Be brave hearted – Meine 11 unschlagbaren Gebote für mehr Glück – Teil 2

Wie hältst du das nur aus?

Das ist die Frage, die ich in den letzten Jahren am häufigsten gehört habe. Gern kommt sie auch abgewandelt daher, als „Wie schaffst du das alles?“. Die Tonlage passt  sich je nach Beziehung und Situation an – um es mal ganz wertungsfrei zu sagen.

Obwohl alle diese Frage immer liebevoll und unterstützend stellen, war es lange die Frage, die am meisten fürchtete. Ich fürchtete mich vor der eindeutigen Botschaft, die sich dahinter verbarg. Denn die Antwort, die diese Frage beinhaltet, ist: Das, was du mitmachst, ist nicht zu schaffen. Reicht um zusammenzubrechen, zu verzweifeln, aufzugeben.

Ich habe nie verstanden, warum genau mir diese Frage gestellt wurde. Welches Ziel verfolgte die Frage? Die Motivation, das Liebe, das Warme, das Empathische dahinter, konnte ich immer sehen und spüren. Doch das Ziel habe ich nie wirklich verstanden. Ich habe mich – nie die anderen – immer wieder gefragt, was wohl passieren würde, wenn ich antworten würde, dass ich das auch manchmal echt nicht weiß. Was wenn ich von schlaflosen Nächten erzählen wurde, von Ängsten.

Was wäre dann die Antwort gewesen?

Und so schob ich diese Frage ganz weit von mir. Dorthin, wo ich nicht mit ihr in Resonanz gehen konnte. Dahin wo die Dinge kommen, die ich nicht wissen will. Dahin, wo all die Momente sind, die Energie ziehen und nicht geben. Ins Zwischenreich des Bedrohlichen, dessen, was mich ängstigt.

In den letzten Jahren, in denen sich mein Leben komplett verändert hat. Nachdem mein Mann vor fast drei Jahren beinahe gestorben wäre, wurden die Karten des Lebens neu verteilt. Jeder von uns bekam ein neues Blatt. Die bisherigen Strategien würden definitiv nicht funktionieren. Auch wenn wir nicht wussten, was vor uns liegen würden, ahnten wir alle intuitiv, dass es nicht leicht sein würde, mit diesem neuen Spiel zurechtzukommen.

Wenn dein Leben jemals vom Unaussprechlichen, vom Unglück, von großem Kummer und Schmerz komplett durcheinander gewirbelt wurde, dann kennst du diese Fragen. Diese Fragen, die trotz aller Liebe, die sie dir schenken wollen, für dich so bedrohlich sind, weil du Angst hast, dass sie dein Fundament, die Stützen deines Hauses, das du langsam und unter Mühen wieder aufbaust, bedrohen, es ins Wanken bringst. Du wirst sie fürchten, weil sie dich Dinge mit den Augen der Angst sehen lassen. Du wirst sie nicht hören wollen, weil sie dich zurückholen ins Unglück und dich stoppen auf deinem Weg, erneut wieder glücklich zu werden.

Zurück in ein glückserfülltes Leben gibt es nur einen Weg: nach vorne. Die Retrospektive birgt niemals Glück. Schwer zu akzeptieren, doch eine nicht zu verändernde Wahrheit.

Doch was, wenn du diese Fragen nur fürchtest, weil du diese Fragen fürchtest? Was, wenn diese Fragen einfach nur das fragen, was du tatsächlich hörst. Wenn andere Menschen dein Geheimnis wissen wollen, wie du es schaffst ins Licht zurückzukehren. Wenn sie dich nicht zurückholen, sondern dir folgen wollen. Nicht um dir auf deinem Weg zu folgen, sondern um zu verstehen, wie du es schaffst, trotz deiner scheinbar unüberwindlicher Hürden glücklich zu sein. Weil sie es auch wollen. Denn auch sie, die Fragenden, haben Schmerz und Leid in ihrem Leben. Kennen Verzweiflung und kennen Mutlosigkeit.

Endlich verstehe ich diese Fragen. Sehe den Schmerz und die Ohnmacht dahinter. Sehe die Suche und sehe die Hoffnung. Und genau deshalb verrate ich dir die Geheimnisse meines Wegs zu mehr Glücks. Ich verrate dir meine elf Gebote. Denn genau das sind sie: Gebote. Nicht verhandelbar und unumstößlich.

