dahinter wie eine Überprüfung durch den Gefühls-TÜV vor.

Es gibt eine höchst effektive Methode, mit der du deine persönliche Hauptuntersuchung durchführen kannst.

Stell dir dazu die eine Frage:

Was würdest du tun, wenn du die 100% ige Sicherheit hättest, damit nicht zu scheitern?

Jetzt kommt natürlich der „Ja, aber..“ Einwand. Ich habe meine Verpflichtungen, ich bin für andere Menschen verantwortlich, ich bin nicht qualifiziert genug, ich muss doch Geld verdienen..

Aber Geld spielt für dich bei diesem kleinen Experiment  keine Rolle. Es ist einfach  genug da.

Es ist auch egal, ob deine Idee realistisch ist.

Was würdest du tun, wenn du die 100% ige Sicherheit hättest, damit nicht zu scheitern?

Das ist im Grunde eine sehr einfache Frage. Doch  diese Frage ist so kraftvoll und hat eine unendliche Macht. Merkst du es schon? Wenn du die Frage auf dich wirken lässt, passiert dann etwas mit dir? Hast du vielleicht ein diffuses Gefühl von Unwohlsein?

Um die Macht dieser Frage zur vollen Wirkung kommen zu lassen, gehst du am besten verschiedene Steps durch.

Was ist deine Vision?

Nimm dir Zeit und male dir aus, wie dein Lebensideal aussähe. Lass dich nicht von tatsächlichen Hindernissen, wie Geld, Umwelt, Verantwortung davon abhalten, dir ganz konkret deine Lebensvision auszumalen. Mit allen Details. Und denk immer daran: es wird klappen! Du hast die 100%ige Sicherheit dafür, dass es klappt. Du brauchst dich nicht zu bremsen und kannst deinen Wünschen, Vorstellungen und verrückten Ideen freien Raum lassen.

Siehst du eine kreative Arbeit in einem Team, bei der du jeden Tag neue Inspirationen bekommst? Oder träumst du von einem veganen Café, dass du mit anderen Müttern zusammen betreibst und dem ihr ein Atelier angeschlossen habt, dass ihr in einer Art Kooperative für Kreative führt. Oder  hast du die Idee für eine großartige Erfindung, die die Menschen lieben würden, an deren Umsetzung du dich nie getraut hast, weil du nicht weißt wie?

Siehst du deine ideale Vision, das perfekte Leben ganz klar und deutlich? Spürst du die Freude, die du an dieser Vorstellung hast?

Jetzt wird es wehtun: Wie nah bist du dran?

Wieviel von deiner Vision findest du in deinem Alltag wieder?

Für viele Menschen gibt es zwischen ihrem Alltag und ihrem Traumleben einen enormen Unterschied. Sie stecken fest in dem was sie tun und glauben nicht an einen Ausstieg oder Umstieg. Manchmal erlaubst du es dir noch nicht mal darüber nachzudenken, was du eigentlich lieber machen würdest. „Das ist halt so“, „da muss ich durch“ sind Glaubenssätze, die tief in uns verankert sind. Warum soll es auch anders sein? Wir leben in einer Umgebung in der es normal ist, eine Arbeit zu haben, die nur okay ist und die dir lediglich die notwendigen finanziellen Mittel verschafft. Nach aktuellen Studienergebnissen haben 80% der Menschen ihren Job innerlich gekündigt.

Du findest, dass ich übertreibe?

Wie viele Menschen in deiner direkten Umgebung lieben ihren Job? Lieben ihn so sehr, dass sie ihn auch machen würden, wenn sie kein Geld dafür bekämen. Einfach deshalb, weil er sie erfüllt und glücklich macht.

Wie nah ist dein reales Leben an deiner Vision? Wenn du genau so lebst, wie deine Vision aussieht, freue ich mich  unbändig für dich. Das ist fantastisch und ich wünsche dir, dass du daran festhält. Du  kannst jetzt aufhören zu lesen, denn du lebst bereits deinen Traum.

Aber wenn zu den anderen gehörst, die festgestellt haben, dass es einen ziemlich großen Unterschied zwischen ihrer Vision und dem realen Leben gibt, dann bleib dran. Du fragst dich jetzt sicher, was du mit dem Wissen über die Diskrepanz zwischen deinem Leben und deinen Träumen anfangen sollst.

Sei ein Goldgräber

Du solltest dieses Wissen nutzen! Die Erkenntnis, dass es zwischen deinem Alltag und deinem Traum einen großen Graben gibt, kann dich voran bringen. Hin zu einem glücklicheren Leben.

