Du warst schon immer da

und doch sehe ich dich das erste Mal.


Klischees nerven mich. Statt zu denken und  zu hinterfragen, wird auf das Klischee zurückgegriffen und zack – passt das Weltbild wieder. 

Und doch passieren manchmal Dinge, die so seltsam und unwirklich sind, dass in meinem Kopf schlichtweg nur Bilder von Klischees aufsteigen. Als einfache Erklärung. Aber weißt du was, vielleicht auch auf Grund meiner Programmierung als Frau, meine Liebe. 

Wenn so etwas passiert, werde ich zur Forscherin und zur geduldigen Beobachterin. Aha, faszinierend, was du da denkst. Lass uns das mal genauer anschauen. Ich bin schon furchtbar gespannt. Es gibt bei diesem Spiel nur eine Regel: 

No judgement! Denn Bewertungen unserer eigenen Person sind  einer unserer TOP-Feinde. 

Ich will dir sagen, was mir vorhin passiert ist und was das in Gang gesetzt hat.

Ich bin mit Buddy, meinem süßen Hund, eine Runde raus gegangen über den verschneiten Ufer-Boulevard. Es war kaum jemand unterwegs. Ich ging in der Mitte der acht Meter breiten Promenade und genoß die Stille. Irgendwann kam mir ein Paar entgegen. Direkt nachdem das Paar an mir vorübergegangen war, lenkte ich meinen Schritt  an den Rand der Promenade, um mir den verschneiten Hafen anzuschauen. Alles total normal. 

In diese stille Samstag-Morgen-Winterspaziergangs-Idylle hörte ich plötzlich die laute Stimme der Frau in meinem Rücken: 

Ja, jetzt wo keiner da ist, macht sie Platz!

Die Botschaft sickerte langsam in mein Hirn und ich war komplett irritiert. Die meinte mich! Diese Frau beschwerte sich darüber, dass ich in der Mitte des menschenleeren Boulevards ging, anstatt ordentlich auf der Seite, wie es sich gehört. 

Zack, da war sofort das Klischee. Die dumme Pute! Frauen bewerten Frauen. 

Tatsächlich habe ich aber überhaupt keine Ahnung, warum diese Frau sich daran gestört hat, dass ich in der Mitte der Strasse gelaufen bin. Ist auch vollkommen unwichtig. Die kann ich nämlich direkt gedanklich loslassen; ebenso wie mein aufgeplopptes Klischee dazu. Beides gehört nämlich in diese Kategorie: Sich um Unwichtiges kümmern, statt auf den Kern der Sache zu kommen. 

Was mir als erstes eingefallen ist, ist ein Experiment, von dem ich vor ein paar Monaten gehört hatte. Es ging um das unterschiedliche Ausweichverhalten von Männern und Frauen auf Strassen. Frauen weichen einfach öfter aus. Männer bleiben häufiger auf ihrem Weg.  In dem Experiment ist die Frau nicht ausgewichen und es ist sehr oft zu Zusammenstössen mit Männern gekommen, weil die gar nicht damit gerechnet hatten, dass ihnen nicht ausgewichen wird. So simpel. So unglaublich. 

Das mag sich für dich jetzt ebenfalls nach Klischee anhören. Ich kann dir versichern: Es ist die reine Wahrheit. Ich habe das Experiment übernommen und für ein paar Wochen versucht, nicht mehr auszuweichen. Dabei habe ich festgestellt, dass es total schwer ist nicht auszuweichen. Es ist so drin in mir. In uns. Es gingen mir 100 Gedanken durch den Kopf. Du benimmst dich total Scheiße und rücksichtslos. Lächerlich. Irgendwann kriegst du ne Menge Ärger. Warum machst du immer so einen bekloppten Mist?

Ich habe aber auch festgestellt, dass es manchmal zu Situationen wie bei einem Duell kam. Es gab Männer, die als sie realisierten, dass ich nicht ausweichen will, forsch und direkt auf mich zugingen. Bis am Ende, einer von uns auswich. 

Oh Boy, ich sag dir was, da war von beiden Seiten eine Menge Testosteron im Spiel. 

Anfang des Jahres habe ich dieses Experiment beendet und wollte euch irgendwann von den Learnings berichten. 

Was mir jedoch heute morgen als zweites einfiel war: Ich gehe gern in der Mitte der Strasse. Ohne Experiment. Ohne Konfrontation. Einfach weil ich mich dort wohl fühle.  Ich habe mir meinen Platz genommen. Auf der Strasse und im Leben. Und zwar ohne Testosteron. Einfach weil ich endlich sehe, wer ich bin, obwohl ich immer schon da war. 

Seinen Platz einzunehmen erfordert Mut. Es bedeutet aber am allermeisten anzuerkennen, wer du bist. Was deine Essenz ist. Loszulassen, was du glauben solltest, zu sein. Was du glauben wolltest, zu sein. 

Das ist der wundervollste Dienst, den du dir erweisen kannst. Immer wieder einzuchecken bei dir und bereit sein, deine Essenz zu erkennen und anzuerkennen. Von diesem Ort der Selbstakzeptanz sind die nächsten Schritte einfacher. Weil du weißt, dass es deine Schritte sind. 

Du bist schon da. Je mehr du dich siehst und zulässt, um so mehr wirst du dich sehen. 

Ja, meine Liebe, das ist ein Prozess. Lifelong.  Je schneller du das akzeptierst, um so besser. Dein Job ist es, herauszufinden, was dir damit hilft, du zu sein. Etwas, was für mich absolut essentiell ist, ist die Bodywork, die ich im Rahmen der THE LIBERATION Methode  entwickelt habe. Wenn ich ausschließlich mit Kopf und Seele arbeite, neige ich zu Selbstbetrug. Ich habe dann das Gefühl, dass ich schon etwas losgelassen habe, wenn es mir eigentlich noch sprichwörtlich in den Knochen steckt. Dein Körper lügt nicht. 

Wenn du möchtest, hast du die Gelegenheit an einer kostenlosen THE LIBERATION Body Session teilzunehmen.

Die Session findet am 12.02.2021 um 20:00 h statt. 

Was dich erwartet:

Ich habe wieder meine Kooperation-Partnerinnen aus dem Online Retreat hinzugezogen. Die wundervolle Katarina Tolkmit und die zauberhafte Andrea Luiprecht. Die beiden sind Expertinnen  ihres Fachs und setzen die mentale Power der Methode in eine kraftvolle und befreiende Boydwork um. 

Die Session wird insgesamt etwa 30 Minuten dauern und ist ein Mix aus Mind- & Soulwork, die ergänzt wird um eine Liberate the Feminine Sequenz von Kati und einer Liberate the Warrior von Andrea. 

Du kannst ganz easy dabei sein. Kein Schnick Schnack. Kein Sign-up. Komm einfach in die kostenfreie  Femme Tastique Community. Dort findest du im Eventbereich den Zoom Link zur Session. 

Wenn du erkannt hast, was und wo dein Platz ist, wirst du erkennen, dass dieser Platz nur darauf wartet, von dir eingenommen. 

Always remember  – speak your truth

Deine Claudia xoxo



    

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