Mindset einer Unternehmerin: Die Waffen einer friedlichen Kriegerin – Teil 2

Die einen schaffen es und die anderen nicht.

Es ist nie das fehlende Wissen, das über den Erfolg einer Unternehmerin entscheidet, sondern die Fähigkeit mit den gleichen Herausforderungen anders umzugehen. Es ist das Mindset einer Unternehmerin, das einer der entscheidenden Schlüssel zum Erfolg ist, wie ich im ersten Teil dieser Mini-Serie geschrieben habe.

Ich habe versprochen dir zu verraten, wie ich es schaffe das Mindset einer Unternehmerin zu kreieren und bewahren. Mit welchen Waffen ich die friedliche Kriegerin a.k.a. Unternehmerin geworden bin, die ich heute bin.

Das war definitiv kein leichter Weg. Tatsächlich war es ein langer Prozess, den ich nicht einmal für möglich gehalten habe. Der Mindsetshift von einer Frau, die Verkauf und Zahlen und Marketing für sich in höchstem Maße abgelehnt hat. Schon wenn mein Mann in einem Laden gehandelt hat, war mir das total peinlich. Ich konnte nie nachvollziehen, was daran Spaß machen und worin die persönliche Freude an diesem „Spiel“ bestehen soll.

Vor genau 20 Jahren war ich das erste Mal selbstständig. Denn unternehmerisch würde ich meine Aktivitäten als niedergelassene Anwältin nicht bezeichnen. Alles was einen Unternehmer auszeichnet  und maßgeblich für seinen Erfolg ist, fehlte mir: ich habe es gehasst in die Geschäftskonten zu schauen. Da war die andauernde Angst, ob die Zahlen stimmen würden. Ich machte mir immerzu Sorgen, ob ich kostendeckend arbeiten würde. Der Druck neue Mandanten zu gewinnen, ließ mich nachts nicht schlafen. Das Gefühl für mich zu werben, löste Beklemmungen in mir aus.

Einfach der ganze Finanz-Krams war mir zuwider.

Irgendwann war mir  z.B. klar, dass ich bei meinen Mandanten von der Böse-Jungs-Fraktion dazu übergehen sollte, Vorkasse zu verlangen. Denn  es hatte sich gezeigt, dass wenn ich nicht ein bisschen smarter werden würde, diese Kollegen die Bezahlung meiner Rechnungen genauso ernst nehmen würden, wie die der Geschäftsleute, die sie wegen Betrug angezeigt hatten. Ich kann mich noch heute daran erinnern, wie mir dieses Gespräch mit dem neuen Mandanten, der ziemlich viel auf dem Kerbholz hatte, bevorstand. Ich konnte die Nacht vorher kaum schlafen, erinnere mich noch daran, wie mein Herz zu raste und meine Haut zu brennen schien, als der Mann mein Büro betrat. Kleinlaut brachte ich meine Bitte um Vorkasse in einer mittleren vierstelligen Höhe vor. Fühlte mich so schlecht. So geldgierig. Ich wollte doch nur helfen. Das alles war so gar nicht wie bei Liebling Kreuzberg.

Genosse Gansta hingegen zuckte nicht mit der Wimper, sondern zog ein Bündel Scheine hervor und blätterte die geforderte Summe auf den Tisch.

Immer deutlicher spürte ich im Lauf der Zeit, dass das einfach alles nichts für mich ist. Ich wollte endlich die alte Leichtigkeit und Freude zurück in meinem Leben. Scheinbar war mir das auch anzumerken. Als mein Mann mir anbot in seinem Unternehmen zu arbeiten, nahm ich nach kurzer Bedenkzeit an und gab kleinlaut und von mir enttäuscht meinen Ausflug in die Welt der Unternehmer auf.

Doch ich verstand nicht. Sah nicht die Wahrheit, sondern glaubte die Geschichte, die ich mir selbst erzählte. Eine Geschichte von der Realität des Juristenberuf, die unfassbar von der Variante meiner Ideale abwich. Eine Geschichte, in der mich die traurigen Trennungsgeschichten, die Abscheulichkeiten der Straftäter und die Absurditäten des Gerichtssystems nicht befriedigten und mich die Juristerei an den Nagel hängen ließen.

Das alles stimmte. Doch die wesentliche Frage stellte ich mir nicht. Hätte ich den Anwaltsberuf damals auch aufgegeben, wenn ich einen gut bezahlten Job in einer Kanzlei gehabt hätte?

Die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht.

