Jenseits der Scham wohnt deine Unabhängigkeit

Die Angst, nicht zu genügen, ist größer als dein Wunsch ganz DU zu sein.

Das ist die traurige Wahrheit all derer, die auf der verstopften, überfüllten und unfassbar ermüdenden rechten Spur des Lebens bleiben. Du bist auf der slow lane und du WEISST es. Es ist ein tiefes Wissen in dir, dass es noch viel mehr für dich gibt. Da ist ein so starkes Sehnen danach dich zu zeigen und das volle Leben zu leben.

Aber du bist sehr geübt daran, dieses Sehnen wegzudrücken. Deinen Fuß, der schon über dem Gaspedal geschwebt hat, mit aller Willenskraft, die du aufbringen kannst, wegzunehmen, den Druck zu reduzieren, die Anspannung loszulassen. Du stellst dein Fuß an die Seite, justierst den Tempomat auf „Fahren in der Spur“ und bleibst in der Kolonne. Der Kolonne all derer, die mit dir gemeinsam den sicheren Weg nehmen. Unspektakulär, aber vertraut. So ermüdend, aber sicher. Uniform als Teil des Ganzen, aber im Tribe.

Trügerische Sicherheit 

Die Sicherheit, Teil des Ganzen zu sein, bestimmt dein ganzes Leben. Natürlich weißt du, dass jeder von uns einzigartig ist. Natürlich weißt du, dass du noch viel mehr Potential hast. Aber Herrgott, dieses ganze Gerede ist so leicht daher gesagt. 

Das kann auch nur von denen kommen, die sowieso schon so viel Aufwand um sich machen. Denen, die das Licht suchen. Denen, die aber auch das Zeug haben sich ins Licht zu  trauen, sie sind halt einfach ein bisschen weiter, ein bisschen besser, ein bisschen perfekter. Dann kann man sich so etwas auch erlauben. 

Du hingegen, wirst dich nie trauen, die Sicherheit der Masse zu verlassen, denn du hast verdammt noch mal so viele Baustellen. Du weißt auch noch nicht genug, bist nicht gut genug und überhaupt. Nein, du wirst dich weiterhin klein klein in deinem Leben einrichten. Denn schließlich hast du eine Menge zu verlieren. 

Und so bleiben so viele Menschen immer weiter in der sicheren Herde. Denn dort leben sie zwar nicht ihr volles Potential. Okay, das ist der Preis, den sie zahlen müssen. Aber sie sind sicher. Weniger angreifbar. 

Doch was ist, wenn du in der Herde nicht mehr sicher bist?

Nur als weißes Schaf bist du in der Herde sicher aufgehoben

Es gibt Regeln. 

Das ist dir doch klar, oder? Jede Gruppe, jeder Zusammenschluss von mehreren Personen basiert auf einem Deal, der so simpel wie klar ist: 

Du bekommst die Sicherheit der Herde, dafür musst du dich den Regeln der Herde unterwerfen und du musst auch gleich aussehen wie alle anderen süßen, weißen Schäfchen. 

Es versteht sich von selbst. Keine Erklärungen notwendig. Vielleicht bekommst du jetzt so langsam eine Ahnung davon, wie trügerisch die Sicherheit auf deiner uniformen slow lane ist. Denn du fühlst dich dort nur so lange sicher und geborgen, bis du alle Ansprüche der Herde erfüllst. Die Uniform aller trägst. Nicht schwarzes Schwarz unter weißen bist. Wenn du diesen Anspruch nicht mehr erfüllen kannst, wird es eng, Baby. Verdammt eng. 

Was dann passiert, ist so unausweichlich wie tragisch. Denn es ist doch so: du hast dich entschlossen, deine Einzigartigkeit, dein volles Potential zurückzunehmen, um die Sicherheit der Herde zu bekommen. Wenn du nun die Bedrohung spürst, in der Herde nicht mehr sicher zu sein, bist du komplett überfordert. Du hast doch alles gegeben, um dieser Angst nicht zu genügen, zu entgehen. Du hast doch den Preis gezahlt, der notwendig war. 

Also passiert das Unausweichliche. Denn einen anderen Weg siehst du in deiner Angst nicht. Das allerwichtigste ist jetzt für dich, dass niemand entdeckt, dass du nicht mehr dazu gehörst. Kein weißes Schaf mehr bist. Du wirst sehr fantasievoll und erfinderisch um deinen Entschluss zu realisieren. Du verdeckst, trägst Masken, erfindest Ausreden. Außerdem bist du ganz besonders hilfreich, bist für jedes Schaf deiner Herde da, denn du weißt intuitiv, wenn die weißen Schafe dich ganz besonders mögen, wird es schwerer für sie sein, mit dem Finger auf dich zu zeigen oder dich gar auszustossen. 

