Private Exit – du bestimmst die Haltestellen

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Vergiß alles, was du über Zeit- und Selbstmanagement, Pareto und sonstige Prinzipien gelernt hast. Im Angesicht des Sturms ist das alles wurscht.

Annas kleine Tochter zerrt an ihr und will irgendwelchen Ballett-Stuff mit ihr  besprechen, ihr Geschäftspartner steht mit laufendem Motor vor der Haustür und hupt im 60-sekündigen Abstand, weil sie in 30 Minuten einen Kundentermin  haben, im Email Programm hängt ein Email-Entwurf als Antwort auf eine dringende Anfrage der Architektenkammer, ihr Sohn wartet darauf, dass sie ihm die Muffins für die Verabschiedung der Whatever Lehrerin fein dekoriert und Fahrrad-sicher verpackt in die Hand drückt und ihr Mann ist stocksauer auf sie, weil sie vergessen hat, dass heute Morgen die Handwerker kommen, er sich jedoch  auf sie verlassen hat  und nun wegen ihres ungeplanten Termins zum Homeoffice genötigt ist.

Anna versucht sich zu konzentrieren, sucht den Fokus, spielt das Managerspiel, macht im Geist Prioritätenlisten, gewichtet:

  • wichtig, aber nicht dringend
  • dringend und wichtig
  • unwichtig ….

Fokus, Anna, Fokus! Was ist wichtig? Was zuerst? Was nur halb? Was bedarf 100% Aufmerksamkeit?  Sie weiß genau, wie sie zu gewichten, was sie an Energie zu investieren und was genau jetzt die  größtmögliche  Effizienz hat. Sie ist so dankbar, dass sie dieses Wissen hat, dass sie vorbereitet ist und genau weiß, wie sie ihr Business und sonstigen Alltag optimal gestaltet: Tagesziele, Monatsziele, Journaling, Achtsamkeit, fokussieren und meditieren direkt nach dem Duschen. Pipapo. Anna ist so  fit und maximal fokussiert. So fokussiert, dass sie einen Best-Prepared-Heiligenschein trägt.

Während der Sturm über sie hereinbricht hält sie also  kurz inne, konzentriert sich

und verziert die Muffins für die Abschiedsfeier von Mrs Teach-me.

Ernsthaft?!

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