Ich bereue keine meiner Entscheidungen – auch diese nicht. Doch ich habe mittlerweile erkannt, dass meine fehlende Kompetenz als Unternehmerin bei meinem Entschluß eine bedeutende Rolle gespielt hat.

Das habe ich erst erkannt als ich erneut Unternehmerin wurde und angefangen habe, ganz gezielt und konsequent ein Unternehmerinnen-Mindset aufzubauen, dass mich durch die Höhen aber durch die Tiefen trägt. Das mich die Reise genießen und nicht ununterbrochen auf das Ziel starren lässt. Ein Mindset, das mich wachsen und fliegen lässt, das mich aber auch beim Fallen trägt. Das Mindset einer Unternehmerin, die Haltung einer friedlichen Kriegerin.

Doch du wirst nicht mit Wunschpunkten über Nacht zur Unternehmerin. Du wirst es durch Training. Verdammtes, schweres und anstrengendes Training. Irgendwann wird es leichter. Wie ein Sportler brauchst du das richtige Equipment. Wie eine kriegerische Amazone habe ich mir Arsenal an himmlischen Waffen erschaffen, die mich begleiten und leiten. An jedem verdammten Tag. Meine Tools, die neben Erfolg auch Freude und Glück und Leichtigkeit in mein Leben bringen.

Heute teile ich mein Waffenarsenal mit dir, damit auch du die Unternehmerin sein kannst, die dir zu sein wünschst.

Der silberne Pfeil

Mein bestes Mittel gegen Ineffizienz wegen zu vieler To Do’s und Prokrastination sind meine täglichen TOP 3. Das sind die drei Sachen, die ich auf jeden Fall erledigen werde. Egal, was Neues auf meinem Tisch oder in meinem Kopf landet. Die glorreichen drei erfasse ich jeden Morgen beim Journaling.

Die hölzerne Keule

Der absolut wichtigste Teil des täglichen Journalings ist das Besinnen auf die drei Dinge, für die ich gerade dankbar bin. Die Segnungen, die mir das Leben gerade geschenkt hat. Noch bevor ich sie später aufschreibe, widme ich ihnen die ersten Minuten des Tages, direkt nach dem Aufwachen.

Bonus-Tipp: An schlechten Tagen reichen mir keine drei Sachen. Dann brauche ich die stärkere Dosis und schreibe alles auf, für das ich dankbar bin in meinem Leben. Ich höre regelmäßig auf, weil die Hand schmerzt und ich begriffen habe, dass es absolut keinen Grund gibt mit meinem Leben zu hadern.

Arsen & Spitzenhäubchen

Ich passe meine Diät des Lebens an mich an. An meine Bedürfnisse. Nicht die der anderen, sondern mein Maßstab. Das Erkennen, was ICH brauche. Es mag sein, dass Mister XYZ 10 Stunden Sport die Woche braucht, um erfolgreich und verläßlich liefern zu können – ich nicht.

Guck also genau, welche Elemente du in deinem Leben zu brauchst und genau diese in der für dich perfekten Dosis, musst du dauerhaft in dein Leben holen.

Die perfide Bittermandel

Du weißt natürlich, dass raffinierte Algorithmen dafür sorgen, dass Netflix dir raffiniert auf deine Sehgewohnheiten hin, neue Serien vorschlägt, von denen Netflix weiß, dass sie gefallen werden. Genauso kennst du es, dass dir Google ein ganz besonderes Angebot für Kreuzfahrten präsentiert, weil du vor kurzem auf der AIDA Seite gesurft bist. Was da passiert, ist, dass das Internet dir präsentiert, was dich interessiert. Es liefert, was du suchst.

Wenn du dich in deinem Business ständig mit deinen Mißerfolgen, unzufriedenen Kunden und Konten mit roten Zahlen beschäftigst, was glaubst du, präsentiert dir dann das Universum?

Die Bittermandel hilft mir dabei, meine Erfolge zu feiern, meine Entwicklung zu würdigen und Niederlagen als Learning zu begreifen, weil ich weiß, dass ich genau das dann noch mehr in mein Leben ziehen werde.

Der goldene Schnatz

Das ist der glorreiche Retter. Der verläßliche Held. Dein eindeutiger Pfad: Dein innerer Kompass. Jede Minute, jeder Anstrengung und jeder Aufwand, den du in die Stärkung deines inneren Leitsterns investiert, egal ob monetär, zeitlich oder auch durch Reibung, Untersuchung oder Durchblick, ist die beste Investition, denn du bekommst sie um ein Vielfaches zurück.