Als erstes musst du dir erlauben glücklich zu sein, was die größte Hürde ist. Du musst aufhören, dich selber auszubremsen. Aufhören, diese tiefe Sehnsucht nach Glück und Zufriedenheit zu unterdrücken. Wie ich das geschafft habe, kannst du hier lesen.

Und dann geht die Arbeit los. Denn wenn du bislang gedacht hast, Glück und Zufriedenheit ist einfach so da, dann muss ich dich enttäuschen. Denn das Gegenteil ist der Fall. Von unseren Denkmustern, unseren Strukturen und unserer Sozialisation ist die Fahrtrichtung Unzufriedenheit, Drama, Ängste und Sorgen. Das ist das, was passiert, wenn du nichts tust. Wenn du dir jedoch erlaubt hast, glücklich zu sein – und zwar auch, wenn die Zeichen auf Sturm stehen – kannst du mit meinen unschlagbaren Geboten, Glück und Zufriedenheit und Freude und Erfolg in dein Leben holen.

1. Gebot: Sieh das Glück im Unglück

Was auch immer passiert in deinem Leben, sei es Krankheit, finanzielle Desaster, Misserfolge, menschliche Tragödien, Trennungen, frage dich immer die drei machtvollen Fragen: Was kann ich daraus lernen? Wie kann ich daran wachsen? Warum wurde mir das gesandt?

Erkenne in allem, deine Chance daran zu wachsen – über dich hinaus.

Klag nicht, was das Leben dir genommen, sondern erkenne, was das Leben dir gegeben hat.

2. Gebot: Sei loyal mit dir selbst

Wie auch immer du mit der Krise umgehst: Nimm dich an.

Erlaube dir zu weinen, wenn du weinen musst. Verzeihe dir die Fehler, die du machen wirst. Denn du wirst nicht perfekt sein. Du wirst schwanken, stolpern, probieren, ohnmächtig sein, versagen. Das alles musst du dir verzeihen. Es ist dein Weg durch die Krise, durch das Tal der Tränen. Sei dir selbst der beste, loyalste und liebevollste Mentor, der du sein kannst.

3. Gebot: Sei loyal mit der Welt

Richte den Fokus nach außen und stelle dir auch diese drei magischen Fragen:

Was kannst du durch das Unglück, das dir widerfahren ist, in die Welt bringen? Wen kannst du inspirieren? Was kannst du bewegen?

Du solltest erkennen, dass das, was dir passiert, irgendwann die Story in einer inspirierenden Rede sein könnte. Einer Rede, die Menschen Mut macht und ihnen Hoffnung macht, dass auch sie die Macht haben, wieder glücklich zu sein.

Es ist nicht schön was du durchmachen musst. Sei jedoch loyal mit der Welt und erkenne, dass du für andere Menschen eine Inspiration sein kannst. Du bist der Beweis, dass es darum geht, erfahrenes Leid nicht zu verdrängen, sondern durch den Schmerz zu gehen und es zu transformieren in Größe und Wachstum. Darin liegt die menschliche Größe der Überlebenden, der Gestrauchelten, der Gebeutelten.

4. Gebot: Sei mutlos

Erkenne, wenn du mutlos bist und erlaube dir, es zu sein. Der Weg der Transformation ist ein steiniger, harter und schmerzhafter Weg, auf dem du heftige Blessuren erleiden wirst.

Du bist kein stumpfes Glücksscheinchen, das immerzu strahlt und singt. Du verdrängst nicht, sondern du siehst, nimmst wahr und gehst den Weg, den du gehen musst.

5. Gebot: Habe ein filigranes, dickes Fell

oder: sei die schwache Starke. Entwickle ein dickes Fell, dass dich schützt, wie ein magischer Umhang, der die Pfeile an dir abprallen lässt. Dieses magische Schutzfell wird dich beschützen auf deinem steinigen Weg.

Doch du musst dafür sorgen, dass dieser magische und schützende Umhang durchlässig bleibt, damit du die Gefühle und Nöte und Wünsche und Liebe, der anderen Menschen noch spüren kannst. Damit die Menschen auch die sehen und fühlen können.

Dein Umhang soll dich vor Bösem beschützen, jedoch nicht von der Welt trennen.

