Businessladies diaries oder: Jenseits des Regenbogen

Teil 2: It’s all about money

 

Wenn du ein Business hast, wirst du nicht jeden Tag deine Träume und deine Vision präsent haben.

Aber du wirst an jedem einzelnen Tag an die Finanzen deines Unternehmens denken.

Ich weiß, dass klingt brutal und desillusioniert. Das klingt mehr nach Hamsterrad als nach etwas Erstrebenswertem.  Warum zum Henker sollte irgendwer dorthin wollen, in diese Businesslady-Falle? Teil 1 dieser Serie kannst du übrigens hier lesen. Vielleicht fragst du dich sogar, ob mit mir und meinem Business etwas nicht stimmt. Eigentlich soll doch diese Geld-Geschichte mit dem richtigen Mindset ganz easy sein. Wenn ich jeden Tag an meine Finanzen denke, dann scheine ich definitiv ein Problem zu haben, denkst du.

Vielleicht ist das so. Möglicherweise schaue ich aber einfach nur hin. Und sehe.

Wenn ich täglich an die Finanzen meines Business denke, dann nicht in Mr Dagobert D. Manier mit glanzschwarzem Zylinder, den Gehstock in der Hand und beschwingt meinen Talerberg besteigend. Die Gedanken eines Unternehmers sind in der Regel anders:

  • Wird es reichen?
  • Welche Kennzahlen setze ich und welche habe ich erreicht?
  • Wie ist meine Konkurrenzfähigkeit?
  • Wie wird sich die aktuelle Entwicklung am Markt auf mein Unternehmen auswirken?
  • Welche Investitionen stehen an? Bediene ich diese aus dem Cashflow oder benötige ich eine Finanzierung?
  • Treffen Zahlungen pünktlich ein?
  • Wie kann ich einen Umsatz, meinen Gewinn steigern?
  • Bin ich zu teuer? Bin ich zu billig?
  • Und erneut: Wird es reichen?

Jede Businesslady – ebenso wie jeder Unternehmer – kennt diese Gedanken.

 

Reality Loop: Business ist Business und kein Hobby

Egal wie du diese Tatsache bewertest, ob du sie als profan, oberflächlich, materialistisch oder abstoßend empfindest – sie gehören zu deinem Business – in der einen oder anderen Form. Die Definition eines Unternehmens beinhaltet das Streben nach wirtschaftlichem Gewinn. Das bedeutet nicht, dass das der Grund ist, warum du dein Business hast. Der Grund ist etwas viel Tieferes, kommt aus deinem Inneren, deiner Vision. Dem, wo du hinwillst. Dem, was du erreichen möchtest – jenseits von wirtschaftlichem Gewinn.

Doch egal wie sehr du liebst, was du tust, wenn du innerhalb eines marktwirtschaftlichen Makrokosmos unternehmerisch tätig wirst, gelten auch für dich die Gesetze des Marktes. Das ist der Grund, warum 8 von 10 Unternehmen nicht überleben: weil langfristig nicht der notwendige Gewinn zu erzielen war.

Das gilt nicht für dich, wenn du nur tust was du liebst und nix erwirtschaften musst. Wenn es für dich okay ist, mit deinem Business ein kleines oder auch ein größeres Taschengeld zu erwirtschaften. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Sei es, dass du über genug finanzielle Ressourcen verfügst, einen Brotjob oder einen Partner hast, der dich ernährt.

Doch wenn DU ernähren willst, wenn du willst, dass dein Business dich trägt, dann gilt für dein Business genau diese Maxime:

Du musst Gewinn erzielen.

 

Angst fressen Seele auf

Aber helfen diese täglichen Gedanken rund um den Zaster dabei Gewinne zu erzielen?

Im Prinzip schon, aber…

Wie sehr du auch intuitiv zu erfassen vermagst, was für dein Business lukrativ ist. Welches der nächste richtige Schritt ist, um dich hin zu Fülle und Erfolg zu führen, ist es dennoch so, dass die finanzielle Realisierung deiner Projekte gesichert sein muss. Machbarkeits- und Analyse-Tools, Liquiditätspläne und Break-evenpoints zu analysieren, planen, fest- und umzusetzen, der gedankliche Check aller relevanten Faktoren, sind definitiv Methoden, die dir helfen können und werden, dein Business auf stabilere Beine zu stellen und langfristig zu halten. Die Gedanken, die du dir um die Finanzen machst, sind also coole und kreative Tools und Invests, die dir helfen deine wirschaftlichen Ziele zu realisieren .

….aber, viele dieser Gedanken sind vom Mangel getragen. Ängste und Befürchtungen, tiefe und alte, neue und unerklärliche, bekannte und unbekannte stecken nur allzu oft dahinter.

Wird es reichen?

Das sind Gedanken, die du zunächst nicht selbst steuert. Es sind Ängste, die einfach sind. Ich denke diese Gedanken, obwohl ich weiß, dass sie mir nicht gut tun.  Ich weiß, dass es nicht gut ist an den Mangel zu denken. Oh mein Gott, am Ende wird mir jetzt das Universum genau das schicken, worauf ich mich fokussiert habe – nämlich den Mangel?