Du hast jetzt wahrscheinlich eine Menge Wirrnis auf dem reich gedeckten  Tisch deiner Gefühle. Dir ist gerade ernüchternd klar geworden, dass du nicht zu 100% das Leben lebst, das du dir wünscht. Vermutlich hattest du diese Ahnung bereits vorher. Das Sieb zu deinem Unterbewusstsein ist geöffnet und wenn du jetzt dranbleibst, wirst noch mehr Wissen um deine Wünsche bergen.

Mit einer Übung, die an die Arbeitsweise der amerikanischen  Autorin Martha Beck angelehnt ist, bekommst du sehr leicht Zugriff zu dem verborgenen Gold  in dir.  Diese Übung hilft dir dabei dich von deinem Denken zu lösen und stattdessen Zugriff auf deine Gefühle und dein Unterbewusstes zu bekommen. Den Orten, wo das Gold sitzt. Nimm dir jetzt die Zauber-Frage

Was würdest du tun, wenn du die 100% ige Sicherheit hättest, damit nicht zu scheitern?

denke ganz fest an sie und schau, was sie mit dir macht. Nimm dir dafür 10 Minuten time off.  10 Minuten, in denen du nichts tust. Easy, denkst du?

Nicht lesen. Keine Musik hören. Nicht die Nägel feilen. Einfach nur irgendwo sitzen und nichts tun.

Und dann lass einfach deinen Gedanken freien Lauf. Diese Übung erinnert ein wenig an Meditation, bewegt sich aber auf einer weniger tiefen Stufe. Es ist für Neulinge leichter sich darauf einzulassen. In diesen 10 Minuten geht es darum, die Gedanken, die sich wahrscheinlich in schneller Reihenfolge abwechseln, nicht festzuhalten. Versuche eine Distanz zwischen dich und die zahlreichen Gedankenfetzen zu bringen.  Betrachte sie aus einer Beobachter Perspektive heraus. Du kannst dabei mit verschiedenen Methoden arbeiten. Für mich klappt es gut, wenn ich meine Gedanken wie in einer Art Schauspiel auf der Bühne agieren sehe. Diese Gedanken hältst du nicht fest, sondern lässt sie vorbeilaufen und ordnest sie  Gefühlen zu, die dir spontan einfallen…Schmerz, Freude, Angst, Sorgen, Traurigkeit. Es kommt nicht darauf an, ob die Gefühle objektiv passen. Es ist deine Assoziation; also passt sie perfekt.

Wiederhole diese Übung für eine paar Tage. Du  wirst selber wissen wann es genug ist. Während der Übungsphasen werden ziemlich viele Gefühle in dir hochploppen, die die Frage nach deinem Traumleben in dir ausgelöst hat. Viele Emotionen werden sich den Weg in dein Bewusstsein bahnen. Du wirst erkennen, was das mit dir macht.

Du hast nun vielleicht die Büchse der Pandora geöffnet. Möglicherweise ist der Unterschied zwischen deinem Traumleben und deinem Alltag so groß, dass du sehr verwirrt und ratlos bist. Was soll ich mit diesen Erkenntnissen nun tun?

Nichts!

Gib deinen Emotionen einfach nur Zeit. Vertraue auf den Prozess. Du hast etwas in Gang gebracht und hast verborgenes Wissen zu Tage gebracht. Schaue in den nächsten Tagen was dieses neue, vielleicht etwas erschreckende und sehnsüchtige Wissen mit dir macht. Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilen würdest.

Wie nah bist du an deinem Traumleben?

„The cost of not following your heart,

is spending the rest of your life wishing you had“

Und in der nächsten Woche zeige ich dir, was du mit deinem neuen Wissen anfangen kannst auf dem Weg hin zu einem glücklichem Leben.

Deine

 

Claudia

 

 

 

 

3 Comments

  1. Liebe Claudia,
    die Übung „Nicht lesen. Keine Musik hören. Nicht die Nägel feilen. Einfach nur irgendwo sitzen und nichts tun“ fällt mir immer noch sehr schwer. Aber ich übe weiterhin. Vielen Dank für Deine Tipps.

    1. Liebe Michaela,
      und weißt du was? Ich bin mir so sicher, ich fühle es und bin fest davon überzeugt, dass du, wenn du weiter dran bleibst, es schaffen wirst. Ich glaube an dich. hahah Wenn ich den Tipp von mir jetzt lese, muss ich im Nachhinein lachen. Aber – unglaublich – genau so so ist es aus mir geflossen.
      Ganz liebe Grüße