Am Ende siegt der, der springt oder die Lüge vom Plan B

 

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Vergiss alle Geschichten vom Plan B, der dich beschützen soll. Es gibt kein Netz, dass dich auffängt.

Mein Mann und ich führten unser Unternehmen jahrelang zusammen – dachte ich.

Doch dann gab es diesen einen Tag im Januar 2015, der von einem Moment auf den anderen alles veränderte. Meinem Mann war ein Aneurysma im Gehirn geplatzt. Das Unwahrscheinliche geschah und er überlebte – ohne bleibende Schäden. Dennoch lag vor ihm eine lange Reise der Rückkehr ins Leben.

Als mein Mann unvermittelt weitestgehend im Unternehmen ausfiel, wurde mir klar, dass meine Vorstellung der bisherigen gemeinsamen Führung des Business eine Illusion gewesen ist. Wir haben zusammen im und am Unternehmen gearbeitet, haben Ideen entwickelt, Strategien verfolgt und in verschiedenen Bereichen gearbeitet und wussten dennoch immer, was grundlegend im Job des anderen lief. Wir waren ein gutes Team, liebten gemeinsame Geschäftsreisen und Kundentermine.

Doch plötzlich trug ich die Verantwortung. Allein. Das veränderte alles. Ich erkannte, dass ich bislang keine Unternehmerin gewesen bin. Bis dahin musste ich nicht ständig  Zettel bei mir haben,  um spontane Ideen nicht zu verlieren, ich konnte jede Nacht wie ein Baby schlafen. Zwar habe ich mit meinem Mann stundenlang Ideen diskutiert, meine 50 Cent eindeutig und manchmal streitlustig rausgehauen. Doch danach konnte ich abschalten.

Ich fürchte, dass ich damals die einzige von uns war, die so leicht abschalten konnte.

Seit dieser tragischen Nacht bin ich Unternehmerin. Ich trage die Verantwortung für das Unternehmen. Ein Satz, bestehend aus sieben Worten.

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