Riechst du noch den Wald oder liegst du schon auf dem Beachbed?

ICH ERLAUBE ES MIR LUXUS ZU LIEBEN
Alles war perfekt:
Ich roch den brandenburgischen Wald, sah das Grün des Liepnitzer Sees durch das dichte Laub in der Sonne glitzern, ich hatte Lieblingsmenschen bei mir. Eine Szenerie perfekten Glücks. Eine Auszeit wie aus dem Bilderbuch.
Wir versicherten uns gegenseitig wie wundervoll der Waldboden roch, wie herrlich frisch die Waldluft war, wie entspannend die Natur war.
Qualitytime
Alles war perfekt:
Bis auf den Gestank des Dixi-Klos, dessen Ausdünstungen in einer latent-penetranten Duftwolke zu uns herüberzog (das war natürlich der einzige Grund, warum wir diesen einzigen freien Platz ergattert hatten).
Bis auf die Wurzeln der Bäume, der Äste und Steine, die den Boden bedeckten und durch das todschicke Strandtuch drückten und ein Hinlegen unmöglich machten.
Bis auf die nervigen Hunde vom Badetuch nebenan, die uns immer besuchten und in einem ergebnislosen Schwall „Leila komm. Leila komm. Leila komm“ von ihrer Mutti erfolglos zurück beorderd wurden (Anm. Mutti nervte, nicht Leila)
Es hat zwei Stunden gedauert bis wir uns eingestanden haben, dass das nicht unsere Art Quality Time war und wir die Entscheidung trafen, dass wir beim nächsten Besuch in der Hauptstadt den sonnigen Nachmittag am Pool eines Luxushotel mit einem kühlen Drink, Badeinseln, kühlen Tüchern, Beachbeds und mit mehr herrlich temperierten Wasser verbringen würden.
That’s my Style
JAAA Natürlich liebe ich Wald. Und Natur. Und Stille. Aber ich liebe es nicht, mich mit 3.000 Leuten um den Platz am Dixiklo zu kloppen.
Ich liebe es, mir etwas zu gönnen. ich liebe es, mich verwöhnen zu lassen.
Doch das echte Learning dieses nachmittags war die Bereitschaft, sich einzugestehen, was MIR gefällt.  Gefolgt von der zweiten Entscheidung, sich genau DAS zu erlauben und zu NEHMEN.
Dein größter Fan
Claudia xoxo