Meine Frauen haben Hüften – Teil 2

Sind meine Frauen klebrig-süß und jämmerlich?

Sind sie unausgelastete, unzufriedene Vorstadtweiber?

Ist meine süße Anna eine visionslose, unausgelastete, nägellackierende Vorstadtmutti mit einem schnuckeligen Hobby-Business? Ist sie die Frau, die es sich erlauben kann, Lustlos-Phasen auszuleben, weil sie keine finanzielle Verantwortung trägt? Ist sie die Frau, die sich Termine zur Maniküre einschiebt anstatt nonstop und unermüdlich an ihrem Traum zu arbeiten?  Und wenn ja, wäre das schlimm? Wäre Anna dann weniger eine starke Frau? Weniger erfolgreich? Aber dafür mehr bemitleidenswert und nicht ernstzunehmen? Und was ist überhaupt die richtige Frau?

Kürzlich habe ich über „meine“ Frauen geschrieben, die Frauen, für die schreibe, die ich liebe, die Frau, die auch ich bin. Dieser Post hat eine sehr große Resonanz hervorgerufen und viele Frauen schrieben mir, wie sehr sie sich in „meiner“ Frau wiedererkennen.

Aber es gab auch Kritik. Die Kritik kam von einer sehr klugen und sehr lieben Frau, die ich unglaublich schätze, deshalb setze ich mich damit auseinander.

Sind meine Frauen jämmerlich und unzufrieden? Weil sie es sich gönnen zu jammern, zu zweifeln, unsicher zu sein und auch suchend zu versuchen. Weil in ihrem Leben Theorie und Praxis auseinanderdriften und einfach das nackte Leben dazwischenkommt.  Was ist überhaupt eine jämmerliche Frau und was eine starke? Wer bestimmt das und hat das irgendeine Bedeutung, was irgendwer so als starke Lady zu definieren müssen meint?

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