Ja, diese Art von Gedanken sind nicht gut. Sie bringen dich nicht weiter. Keinen einzigen verdammten Schritt. Und dennoch sind sie da. Ungebetene Gäste.

Shitty Kröte oder cooles Tool?

Sind diese negativen, definitiv keinen netten Umsatzschub bringenden Gedanken nun die Kröte, die du schlucken musst, wenn du ein Business hast? Obwohl es dir zutiefst widerstrebt, destruktive Gedanken in dein Hirn zu lassen und die dort bräsig ihr Unwesen zu treiben und zwar nicht zu deinem Wohl, sondern einfach nur um dir das Leben und dein Business schwerer zu machen?

Weiß doch jeder, dass man das nicht machen soll!

Oder vielicht doch? Wie wäre es, wenn du nicht gegen das Unvermeidliche ankämpfst, sondern versuchst daraus eine Art Energie zu erzeugen, die dich weiter bringt? Eine Form der Energie, die dich pusht, wie eine warme Sonnenwelle.

Eine Turbokraft, die jenseits dessen ist, was du mit dem üblichen Moneymindset-Training erreichen kannst. Definitiv ist das die Königsklasse. Arbeite mit der Energie eines Diskuswerfers daran, alles, was du mit positivem Mindset, Moneyshoe-Optimierung, Anti-Mangel-Pipapo erzielen kannst, zu stärken. Sei dein eigener wertvollster Besitz und transformiere dich hin zu einer Frau, einer Businesslady, die Bock hat richtig Geld zu verdienen.

Es lohnt sich. So sehr. Und immer wieder.

Dennoch solltest du daran denken, dass egal wie virtuos du werden wirst:

Der shitty Toast, die ewige Angst des Unternehmers, pleite zu gehen, wird nie auf null gehen #realityloop

Doch das ist kein Grund zu verzweifeln. Wenn du im Gegensatz zu anderen, diese Gesetzmäßigkeit als einen Teil deines Business-Alltags akzeptierst, wenn du durchdrungen bist von der Erkenntnis, dass mit dir alles in Ordnung ist, dass du vollkommen gut und genug bist – auch wenn du diese Ängste hast, wird etwas passieren. Du wirst dich auf einer wunderschönen grünen Wiese wiederfinden. Dort, wo die Marathonstrecke schon längst zu Ende ist. Da war zunächst die gut abgezirkelte und befestigte Laufstrecke, du bist weitergelaufen, über den Rand des Pfads hinaus, aus der Arena, du hast alles und alle hinter dir gelassen. Denn du bist nun da wo der Friede ist, du hast akzeptiert, was nicht zu ändern ist. Was du lediglich annehmen und akzeptieren kannst als einen Teil deiner Realität.

Diese Fähigkeit der Money-Resilienz ist nicht einfach da. Doch wenn du diesen Prozess des Erkennen und Zulassen und Akzeptieren aktiv durchläufst, verstehst und fühlst, dass es okay ist, hast du wirkungsvoller als jeder Marathoni  durch ein Mindset-Training der besonderen Art deine Haltung zu deinen Ängsten, diesen einen vollkommen neuen Rahmen gegeben und bist frei. Frei von der Angst vor der Angst.

Sonst würde es ja jeder machen

Boah, denkst du jetzt vielleicht, „Das hört sich aber wirklich mega anstrengend und gar nicht lustig an“.

Ja, ich stimme dir zu. Na klar ist es manchmal leichter. Wenn dein Business gerade Bombe läuft, ist es definitiv relativ leicht, ein Meister deiner Ängste zu werden.  Doch in den schweren Phasen wird es dir manchmal den Atem nehmen. Dich zu den Boden bringen.

Doch was  dich zur Businesslady macht, die nicht nur einen Sommer mit im Teich fischt, sondern on the long run dabei ist, ist genau diese Art der Money-Resilienz. Denn du hast einen Weg gefunden, diese anfängliche Härte der Ängste  in deiner Wahrnehmung zu transformieren. Genau das ermöglicht es dir diesen Druck zunächst einfach nur auszuhalten und ihn dann neu zu bewerten.

Die Täler können nicht optimiert werden. Aber du hast akzeptiert, dass dieser Druck Teil deines Business ist. And you deal with. Du willst es händeln, weil du es akzeptierst als Teil deiner Selbständigkeit und du sorgst dafür, dass du es kannst . Du weißt, dass du extrem achtsam mir dir sein musst, denn dieser Teil deines Traums ist der, der nicht der einfachste ist. Du nimmst dir Auszeiten, du erlaubst dir Schwäche, du akzeptierst deine Ängste. Du tust, was du zu tun hast, damit du ein Business betreibst und kein Hobby.

Du siehst und du verleugnest nicht und nimmst es an.  Genau das ist der Unterschied zwischen dir und den anderen.

Dein größter Fan

 

 

Claudia xoxo

Share this post

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email