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Mountain, get out of my way

Heute Morgen habe ich in einem Podcast dieses Zitat gehört und es hat mich umgehauen. 

Wie geht es dir damit, Darling?

Mountain, get out of my way! 

Für mich gibt es immer diesen einen Moment, in dem ich weiß und zwar auf einer tiefen, molekularen Ebene, dass es kein zurück mehr gibt. Auch wenn mich vor diesem einem Point-of-no-return-Moment so so sehr zurückgehalten, ist plötzlich das tiefe Wissen da: Ab jetzt kann ich mich mit weniger nicht mehr zufrieden geben. 

Für mich gab es  sehr viele Point-of-no-return-Momente in den letzten Jahren. Ich bin in sie hineingewachsen. Hineinwachsen ist das richtige Wort, denn ich wusste es vorher nicht, dass es kein zurück gibt. Also intellektuell wusste ich es nicht. Meine Seele wusste es schon lange und zwar sehr genau. Ich a.k.a. der kopf-gesteuerte Mensch musste nur hinterherkommen. Du weißt schon, bis wir die Botschaft aus unserem Inneren verstehen, vergeht oft viel Zeit. Ich war eher der Typ, der einen SPAM Filter für Botschaften aus dem Unbewussten eingebauten hatte. KEIN INTERESSE. DU BIST SPAM. BLEIB DRAUSSEN. 

Deshalb sage ich dir aus tief empfundenem Mitgefühl: It’s a journey. Nix, was mit einem Fingerschipsen geht. Du bist so weit, wenn du soweit bist. Für mich war es meist etwas von außen, das die Tür zum nächsten Level geöffnet hat. Etwas Inspirierendes, etwas Berührendes, oder etwas, das mich maximal getriggert hat. Darling, ich schätze, du weißt, was ich meine. Es ist eine verdammte Reise. Wir schälen eine Schale nach der anderen. 

Das, was mich allerdings am meisten an dieser Reise fasziniert ist, wie alles mit allem zusammenhängt. Du kennst doch diese Schmetterlings-Theorie , wonach die Auswirkung des kleinsten, einzelnen Elements die Welt verändern können #rippleeffect. Step by step by action by action. 

Ich habe in den letzten Tagen z.B. oft daran gedacht, wie ich vor Jahrzehnten das Angebot einer Doktoranten-Stelle  ausschlug. Ich hatte damals nach dem 1. jur. Staatsexamen eine befristete Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Forschungsinstitut angenommen. Ich musste ein paar Monate überbrücken. Meine Note im 1. Staatsexamen war nicht gut genug, um sofort einen Platz als Referendarin zu bekommen. Dieser Job war herrlich. Ein spannendes Thema. Es ging um die Umsetzung der europäischen Umweltverträglichkeit Richtlinie ins nationale Rechte. Ich habe mit meinem Professur zusammen eine Studie veröffentlicht. Alle am Institut waren furchtbar nett und ich konnte Job und Kind großartig vereinbaren. Mein wunderbarer Proff bot mir nach kurzer Zeit die besagte Doktoranden Stelle an, die ich abgelehnt habe. Meine Begründung war, dass ich nicht so der Typ für fokussiertes Arbeiten sei und mir nicht vorstellen könne, drei Jahre an eine einzigen Thema zu arbeiten. Das würde mich total langweilen.

Oh mein Gott, noch heute möchte ich mein junges Ich umarmen und ihr zubrüllen: YOU ARE FUCKING WORTH IT

„Hör auf dich hinter bekloppten Ausreden zu verstecken und nimm diese Chance an.“ 

Doch mein heutiges ICH  war  damals nicht da. Stattdessen war da nur eine krasse Imposter-Ausgeburt, die mir ohne jeden Zweifel klar machte, dass ich froh sein könne, wenn ich überhaupt  das  Referendariat und danach das 2. jur. Staatsexamen schaffen würde. „Eine Doktor Arbeit, bist du verrückt? Das schaffst DU niemals. Schau dir Kollegen an, die so etwas durchziehen. Mit denen hast du nichts gemeinsam. Außerdem hast du ein Kind.“ 

Ich muss dir etwas Trauriges gestehen: Wir werden niemals das Imposter-Syndrom los. Egal, was wir erreicht haben. Es klebt an uns. Let’s face it darling. Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass wenn ich damals  selbstbewusst gewesen wäre, ich komplett anders reagiert hätte. Ich hätte meinem Prof, der mich unfassbar supported und gemocht hat, genau diese Zweifel und Ängste erzählt. In einem Gespräch hätte er mir helfen können herauszufinden, ob die Promotionsstelle etwas für mich gewesen wäre. Danach hätte ich entscheiden können. 

Doch ich habe mich das nicht getraut. Ich hatte das Gefühl, wenn ich meine Ängste und Zweifel äußern würde, ich mich verletzlich machen würden. Ich hatte die unterbewusste Angst, dass er sagen könnte: „Stimmt Claudia, das war eine total dumme Idee dich zu fragen. Jetzt wo du es sagst, wird mir klar, dass du für eine Doktorarbeit einfach nicht das zeug hast!“

Ist es nicht traurig, wie sehr ich mich selbst zensiert habe, aus Angst nicht gut genug zu sein? Und glaub mir, es ist nicht das einzige Mal gewesen. Ich weiß auch, dass ich damit nicht allein bin. Frauen aus der ganzen, aus jedem Berufszweig, in jedem Alter, kommen immer wieder in Situationen, in denen sie denken, nicht gut genug zu sein. Also lassen wir es sein. Wir versuchen es gar nicht erst. Wir trauen uns nicht. 

Ich konnte damals nicht anders reagieren, denn ich war nicht selbstbewusst genug. Nicht selbstbewusst genug, um die eigene Fehlbarkeit, die eigene Ängst und Zweifel einzugestehen. Mir selbst einzugehen. Und anderen. Mich anzunehmen und zu lieben so wie ich bin. Deshalb ist es okay, wie damals reagiert habe. Aber ich wünschte ich hätte den Grund meiner Absage viel früher erkannt. Ich wünschte, da wäre jemand gewesen, der mir gezeigt hätte, wie ich mich selbst hingebungsvoll lieben und annehmen kann. Ich wünschte, ich hätte dieses Selbstbewusstsein gehabt. 

Dieses Erlebnis und viele andere Erlebnisse, die ich hatte, die andere Frauen auch haben, ist der Grund, warum es mir so wichtig, dass wir Frauen ein ganz neues, tiefes und umfassendes Selbstbewusstsein entwicklen. Eines, das immer weiter wächst und uns ermöglicht unseren Weg zu gehen. In voller Selbstakzeptanz . So wie wir sind. Das ist das, was ich dir wünsche. 

Wann hast du dich das letzte Mal aus Angst zu versagen zurückgehalten? 

Always remember – speak your truth 

Deine Claudia xoxo 


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