Die Krux mit dem Kümmer-Gen Teil II: Hochsensibel und happy – inklusive 2 Bonus-Hacks

Hochsensibel und happy – das passt zusammen wie Mahatma Gandhi und Dschingis Khan. Gucci und Benediktinerorden.

In Teil 1 dieser Serie ging es darum, dass es eben die gibt, die sich immer ein bisschen mehr verantwortlich fühlen. Und diese mitfühlenden sind eben überdurchschnittlich oft hochsensibel.

Un der Hochsensible spürt mehr. Ist durchlässig. In einer Welt voller Ungerechtigkeiten schnappt er nach Luft wie ein Fisch auf dem Trocknen. Er verbraucht unfassbar viel Kraft um überhaupt stehenzubleiben, zu lächeln, stehenzubleiben trotz all der emotionalen Ohrfeigen die emotionale Trampeltiere verteilen, ohne es überhaupt zu merken. Er hat kein Mittel gegen die Osmose, die ungefiltert Müll in seine Seele befördert.

Anna brauchen wir nicht, denn es gibt so viele andere, die wie Anna versuchen, die Macht der Gefühle, des Mitfühlens zu beherrschen, zu kontrollieren. Sie wissen, dass sie sich nicht hingeben dürfen, denn die Welle des Mitfühlens ist so groß, alles verschlingend. Sie suchen ihren Weg. Ihren Weg zwischen Empathie und Distanz, zwischen  Helfen und zusehen. Sie versuchen offen und präsent zu sein und dennoch ihr Innerstes, diese fragile Seele, die schon so oft fast zerbrochen ist, zu schützen. Sie bewegen sich zwischen totaler Hingabe und unerklärlicher Kühle. Immer auf der Suche nach dem Weg, der ihren Gefühlen, dem ständigen Mitfühlen, ihrer Empathie Raum gibt und dennoch einen geschützten Raum bietet für die offen und ohne Panzer dargebotene Seele.

Da ist die unfassbar faszinierende, talentierte, charmante, feminine Frau mit platinblondem Haar, dem Körper einer Göttin, die eine oberflächliche Dummheit pflegt, um sich zu schützen. Da ist der extrem begabte Kreative, der schreibt, spielt und gestaltet, von Millionen geliebt und dennoch von Selbstzweifeln geplagt wird.

Ob Marilyn M., die nie die Zufriedenheit gefunden hat, die sie gesucht hat  oder Charlie C., der es erst als 70-ig-jähriger, zu einer zaghaften Art der Selbstliebe geschafft hat. Ob Anna A. oder Martin Mustermann, sie alle suchen ihren Weg ganz sie selbst zu sein – sensibel, mitfühlend, sehend –  und dabei nicht zu zerbrechen.

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