Während die anderen sich immer wieder an der Frage aufreiben, ob der nächste Schritt oder  die anstehende Entscheidung die richtige ist, hast du absolute Klarheit. Du WEISST, dass du das Richtige tust. Egal, was die anderen tun. Unabhängig von dem, was die anderen sagen. Das hört sich ein wenig autistisch und beratungsresistent an; ist es aber nicht. Denn natürlich holst du dir soviel hochqualitativen Input und Austausch wie möglich und nötig, doch du weißt, was du wählen musst. Du entscheidest, was du weglässt, du bestimmst, was bleibt. Dein Berater ist dabei dein innerer Kompass – unbestechlich, nicht zu beeindrucken, unabhängig.

Das bunte Kryptonit

Im Leben einer Unternehmerin passieren Dinge. Unangenehme Dinge. Ebenso wie wunderschöne Dinge. Ebenso wie im ihrem Privatleben. Als Cream on the Cake ist für die Vollblutunternehmerin beides untrennbar, was herrlich ist, wenn es läuft und eine Armageddon, wenn es schlecht läuft.

Die supermannische Superwaffe ist es, diese Dinge anzunehmen. Die guten und die schlechten. Ja, auch das Verlustjahr. Ja, ebenso die Fehlinvestition. Ja, exakt, auch die falsche Entscheidung. Genauso die Trennung, den Streit und das Leiden.

Dank Kryponit nimmst du an, was in dein Leben kommt. Nein, du musst dabei nicht vor Glück strahlen. Du darfst auch jammern. Aber du nimmst es an und weißt in deinem tiefsten Inneren, dass du daran wachsen wirst.

Das ist eine tiefe Wahrheit in wenigen Worten. Leicht geschrieben. Doch sehr viel schwerer umgesetzt und realisiert. Dennoch schwöre ich dir, dass jede Minute und  jede Anstrengung, die du in die Entwicklung dieser Wunderwaffe investierst, unter ROI (return on invest) Aspekten eine absolut sichere Investition ist.

Deine Wichtigste.

Der würgende Nunchanku

Ich war die Anwältin, die sich schämte Geld zu verlangen. Ich war die Unternehmerin, die sich nicht traute ins Konto zu schauen. Und ich war nicht bereit.

So lange ich Geld und Erfolg und Wettbewerb peinlich, anstrengend und oberflächlich fand, so lange konnte ich auch genau diese Fülle nicht mein Leben holen.

Erst die Veränderung des Moneymindsets hin zu Reichtum, Fülle und Erfolg, schafft die Voraussetzungen, dass du überhaupt deine Reise in diese Richtung starten kannst.

Also guck hin. Genau. Richtig genau. Ich schaue immer wieder hin und ich werde noch immer fündig. Jedesmal. Denn es gibt in unserer  Gesellschaft kaum etwas, das mehr mit Schwermut, Unlust oder Arroganz vergnügt wäre – als Geld und Erfolg.

Der universelle Faustkeil

Wenn du als Einzel-Unternehmerin unterwegs bist, kennst du die Einsamkeit. Die Einsamkeit, die das Fehlen eines Teams bedeutet (dazu mach ich noch einen extra Post). Du kannst versuchen das zu kompensieren mit Family & Friends, Kollegen & Mastermind’s. Pflege bitte unbedingt jede einzelne dieser Maßnahmen, die dein emotionales Back-up’s bilden. Du wirst es brauchen. Denn es ist leichter. So viel leichter Erfolge und Misserfolge zu erleben, wenn du sie teilst.

Deshalb musst du für Unterstützung sorgen. Für Support. Für das optimale Umfeld für deine stärkste Waffe:

Für dich

Ohne die Unterstützung, die du brauchst, wirst du untergehen. Doch mit der Unterstützung wirst du in grenzenlose Höhen steigen. Denn du willst es so sehr und du kletterst den verdammten Berg hinauf, zum Schluss mit Atemmaske. Du gehst. Ohne Zweifel, Ohne Zögern. Weil du alles dafür getan hastet, dass du es kannst.

Doch wenn du jetzt stolperst, stehst du nicht  wieder AUF, wenn keiner dir den Energydrink reicht, dir die aufmunternden Worte zurufst, dir unter die Arme greift.

Also, denk dran

„You never walk alone“

Ich habe dir meinen geheimen Köcher-Inhalt gezeigt, weil ich weiß, dass dir vielleicht heute genau die eine geheime Waffe fehlt, um den nächsten Schritt, der dir jetzt so schwer erscheint, zu tun.

Fülle deine Köcher mit den richtigen Waffen, pflege und reinige sie und sei bereit und dann genieß die Safari.

Dein größter Fan

 

 

Claudia xoxo

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