6. Gebot: Vergiss nie, dass du den Zaubertrank getrunken hast

Du weißt mit absoluter Sicherheit, dass du den Herausforderungen – egal wie groß sie sein mögen – gewachsen bist, denn du bist in den Zaubertrank gefallen. Den magischen Trank, der dafür sorgt, dass du jede Krise überstehst. Nach jedem Punch aufstehst. Jeder Herausforderung gewachsen bist. Durch den Zaubertrank bist du unbesiegbar und nichts kann dich vernichten.

(Anmerkung der Redaktion: Ich weiß, dass es keinen Zaubertrank gibt, also sorgt euch nicht. Doch ich liebe diese Affirmation. Denn sie wirkt)

7. Gebot: Behandle dich jeden Tag wie eine Königin

Wie heftig auch immer dein Tag ist, sorge dafür, dass es einen Moment gibt, sei er auch noch so klein, in dem du dich wie eine Königin behandelst. Einen Moment, in dem du dir demütig und untertänigst genau das gibst, was die Königin in dir zufrieden stellt.

Das kann ein entspannendes  Schaumbad sein oder auch ein Moment auf einer Wiese, in der die Zeit still zu stehen scheinst und du die Königin in dir, die Sonne genießen lässt.

8. Gebot: Beachte die #zerotolerance Zone

Du triffst eine Entscheidung und dann akzeptierst ausschließlich diese Entscheidung (also außer natürlich, du überlegst es dir anders).

Nein, es geht nicht um  Recht haben und stur sein. Aber du solltest dir bewusst machen, dass dir viele immer wieder versichert haben, dass sie es nicht schaffen würden deinen Weg zu gehen. Meinst du, es wäre klug, auf Grund von Einwänden von lieben Menschen, die jedoch glauben, dass deine Situation nicht auszuhalten ist, deinen Entscheidungen umzustoßen?

Nein, das ist kein wertendes Urteil. Es ist nur essentiell, dass du NICHT in Resonanz gehst mit Tipps oder Ratschlägen, die dich von deiner Entscheidung abbringen könnten. Denn remember; deine Ausgangsbasis ist nicht optimal und du steckst in deinen Schuhen und du musst diesen Weg gehen.

9. Gebot: Sei eine esoterische Bosslady

Erfinde dich selbst. Sei eine träumende Realistin. Lass alle  Schubladen hinter dir, denn es wird keine für dich geben. Justiere, kalibriere und pflege deinen inneren Kompass. Denn er ist DEIN Licht. Dein Wegweiser. Dein führender Leitstern. Stereotype, Role Models und andere, können dich inspirieren, doch da sie nicht in deinen Schuhen stecken, musst du dir eigene Regeln, Gesetze und Modelle entwickeln, die exakt für DICH passen. Wie ein perfekt personalisierter Artikel, komplett auf dich angepasst.

Nimm von allem, was du brauchst, die passende Dosis und mix dir daraus deinen perfekten Cocktail, in einer perfekten Mischung von Bossbabe und Esoterik, von Affirmation und Bauernweisheiten, von Pragmatismus und Mystik.

10. Gebot: Benutze keine Easy-Buttons

Benutze auf deinem Weg durch den Schmerz keine Easy-Buttons. Jede Abkürzung, jede Happy Pill, jeder Fake Shine unterbricht deinen Weg durch den Schmerz. Und nur wenn du durch den Schmerz gehst, die Lektionen erkennst und verstehst, kannst du wachsen und die Transformation vollenden.

11. Gebot: Sei die Herrscherin der Gebote

Du bist die Herrscherin der Gebote. Du hast die Macht sie zu übertreten, sie zeitweise außer Kraft zu setzen oder neue hinzufügen. Du bist die Richterin, die jeden Verstoß gegen die Gebote absegnen und dich freisprechen kann.

 

Die Essenz meiner elf Gebote ist, dass es zum Guten, zu Glück und Zufriedenheit keine Alternative gibt. Wenn du diese Essenz aufsaugst, verinnerlichst, in jede Faser deines Körpers, deiner Seele, deines Geistes und deiner Gedanken dringen lässt, wirst du es schaffen – glücklich zu sein. No matter what. Denn der Gestalter deines Glücks bist du.

Dein größter Fan

 

 

Claudia xoxo

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