Das alles strengt dich so sehr an. Ganz müde bist du. Und ratlos. Denn so langsam gehen dir die Ausreden aus.

The moment of truth 

Diesen Moment solltest du einfrieren, denn das ist der Moment, der über dein ganzes zukünftiges Leben entscheiden wird. Denn du hast jetzt zwei Optionen.

Lektion gelernt oder weitermachen wie bisher?

Irgendwann in unserem Leben kommt für jeden von uns der Moment, wo wir die Wahrheit erkennen. Die Wahrheit, dass es keine Sicherheit in der Herde für uns gibt. Wir erkennen, dass dazu zu gehören nur ein Teil unseres Bedürfnisses ist. Der einzige wirklich gangbare Weg, der dir dazu verhilft, DU zu werden und DEINEN Weg zu gehen, der Weg der Wahrheit ist.

Diese Wahrheit hat ihren Preis – nämlich die Wahrheit. Wenn du ein Leben leben willst, das DEIN Leben ist, musst du die Wahrheit sprechen. Deine Wahrheit. Du musst zu dir stehen, zu deinen Fehler, zu all dem, was du am liebsten im Keller verstecken würdest, dem das dich mit Scham erfüllt. 

Denn schau Schatz, es ist so, das eine geht nicht ohne das andere. Du kannst definitiv nicht DEINEN Weg gehen, ob im Business, im Job oder in deinem Privatleben und dabei nur deine wundervolle Gaben, Kompetenzen, Fähigkeiten und sonstigen atemberaubenden Facetten zeigen. Du musst DICH zeigen. All in. So wie schon Al Bundy sagte

You can’t have one without the other

Wenn dir der Arsch auf Grundeis geht 

Das mag dir erst mal ganz furchtbar erscheinen und auch ungerecht und dumm. Denn warum solltest du dich angreifbar machen? Warum solltest du deine Schwächen offenbaren, nur weil du deine Stärken, deinen Traum leben willst? 

Das, was dir im ersten Moment, als unnötiges Risiko erscheinen mag, ist tatsächlich überhaupt kein Risiko, sondern deine Fahrkarte in wirkliche Unabhängigkeit. Wobei es das für jede Form der Unabhängigkeit gilt: egal, ob finanziell, emotional, beruflich. So lange du dich versteckst und sei es auch nur hinter der Maske der Perfektion, wirst du immer mit der Angst leben müssen, entdeckt zu werden. Diese Angst wirst du mal besser und mal schlechter handhaben können. Aber sie wird dich immer Kraft kosten. Noch viel wichtiger ist, sie wird immer auch zwischen dir und dem stehen, was du erreichen könntest. Sie wird immer dafür sorgen, dass du nicht frei bist. 

Glaub mir, ich kenne diese Angst, die Angst nicht zu genügen, die Angst, nicht perfekt zu sein und natürlich auch die Angst, dass andere auf mich herabschauen könnten. Aber irgendwann habe ich genau wie du, vor dem Moment der Wahrheit gestanden. Ich hatte die Wahl, weiterhin die sichere Spur zu benutzen oder MICH für mich zu entscheiden. Dafür, mich zu zeigen, meinen Weg zu gehen und in die Arena zu steigen, ohne Schutzschild, ohne Panzer. 

Ich habe mich für die Freiheit entschieden. Das war der Moment, der alles geändert hat. Ob es schwer war? Natürlich. Und es ist auch immer wieder schwer. Doch das hält mich nicht ab. Im Gegenteil: Ich nehme die Herausforderung immer wieder an, um andere Frauen zu inspirieren, IHREN Weg in ihre Unabhängigkeit zu gehen. 

Genau deshalb teile ich diesen Moment mit euch. Meine Entscheidung für ein Haarteil, weil ich entscheide. Ich entscheide, was ich hinnehme. Ich entscheide, was ich ändere. Ich übernehme die Verantwortung. Ich gehe den Weg. Ob es ein Haarteil betrifft oder das Business. Kein Verstecken. Keine Scham. 

Ja, manchmal macht das Angst. Es ist auch nicht immer leicht. Aber es ist der einzige Weg, wenn du DEIN Leben selbst in die Hand nehmen und Opfermodus verlassen willst. Erst wenn du diese Entscheidung für dich getroffen hast, hast die Grundlage geschaffen um deinen Weg zu gehen.  Du musst diesen Weg nicht allein gehen. In einer kostenlosen Coachingsession unterstütze ich dich dabei, endlich die Verantwortung in deinem Leben selbst zu übernehmen. 

Remember – Speak out your truth 

 

 

Claudia xoxo 

 

 

 

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